Schlagwort-Archiv Arthrose

VonStefanie Zerres

Ellenbogenerkrankungen – Verletzung oder Überlastung

Der Ellenbogen verbindet den Unter- mit dem Oberarm und ermöglicht komplexe Armbewegungen. Im Gegensatz zu gewichttragenden Gelenken wie der Hüfte oder den Knien kommt es hier seltener zu einer abnutzungsbedingten Arthrose. Diese kann aber aufgrund von vorangegangenen Verletzungen durchaus auch am Ellenbogen auftreten. Den Großteil der Ellenbogenerkrankungen machen jedoch Reizzustände der Muskeln und Sehnen aus. weiterlesen

VonUlrike Pickert

Schmerzatlas Hüfte

Hüftschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Auch hier spielen Alter und Verschleiß eine wichtige Rolle. Die Hüftgelenke setzen sich zusammen aus dem Gelenkkopf am jeweiligen Oberschenkelknochen und der dazugehörigen Hüftpfanne im Beckenring. Zudem befinden sich flache, mit Flüssigkeit gefüllte Beutel, die sogenannten Schleimbeutel, als Stoßdämpfer in der Nähe des Hüftgelenks. Die Hüfte ist das größte Gelenk in unserem Körper und zugleich jenes, das die meiste Belastung aushalten muss. Die nachfolgenden Erkrankungen können Schmerzen in der Hüfte verursachen. weiterlesen

VonRedaktion

Mit neuer Hüfte schnell wieder einsatzbereit

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Hüftendoprothese minimalinvasiv nach der AMIS-Methode

Bereits am ersten Tag nach dem Einsatz eines künstlichen Hüftgelenkes das operierte Bein wieder belasten zu können, ist kein Wunschdenken mehr. Zum Wohle des ganzen Körpers ist der Zugang durch natürliche Muskellücken ideal. Der Stuttgarter Orthopäde Dr. Johannes Quercetti gehört zu den Spezialisten, die das minimalinvasive Operieren nach der AMIS-Methode beherrschen und darin erfahren sind. Die Vorteile und das Vorgehen der Technik führt er im Interview näher aus. 

Herr Dr. Quercetti, mit ca. 220.000 Hüftgelenk-OPs im Jahr ist dies ein recht häufiger chirurgischer Eingriff. Was sind die Indikationen dafür?

Dr. Quercetti: Komplizierte Schenkelhalsbrüche und Hüftkopfnekrosen können eine Indikation sein. Die Arthrose am Hüftgelenk ist aber der häufigste Grund. Dabei nutzt der stoßdämpfende Gelenkknorpel übermäßig ab und es kommt zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Die Erkrankung ist fortschreitend und ihre Symptome können in den Anfangsstadien mittels konservativer Behandlungsverfahren wie z. B. einer Kombination aus Physiotherapie und Medikamenten oder auch Injektionsverfahren gelindert werden. Wenn die Patienten bei stärkeren Abnutzungen deutlich in ihrer Aktivität eingeschränkt sind, sollte über einen Gelenkersatz nachgedacht werden. Natürlich ist dies immer eine individuelle Entscheidung, die nicht leichtfertig getroffen werden sollte und bei der wir unsere Patienten unterstützen.

Computerplanung

postoperatives Ergebnis

Dass die OP so oft durchgeführt wird, bedeutet aber doch auch, dass die Operateure sehr erfahren darin sind. Worüber müssen sich die Patienten dann Gedanken machen?

Dr. Quercetti: Die moderne Hüftendoprothetik ist eine Erfolgsgeschichte. Dabei werden die verschlissenen Gelenkanteile durch künstliche ersetzt, sodass dann in der Regel später wieder ein normales Leben mit sportlicher Aktivität möglich ist. Der Weg dorthin ist aber nach den herkömmlichen Operationsverfahren oftmals nicht so einfach und meist langwierig. Denn hierbei werden Weichteile wie wichtige Muskelstränge durchtrennt, um an das Gelenk zu kommen. Ehe diese Verletzungen wieder geheilt sind, hat der Patient durch die erzwungene Schonung auch in der nicht-operierten Körperhälfte Muskelmasse verloren und es bedarf viel Disziplin und Geduld, um sie wieder aufzubauen. Daher dauerte die Rehabilitationszeit früher oft Monate.

