Schlagwort-Archiv Hallux

Metatarsalgie

VonStefanie Zerres

Schmerzende Mittelfußköpfchen gehören zu den unangenehmen Begleiterscheinungen, die eine Fußerkrankung mit sich bringen kann. Häufig werden sie zuerst nur als „wehe Füße“ am Ende eines Tages wahrgenommen, die sich bei Entlastung und Hochlagerung wieder beruhigen. Bleibt die Ursache jedoch bestehen, so kann sich schnell eine chronische Metatarsalgie entwickeln.  (mehr …)

Den Zeh bestmöglich begradigen

VonRedaktion

Den Zeh bestmöglich begradigen

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Neueste operative Therapie bei Hallux valgus

Der Fußballenbereich verdickt sich und der Großzeh gleitet in Richtung Fußaußenseite ab – das ist das typische Bild des Hallux valgus, auch Ballenzeh genannt. Je weiter die Deformität fortgeschritten ist, desto belastender wird sie durch Schmerzen und Funktionseinschränkungen an den Füßen für die Betroffenen. Für die schwerer ausgeprägten Fälle stehen im operativen Therapiebereich moderne Methoden, wie sie Fußspezialist Dr. Alexander Lemmé aus Berlin nutzt, zur erfolgreichen Behandlung zur Verfügung. 

Man mag denken, dass der unschön aussehende Ballenzeh für die Betroffenen in der kälteren Jahreszeit weniger störend ist, da er im geschlossenen Schuh nicht auffällt. Doch das ist ein Trugschluss. Denn besonders in weiter fortgeschritteneren Stadien ist der Ballenzeh längst kein rein kosmetisches Problem mehr. Die veränderte Fußform passt nicht mehr in konventionelle Schuhe und es kommt zu Druckstellen an der Haut; Schwielen oder Blasen entstehen. Auch das Gewebe um den Knochen herum kann sich schmerzhaft entzünden. Der Fußspezialist Dr. Lemmé dazu: „Vor allem lässt sich durch das Abwandern des ersten Mittelfußknochens der natürliche Abrollvorgang des Fußes beimGehen nicht mehr richtig durchführen. Neben Muskelverkrampfungen und -verspannungen kann dies zu Beschwerden am ganzen Bewegungsapparat führen. Nicht zu vergessen sind die Einschränkungen in Alltag und Freizeit, wenn man z. B. gerne sportlich aktiv ist.“

Während in den Anfangsstadien konservative Strategien wie die Versorgung mit Orthesen, Krankengymnastik oder die Gabe von schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten hilfreich sind, sind bei stärker ausgebildeten Deformitäten operative Behandlungen angezeigt. Hier stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die im Wesentlichen in einer Osteotomie bestehen. Das bedeutet, dass Knochen durchtrennt und so gerichtet wird, dass er in physiologischer Form wieder zusammenwächst. Eine wichtige Rolle bei diesen Operationen spielt neben der ausgereiften Technik und der Erfahrung des Operateurs das Befestigungsmaterial, mit dem der korrigierte Mittelfußknochen stabilisiert wird.

