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Schmerzende Knieprothese – was tun?

VonUlrike Pickert

Im Jahr 2015 wurden dem Deutschen Endoprothesenregister (EPRD) rund 57.000 endoprothetische Ersteingriffe am Knie übermittelt. Der Großteil der Patienten bekam einen umfassenden Gelenkersatz, eine sogenannte Total-Endoprothese, eingesetzt. Das neue Kniegelenk soll dem Patienten möglichst viel seiner alten Beweglichkeit zurückgeben und die Schmerzen nehmen. weiterlesen

Fragen und Antworten

Wie lange dauern die Schmerzen nach dem Einsatz einer Knieendoprothese?

Es kann mehrere Monate dauern, bis die Schmerzen nach der Operation nachlassen.

Wie merkt man, wenn ein künstliches Kniegelenk locker ist?

Eine Lockerung der Endoprothese macht sich häufig durch Schmerzen bemerkbar.

Kann ein künstliches Kniegelenk kaputt gehen?

Ein künstliches Kniegelenk kann sich lockern. Die Haltbarkeit hängt unter anderem von der Belastung ab.

Für jeden das richtige Knie

VonRedaktion

Die passende Endoprothese vom Spezialisten

Jeder Mensch ist individuell verschieden – das gilt nicht nur für Gesicht oder Fingerabdruck, sondern auch für unseren Knochenbau. Glücklicherweise wird immer häufiger auch in der Endoprothetik dieser Tatsache Rechnung getragen: Neben Prothesen, die gezielt nur den verschlissenen Teil des Gelenks ersetzen, gibt es inzwischen sogar Gelenkersatz, der für jeden Menschen maßgeschneidert wird. Der Orthopäde und Unfallchirurg Dr. Markus Bachmeier verfügt über eine langjährige Erfahrung mit den bewährten wie auch den modernsten Prothesen und erklärt, welche Unterschiede es gibt.

Herr Dr. Bachmeier, wann benötigt man eine Knieprothese?

Dr. Bachmeier: Wenn die Schmerzen, die durch eine arthrotische Veränderung der Gelenkfläche hervorgerufen werden, so stark sind, dass sie nicht mehr durch konservative Behandlungsmethoden beherrschbar sind. Dabei ist das Schmerzempfinden durchaus unterschiedlich: Deshalb operieren wir keine „Röntgenbilder“ – manche Menschen leben jahrelang bei mäßigem Schmerz mit einem stark verschlissenen Knie.

Dabei gibt es heute die Möglichkeit, nicht das ganze Knie, sondern nur einen Teil der Oberfläche zu ersetzen. Wie muss man sich das vorstellen?

Dr. Bachmeier: Bei der sogenannten Schlittenprothese wird nur die vom Knorpelabrieb betroffene – in der Regel die mediale – Lauffläche ersetzt. Dies bringt erhebliche Vorteile mit sich, da weder die Kniescheibe zur Seite geklappt werden muss noch umliegende Muskeln und Bänder überdehnt werden müssen. Meist ist nur ein wenige Zentimeter langer Schnitt nötig, was den Eingriff zu einer echten minimalinvasiven Operation macht.

Was ist, wenn nicht nur eine Lauffläche betroffen ist?

Dr. Bachmeier: Die häufigste Form der Knieprothetik ist heute der „Doppelschlitten“, welcher beide Gelenkkondylen ersetzt. Auch hier verwende ich eine gewebeschonende minimalinvasive Operationstechnik und durch eine Vielzahl unterschiedlich großer femoraler und tibialer Komponenten ist es dabei möglich, fast alle Erfordernisse der Knieendoprothetik abzudecken. Steht überhaupt keine Bandführung für das Kunstgelenk mehr zur Verfügung, so kann auch auf eine achsgeführte Prothese zurückgegriffen werden. Auch diese Prothesen erlauben heute ein hohes Maß an Mobilität und Sicherheit, sodass die Patienten ein aktives Leben praktisch ohne Einschränkungen führen können.

Neu sind jetzt die CAD-CAM-Prothesen, die für jeden Patienten individuell angefertigt werden. Was bringt ein solcher „Gelenkersatz nach Maß“?

Dr. Bachmeier: Eine CAD-CAM-Prothese wird nach einer CT in der Tat maßgefertigt und ersetzt in Form und Funktion genau den verschlissenen Teil des Gelenks, welchen der Operateur während des Eingriffs entfernt. So geht nur sehr wenig Knochen verloren; darüber hinaus wird ein Fremdkörpergefühl praktisch völlig vermieden, weil die Gelenkflächen ja exakt wie früher beim Originalgelenk nachgebildet werden.

Für welche Patienten kommt eine solche CAD-CAM-Prothese infrage?

Dr. Bachmeier: Durch die Wiederherstellung der ursprünglichen Anatomie werden bewusst jüngere und sportlich anspruchsvolle Patienten angesprochen, die eine hohe Funktionalität ihres Knies in allen Lebensbereichen benötigen. Voraussetzung sind intakte Bandstabilitäten und kein größerer Knochenverlust am Kniegelenk. Den größten Vorteil spielt die Individualendoprothese dabei natürlich bei denen aus, deren Gelenk noch nicht komplett verschlissen ist und die sich auch vor der Operation eine große Aktivität bewahrt haben.

Insgesamt sehen wir nach dem Kniegelenkersatz regelmäßig einen großen Zugewinn an Lebensqualität.

Herr Dr. Bachmeier, vielen Dank für Ihre Ausführungen!

aus ORTHOpress 1-2017

Weitere Informationen:

Dr. Markus Bachmeier

Hotterstraße 13

80331 München

Tel.: 089 / 24 20 37 10

info@praxis-bachmeier.de

www.praxis-bachmeier.de

Knieendoprothese

VonBiermanski

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Beidseitige Knieendoprothese in nur einer OP-Sitzung: Schnelle Rehabilitation

Die 60-jährige Krankenschwester Hanna Schmidt leidet unter schwerer Arthrose an beiden Kniegelenken und kann sich daher nur noch selten ohne Schmerzen fortbewegen. Früher ist sie eine begeisterte Triathletin gewesen – das einzige, was ihr heute davon geblieben ist, ist das Schwimmen: „Manchmal noch 2000 Meter am Tag“, lächelt sie tapfer. Sie weiß, dass ihr Leiden schon bald der Vergangenheit angehört, denn sie hat sich für einen beidseitigen Gelenkersatz entschieden. Der dazu notwendige Eingriff wird – und das ist eher eine Seltenheit in deutschen Kliniken –  in nur einer Operationssitzung durchgeführt werden. Dass dies heute möglich ist, ist verschiedenen Faktoren zu verdanken: Ausgefeilte Operationstechniken erlauben heute immer kürzere Eingriffe und eine geringstmögliche Traumatisierung des Patienten. ORTHOpress sprach in Berlin mit Dr. Masyar Rahmanzadeh aus der ­MEOCLINIC im Berliner Quartier 206 in der Friedrichstraße, der hier gemeinsam mit Prof. Dr. Rahim Rahmanzadeh, einem der Wegbereiter und weltweit erfahrensten Experten auf dem Gebiet des künstlichen Gelenkersatzes, das Internationale Zent­rum für Gelenk- und Knochenchirurgie leitet, eine Klinik, in der hochspezialisierte Experten für Hüft- Knie- und Fußchirurgie sowie Schulter-, Ellenbogen- und Wirbelsäulenchirurgie gemeinsam unter einem Dach tätig sind. weiterlesen