Heute gibt es aber andere Möglichkeiten?

Dr. Quercetti: Die neueste Entwicklung, die bislang erst von wenigen Spezialisten angewendet wird, ist das Operieren nach der AMIS-Methode. Diese minimalinvasive Technik ist sehr schonend und die Patienten können schnell wieder normal gehen. Daher ist auch eine beidseitige Versorgung in einer Narkose gut möglich, zumal der Schmerz nach der Operation oft im Vergleich deutlich geringer ist.

Was ist eigentlich das Besondere an der AMIS-Methode?

Dr. Quercetti: Das Besondere ist der Zugang! Die Art des Gelenkaustauschs kann wie bei der klassischen Technik mit denselben Prothesenmodellen erfolgen. Die Abkürzung AMIS steht für „Anterior Minimal Invasive Surgery“ und beschreibt den Weg zum Hüftgelenk von vorn. Das Wichtigste dabei: Es werden keine Muskeln durchtrennt, sondern anatomisch natürliche Muskellücken als Zugang genutzt. Ein kleinerer Schnitt, keine Muskelverletzungen und weniger Blutverlust sind die Gründe für eine viel bessere Rehabilitation. Bereits am Abend nach der Operation können die Patienten in Begleitung ins Bad gehen und sich am nächsten Tag selbstständig bewegen. Die Muskulatur wird also zum einen nicht durch die Operation beschädigt und zum anderen bildet sie sich nicht durch eine Liegezeit zurück. Wenn die Endoprothese nach ca. 16 Wochen eingeheilt ist, steht der neuen Aktivität nichts im Wege. Auch viele Sportarten können problemlos ausgeübt werden.

Warum ist diese Methode dann noch kein Standard und wird nur von wenigen Spezialisten durchgeführt?

Dr. Quercetti: AMIS hat nur Vorteile für den Patienten im Ergebnis. Allerdings ist das Verfahren auch nicht ganz einfach und es bedarf viel Erfahrung seitens des Operateurs. Außerdem sind die Lagerung und Vorbereitung etwas aufwendiger. Das ist es aber meiner Meinung nach absolut wert. Wenn ich sehe, wie schnell und gut die Patienten wieder auf die Beine kommen, habe ich daran keinen Zweifel.

aus ORTHOpress 1-2017

Weitere Informationen:

Dr. med. Johannes Quercetti
Orthopädische Praxis
Schulter, Hüfte, Knie
Marktplatz 11
70173 Stuttgart
Tel.: 0711 / 46 99 66 00
www.quercetti.de

 

Überörtliche Gemeinschaftspraxis
mit der OCS Schorndorf
Dr. C. Fromm und
Dr. M. Müller-Eißfeldt
Schlichtenerstr. 105
73614 Schorndorf
Tel.: 07181 / 99 32 40
www.oc-schorndorf.de

VonRedaktion

Gelenkersatz heute

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Knie, Hüfte, Schulter

Bei degenerativen Veränderungen an Gelenken gilt es, diese so lange wie möglich zu erhalten. Dafür stehen verschiedene konservative Therapien zur Verfügung. Doch wenn diese ausgeschöpft sind und die Lebensqualität der Betroffenen sehr leidet, stehen heute verschiedene Möglichkeiten des Gelenkersatzes zur Verfügung. Der Orthopäde Dr. Martin Frömel aus Frankfurt, dessen Spezialgebiet der Gelenkersatz an Knie, Hüfte und Schulter ist, weiß, wann welche Methode angezeigt ist.