Lapidus-Arthrodese mit winkelstabiler Platte

Eine bewährte OP-Methode, die von erfahrenen Spezialisten durchgeführt wird, ist die sogenannte Arthrodese nach Lapidus. Um diese Knochenumstellungsmethode noch besser umzusetzen, nutzt Dr. Lemmé jetzt eine neue winkelstabile Platte der Firma Merete. Er erklärt das Verfahren und die Vorteile der Platte wie folgt: „Bei mittel- bis höhergradigen Hallux valgus-Fehlstellungen führe ich die Lapidus-Arthrodese durch. Bei ganz schweren Deformitäten, ist dies die einzige Möglichkeit, bei der keine Rezidive auftreten. Dass es sich bei dem Verfahren um eine Gelenkversteifung handelt, sollte die Betroffenen nicht irritieren. Denn das Gelenk, das sozusagen ‚stillgelegt‘ wird, ist ohnehin kein sehr bewegliches. Es befindet sich zwischen dem ersten Mittelfuß- und dem Fußwurzelknochen, dem Ausgangspunkt der Fehlstellung. Bei der Arthrodese nach Lapidus wird zusätzlich zu der Versteifung die Korrektur des Mittelfußknochens durchgeführt. Er wird in Gelenknähe durchtrennt und so verschoben, dass sich eine natürliche Stellung des Zehs ergibt. Fixiert wird diese Stellung dann mit einer speziellen Titanplatte. Die MetaFix® Plantar BG10-Platte ist eine Weiterentwicklung eines Systems, das ich schon länger erfolgreich anwende. Sie ist anatomisch genau passend für den Einsatzbereich gefertigt und in verschiedenen Größen erhältlich. Die Operation erfolgt von der Unterseite des Fußes aus, was den Vorteil einer hohen Weichteildeckung hat. Außerdem können durch die Position der Platte unten am Knochen – im Gegensatz zu der seitlichen Anbringung des Vorgängermodells – die Kräfte, die auf die Stelle wirken, besser verteilt werden. Durch die Befestigung der Platte mit winkelstabilen Schrauben ergibt sich sofort eine hohe Stabilität. Der Patient kann früh wieder anfangen den Fuß zu belasten, also schon bevor der Knochen wieder vollständig zusammengewachsen ist. Lediglich für zwei bis drei Wochen muss ein sogenannter Post-OP-Schuh getragen werden, mit dem ein normales Gehen möglich ist. Der Eingriff bringt vielen Patienten ein großes Stück Lebensqualität zurück, weil sich die Funktionalität des Fußes verbessert, das heißt sie wieder viel aktiver sein können und die Schmerzen beseitigt werden. Auch die Ästhetik des Fußes wird verbessert.“

von Stefanie Zerres

aus ORTHOpress 1/2014

Weitere Informationen:

Dr. Alexander Lemmé

Tel.: 030 / 302 30 91

www.orthopaeden2.de

Sport & Outdoor

VonRedaktion

Den richtigen Schuh finden

Der Sommer kommt und mit ihm die Freude an der Natur und der Bewegung an frischer Luft. Ob Wandern in den Bergen, Badminton im Park oder eine Tour mit dem Fahrrad am Fluss entlang – die Möglichkeiten der sportlichen Outdoor-Aktivitäten sind zahlreich. Doch worauf sollten Sportler bei der Wahl ihres Schuhwerks achten? 

Die Füße tragen uns durch das ganze Leben. Funktionieren diese anatomischen Meisterwerke nicht einwandfrei, muss der Mensch viele Einschränkungen in Kauf nehmen. Dementsprechend sollten sie behandelt werden. Sie bestehen aus 28 Einzelknochen, die miteinander durch zahlreiche Gelenke verbunden sind. Eine Knorpelschicht, die die jeweiligen Gelenkpartner bedeckt, ermöglicht ein reibungsfreies Gleiten. Über das obere Sprunggelenk ist der Fuß mit dem Unterschenkel verbunden. Das knöcherne Gerüst wird durch die Muskulatur ergänzt. Diese unterteilt sich in die Muskeln des Fußrückens, der Fußsohle und der Großzehen- und Kleinzehenballen. Zusammen mit den dazugehörigen Sehnen und Bändern verspannen sie den Fuß so, dass dieser eine Wölbung aufweist. Das führt dazu, dass der Fuß nicht platt auf dem Boden aufliegt, sondern das Körpergewicht von hauptsächlich drei Punkten, nämlich der Ferse, dem Großzehenballen und dem Kleinzehenballen, getragen wird. Das Zusammenspiel aller Einzelbestandteile ermöglicht Schritte und somit die Fortbewegung. Beim Gehen wirkt das Gewölbe des Fußes wie eine Federung.

Vom Fuß in den ganzen Körper

Füße können zahlreiche entweder angeborene oder durch hohe Belastung erworbene Deformitäten aufweisen. Dabei weicht die Form des Fußes durch Fehlstellungen der Knochen von der idealen, physiologischen Stellung ab. Die häufigste Fußdeformität ist der Hallux valgus, der sich durch einen Schiefstand des großen Zehs auszeichnet. Weit verbreitet ist auch der sogenannte Plattfuß, bei dem die Fußsohle durch schwache Sehnen, untrainierte Fußmuskulatur oder Übergewicht abgeflacht ist. Solche Phänomene können sich auf den gesamten Körper und dessen Balance auswirken. Auch andere Gelenke wie Knie oder Hüfte verschieben sich, um den aufrechten Gang und das Gleichgewicht weiterhin gewährleisten zu können. Das kann weitere gravierende Folgen mit sich führen. Durch die Fehlhaltungen werden die Gelenke stärker belastet. Der Knorpel darin kann sich im Extremfall so weit abnutzen, dass die beteiligten Knochen direkt aufeinandertreffen und schmerzhaft aneinander reiben.

