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BehandlungsmethodenLeben & Gesundheit Anzeige

Sektorenübergreifende Versorgung im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum Berlin

Senioren spielen Golf

Von der Voruntersuchung über die Operation bis zur Rehabilitation – oft bedeutet ein endoprothetischer Eingriff für bereits geplagte Patienten einen mühsamen Gang durch verschiedene Instanzen. Im Vivantes Auguste-Viktoria- Klinikum sieht die Situation jedoch anders aus: Die umfassende Betreuung startet bereits vor der Aufnahme und endet erst nach einer erfolgreichen Rehabilitation, die im gleichen Haus durchgeführt wird – unter kontinuierlicher Überwachung des Operateurs, wie der Chefarzt der Klinik für Spezielle Orthopädische Chirurgie und Unfallchirurgie, Dr. med. Heiko Spank, betont.

Herr Dr. Spank, was ist der große Vorteil einer Behandlung, wie sie in Ihrem Haus angeboten wird?

Dr. Spank: Unsere große Stärke ist die geschlossene Behandlungskette, die für den Patienten gleichermaßen komfortabel wie medizinisch wünschenswert ist. Wir bieten diesbezüglich eine sektorenübergreifende Versorgung unserer Patienten. Wir sehen die Patienten zur Vorbesprechung und -bereitung in unserer MVZ-Struktur außerhalb der Klinik, die Operation und die ambulante Reha erfolgen dann direkt hier im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum.

Pascal Kremer (58) aus Wilmersdorf, ein leidenschaftlicher Golfer, kämpfte seit einigen Jahren mit zunehmenden Problemen in seinem rechten Knie. Die Drehungen beim Abschlag verursachten trotz seiner ausgezeichneten Technik heftige Schmerzen, die selbst in Ruhe nicht abklangen. Anfänglich brachten Infiltrationen und Krankengymnastik Erleichterung, doch mittlerweile schaffte er es auf dem Golfplatz nicht einmal mehr, drei Löcher zu spielen. Eine Untersuchung bei Dr. Spank brachte rasch Gewissheit: Die Arthrose im Knie war weit fortgeschritten, die Gelenkoberfläche bis auf den Knochen abgerieben. Nach umfassender Prüfung und einem MRT empfahl Dr. Spank eine Endoprothese. Die Wartezeit bis zur Operation konnte Pascal Kremer dabei optimal überbrücken. Ein maßgeschneidertes Trainingsprogramm, die „Preha“, half ihm, trotz der Gelenkschmerzen Muskelkraft und Ausdauer zu erhalten und sogar die Sauerstoffversorgung messbar zu verbessern. Dank einer speziellen Anästhesie verspürte er nach der OP kaum Schmerzen, und Katheter sowie Wunddrainagen waren überflüssig. Als die Betäubung nachließ, kam er gut mit 500 mg Paracetamol am Tag aus. Dr. Spank freut sich: „Schon nach zwei Tagen konnte Herr Kremer problemlos mit einer Gehstütze unter Vollbelastung laufen.“

Wie schaffen Sie es, dass Ihre Patienten nach der OP oftmals besser dran sind als in den Jahren zuvor?

Dr. Spank: Wir sorgen in erster Linie dafür, dass die Patienten optimal vorbereitet sind. Unsere Philosophie lautet „better in – better out“. Das bedeutet einen entscheidenden Vorteil im Vergleich zur früheren Praxis, bei der die Patienten oft in einem stetig verschlechternden Zustand auf die Operation warteten. Diese Phase war durch zunehmende Immobilität und abnehmende Muskelkraft geprägt. Durch den traumatischen Eingriff und eine oft wochenlange Bettlägerigkeit verschlechterte sich dieser Zustand weiter. Heutzutage können wir diese Situation nicht nur verhindern, sondern sogar umkehren. Schon Wochen vor der Operation bauen wir mit gezielter Physiotherapie die relevanten Muskelgruppen auf, um die bestmögliche Ausgangssituation für den Gelenkersatz zu schaffen. Vor der stationären Aufnahme bereite ich mit meinem Team die Patienten mehrfach auf die Zeit nach der Operation vor. In dieser Phase erlernen sie auch die notwendigen Fertigkeiten, die später in den ersten Tagen und Wochen mit dem neuen Gelenk benötigt werden. Dazu gehört auch eine präoperative Physiotherapie, bei der die Patienten den richtigen Umgang mit Gehstützen üben. Auch die gelenkschonenden Techniken zum Hinsetzen, Aufstehen und Anziehen werden vor dem Eingriff geübt – eine Routine, die bereits vor der Operation jegliche Unsicherheit im Umgang mit der neuen Hüfte oder dem neuen Knie verhindert.