Am häufigsten tritt eine einschränkende Arthrose an gewichtstragenden Gelenken wie Knie und Hüfte auf. Dort ist der puffernde und schützende Knorpel nicht nur der Bewegung ausgesetzt, sondern auch dem Körpergewicht, das sie tragen müssen. Außerdem können Fehlstellungen wie X- oder O-Beine sowohl an Knie- als auch an Hüftgelenken Schaden anrichten, wie Dr. Frömel bestätigt: „Wenn Belastungen einseitig auf ein Gelenk wirken, begünstigt das Abnutzungsprozesse. Ebenso können unerkannte Knorpelschäden durch Verletzungen später zu einem vorzeitigen Knorpelrückgang führen.“

Spezielle Lösungen für die komplexe Anatomie des Knies

Am Kniegelenk kann es an verschiedenen Stellen zu einer Arthrose kommen, da hier eine komplexe Anatomie vorliegt. Das Gelenk wird gebildet aus der Oberschenkelrolle und dem Schienbeinknochen. Gehalten werden die Gelenkpartner von starken Bändern. Da jeder Körper anders ist, muss bei der Diagnosestellung eine differenzierte Analyse stattfinden. Im Anschluss behandelt Dr. Frömel nach einem Stufenmodell. Dieses beinhaltet nach der Befunderhebung auch Maßnahmen wie Gewichtsnormalisierung, Bewegungstherapie und Muskeltraining, knorpelaufbauende Verfahren und die arthroskopische Gelenksanierung. Letzte und sechste Stufe ist dann bei weiterhin bestehenden Schmerzen der Gelenkersatz. Doch hierbei handelt es sich nicht um nur eine mögliche Option, wie Dr. Frömel erklärt: „Moderne Endoprothesen-Systeme ermöglichen eine individuelle Anpassung. D. h. es muss nicht immer gleich das ganze Gelenk ersetzt werden. Außerdem kann mit dem passenden Kunstgelenk die natürliche Anatomie nachgebildet werden, sodass eine gute Funktionalität erreicht wird. So kann beispielsweise eine sogenannte Schlittenprothese genutzt werden, wenn der Knorpelverlust auf nur einer der beiden Oberschenkelkondylen besteht. Doch auch die modernen Totalendoprothesen erhalten die Funktionalität und Anatomie. Dabei wird – entweder mit oder ohne Ersatz der Kniescheibe – das obere Ende des Schienbeins und das untere Ende des Oberschenkelknochens ersetzt. Dafür kann aus verschiedenen Prothesenmodellen ausgewählt werden, um die Größen und Geschlechtsunterschiede der Patienten zu berücksichtigen.“

Hüfte: große Knochenresektionen nicht immer notwendig

Auch bei der Hüftendoprothetik gibt es heute verschiedene Möglichkeiten hinsichtlich der Implantate und der chirurgischen Techniken. Noch vor einigen Jahren waren sogenannte Langschaftprothesen, bei denen die Resektion des Hüftkopfes und somit ein größerer Knochenverlust notwendig ist, generell üblich. Abhängig vom Arthrosestadium können heute aber auch andere Systeme verwendet werden, wie Dr. Frömel erklärt: „Kurzschaftprothesen sind ebenso stabil wie solche mit längerem Schaft. Die Implantation ist aber mit weniger Knochenverlust verbunden und kann in vielen Fällen sogar minimalinvasiv erfolgen.“

Gute Voraussetzungen für eine mögliche Revision schaffen

Sowohl am Knie als auch an der Hüfte kann es insbesondere bei jüngeren Patienten nach einer gewissen Zeit notwendig werden, die Prothese zu wechseln. Denn trotz der guten Werkstoffe ist die Standzeit mit ca. 15 bis 20 Jahren endlich. Dr. Frömel erklärt: „Zum einen sind jüngere Patienten aktiver, d. h. das Implantat ist mehr Belastungen ausgesetzt. Und zum anderen erfolgen natürlicherweise mit der Zeit am Implantatsaum knöcherne Veränderungen. Wenn dabei die Aktivität der knochenabbauenden Zellen überwiegt, kann es zu einer Lockerung kommen. Ein weiterer Grund dafür kann der Abrieb des Kunststoffinlays sein. Die mikroskopisch kleinen Partikel können Entzündungen und damit Knochenrückgang verursachen. In diesen Fällen ist eine Wechseloperation angezeigt. Für die großen Gelenke stehen dafür die entsprechenden Prothesen zur Verfügung. Je mehr Knochen dann noch vorhanden ist, desto besser kann die Revisionsprothese verankert werden. Daher sind moderne Prothesen, bei denen bereits der Ersteinsatz so knochensparend wie möglich erfolgt, vorteilhaft.“

 

Nach dem Gelenkersatz: Muskulatur stärken

Viele Patienten mit Arthrose im fortgeschrittenen Stadium erleben mit der Endoprothese eine neues Gefühl der Beschwerdefreiheit. Durch schonende Operationsverfahren – viele Endoprothesen können minimalinvasiv eingebracht werden, wobei Muskeln und Weichteile möglichst wenig beeinträchtigt werden – verläuft die Rehabilitation häufig auch schneller. Dies sollten die Patienten nutzen, um wieder aktiver zu werden, wie Dr. Frömel empfiehlt: „Muskulatur frühzeitig wieder aufzubauen ist wichtig, um das neue Gelenk stabil zu halten. Viele Sportarten sind auch mit Endoprothese möglich, insbesondere, wenn der Patient schon Erfahrungen darin hat und die Bewegungsabläufe kennt. Dazu beraten wir unsere Patienten gern.“

aus ORTHOpress 4-2016

Weitere Informationen:

Orthopädische Praxis für Gelenkerkrankungen

Dr. med. Martin Frömel

Praxis Frankfurt-Westend:

Lindenstraße 42

60325 Frankfurt

Praxis Dietzenbach:

Babenhäuser Straße 29

63128 Dietzenbach

Anmeldung unter:

Tel.: 069 / 17 28 17

orthopaedie.frankfurt@yahoo.de

Wenn Sie mehr über uns erfahren möchten, besuchen Sie auch unsere neue Homepage www.dr-froemel.de

VonBiermanski

Knieendoprothese

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Beidseitige Knieendoprothese in nur einer OP-Sitzung: Schnelle Rehabilitation

Die 60-jährige Krankenschwester Hanna Schmidt leidet unter schwerer Arthrose an beiden Kniegelenken und kann sich daher nur noch selten ohne Schmerzen fortbewegen. Früher ist sie eine begeisterte Triathletin gewesen – das einzige, was ihr heute davon geblieben ist, ist das Schwimmen: „Manchmal noch 2000 Meter am Tag“, lächelt sie tapfer. Sie weiß, dass ihr Leiden schon bald der Vergangenheit angehört, denn sie hat sich für einen beidseitigen Gelenkersatz entschieden. Der dazu notwendige Eingriff wird – und das ist eher eine Seltenheit in deutschen Kliniken –  in nur einer Operationssitzung durchgeführt werden. Dass dies heute möglich ist, ist verschiedenen Faktoren zu verdanken: Ausgefeilte Operationstechniken erlauben heute immer kürzere Eingriffe und eine geringstmögliche Traumatisierung des Patienten. ORTHOpress sprach in Berlin mit Dr. Masyar Rahmanzadeh aus der ­MEOCLINIC im Berliner Quartier 206 in der Friedrichstraße, der hier gemeinsam mit Prof. Dr. Rahim Rahmanzadeh, einem der Wegbereiter und weltweit erfahrensten Experten auf dem Gebiet des künstlichen Gelenkersatzes, das Internationale Zent­rum für Gelenk- und Knochenchirurgie leitet, eine Klinik, in der hochspezialisierte Experten für Hüft- Knie- und Fußchirurgie sowie Schulter-, Ellenbogen- und Wirbelsäulenchirurgie gemeinsam unter einem Dach tätig sind. weiterlesen