Spezialisierte Expertise für Ihre Gelenkgesundheit – Zertifiziertes Endoprothetikzentrum

Nicht viele Kliniken in Deutschland tragen das begehrte Siegel als „Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung“ (EPZ Max). Dr. Spank erklärt: „Die Zertifizierung ist kein dauerhaftes Prädikat, sondern muss durch regelmäßige Audits immer wieder erneuert werden. Zusätzlich müssen die Fallzahlen sicherstellen, dass die Operateure über umfassende Erfahrung und Fachkenntnisse verfügen, die kontinuierlich verbessert werden. Jährlich müssen mindestens 200 endoprothetische Eingriffe durchgeführt werden (mindestens 50 pro einzelnem Hauptoperateur), und eine intensivmedizinische Betreuung bei Komplikationen oder der Behandlung vorerkrankter Patienten muss gewährleistet sein. Mit über 700 Eingriffen pro Jahr liegen wir in unserem Klinikum sogar um ein Vielfaches über diesen Anforderungen. Auch komplexe Revisionseingriffe bei gelockerten oder infizierten Endoprothesen führen wir regelmäßig durch und verfügen über sämtliche diagnostischen und operativen Mittel, um solche anspruchsvollen Operationen erfolgreich durchzuführen.“

Sie legen großen Wert darauf, dass ein Patient, der eine Endoprothese erhält, nicht „krank“ ist.

Dr. Spank: Ja! Das ist ein wesentlicher Unterschied in der Betrachtungsweise. Früher galt: Der Patient ist krank, wird operiert und bleibt bis zur Entlassung im Bett. Heute haben wir einen anderen Anspruch: Die Patienten sind nicht krank, sondern haben lediglich ein verschlissenes Gelenk, das wir austauschen. Nach der Operation mobilisieren wir die Patienten so schnell wie möglich, denn Bettruhe ist kontraproduktiv und verlängert nur die Rekonvaleszenz. Unsere Patienten stehen in der Regel bereits am ersten Tag nach der Operation wieder auf und werden von einem Physiotherapeuten unterstützt. Durch die muskelschonenden Eingriffe verlieren sie praktisch keine Kraft im operierten Bein. Die Gehstützen, die sie zu Beginn nach der Operation verwenden, dienen mehr der Sicherheit als der Notwendigkeit zum Laufen.

Ein wichtiger Aspekt ist natürlich auch die Schmerzbehandlung, denn Patienten mit starken Beschwerden können sicherlich schlechter dazu motiviert werden, sich zu bewegen.

Dr. Spank: Die richtige Anästhesie gehört zu den zentralen Punkten der „Enhanced Recovery“. Dies umfasst sowohl die Narkose als auch die Analgesie, also die Schmerzbehandlung. Wir arbeiten daher mit möglichst gut verträglichen Mitteln und ziehen die Anästhesie über das Rückenmark einer Vollnarkose vor. Besonders ältere Patienten profitieren davon, denn es kommt praktisch nie zu einem sogenannten „Durchgangssyndrom“, einer vorübergehenden Desorientierung oder Verwirrtheit. Die Patienten spüren vom Eingriff nichts und haben bei uns die Möglichkeit, während ihrer OP mit einer Videobrille einen Film anzuschauen – das vermindert den Stresslevel nochmals enorm. Gleichzeitig geben wir bereits während des Eingriffs ein Lokalanästhetikum in die operierte Region. Diese sogenannte LIA (lokale Infiltrationsanästhesie) hat den Vorteil, bereits am Entstehungsort den Schmerzreiz konsequent zu unterbinden, wodurch der Schmerz auch später sehr viel geringer ist und häufig bereits nach kurzer Zeit durch handelsübliche Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol beherrschbar ist. Allgemein gilt: je geringer die Schmerzen, desto größer der Wunsch des Patienten, sich schnell wieder zu bewegen.

Große Operationsnarben und starker Blutverlust gehören inzwischen der Vergangenheit an.

Dr. Spank: Zum Glück, denn es wird nur noch wenig Gewebe verletzt. Der Blutverlust ist heute bei einer modernen OP so gering, dass die früher notwendigen Eigenblutspenden praktisch nicht mehr notwendig sind. Die Transfusionsrate liegt heute bei nur noch gut 2 Prozent – in der Vergangenheit waren es etwa 40 Prozent. Auch Nachblutungen erleben wir in der Regel kaum noch.

Dr. med. Heiko Spank, MBA
Chefarzt der Klinik für Spezielle Orthopädische Chirurgie und Unfallchirurgie
Leiter des Departments für Bewegungschirurgie West
Leiter Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung

Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum
Lehrkrankenhaus der Charité-Universitätsmedizin Berlin

Rubensstraße 125
12157 Berlin

Tel.: 030/13020-2391
Fax: 030/13020-3932
www.vivantes.de

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