Eine mögliche Ursache für diese Deformitäten ist das falsche Schuhwerk, das die Abrollmechanismen beispielsweise durch mangelnden Platz verhindert. Wenn sich der Fuß bei jedem Schritt unnatürlich verbiegt, beeinträchtigt das das Gleichgewicht des Körpers. Die Veränderung der natürlichen Körperhaltung kann zu Muskelverspannungen und zu Veränderungen der Form führen. Zudem können Durchblutungsstörungen der Füße und Beine sowie Taubheits- und Kältegefühl durch die falschen Schuhe begünstigt werden. Die optimale Passform kann Leiden entweder von Beginn an vermeiden oder Fehlstellungen ausgleichen und daraus resultierende Schmerzen vermeiden.

Was zu beachten ist

Was grundsätzlich für alle Schuhe gilt, gilt auch für Sport- und Outdoor-Schuhe. Sie sollten in erster Linie unterstützend auf den Fuß wirken. Dazu gehört, dass sie weder zu klein, noch zu groß oder zu unflexibel sind. Wenn die Schuhe zu hart sind, können sich die Füße nämlich nicht mehr angemessen abrollen, sodass sich die Muskulatur abbaut. Es empfiehlt sich, die Füße in einem Fachgeschäft vermessen zu lassen, um die Schuhe nach exakten Messwerten aussuchen zu können. Sie sollten nämlich vom ersten Augenblick an passen. Schuhe laufen sich nämlich nicht ein, die Füße werden stattdessen an den gereizten Stellen unempfindlicher. Der optimale Abstand zwischen Schuhspitze und großem Zeh beträgt ein bis zwei Zentimeter. Zudem sollte sich die Ferse im Schuh nicht mehr als zwei Zentimeter anheben lassen, während die Fußspitze am Boden bleibt. Die Passform lässt sich zusätzlich mit Einlegesohlen verbessern.

Laufschuhe kauft der Sportler beispielsweise am besten abends oder nach einer Laufeinheit, weil die Füße sich dann ausgedehnt haben, sodass sich besser einschätzen lässt, wie viel Platz sie benötigen. Gleiches gilt für Wanderschuhe. Außerdem können professionelle Berater anhand alter Laufschuhe und deren abgenutzten Stellen darauf schließen, welcher Laufschuh der richtige ist und eventuelle Dysbalancen ausgleicht. Darüber hinaus bieten viele Geschäfte heute ihren Kunden eine Laufbandanalyse an, um den idealen Schuh für die individuelle Fußhaltung und den daraus resultierenden Bewegungsablauf zu finden. Bei Wanderschuhen bietet sich im Fachhandel zudem häufig die Möglichkeit, den Schuh auf einer schiefen Ebene wie beim Bergauf- und -ablaufen zu testen.

von Kathrin Legermann

aus ORTHOpress 3/2015

Wenn der Schuh drückt

VonRedaktion

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Operative Eingriffe am Fuß bei schmerzhaften Fehlstellungen

Der menschliche Fuß ist im Laufe eines Lebens enormen Belastungen ausgesetzt. Schließlich muss er beim Gehen, Laufen oder Springen ein Vielfaches unseres Körpergewichts tragen. Eine häufige Folge dieser hohen Beanspruchung sind verschleißbedingte Abnutzungsprozesse, Fehlstellungen oder Verletzungen. Nicht immer lassen sich die damit verbundenen Beschwerden konservativ behandeln. Welche chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten es in solchen Fällen gibt, darüber sprach ORTHOpress mit dem Orthopäden Dr. Ingo Bathelt aus Nürnberg.

Herr Dr. Bathelt, Sie behandeln in Ihrer Praxis die unterschiedlichsten Fußprobleme. Gibt es Beschwerdebilder, die besonders oft auftreten?

Dr. Bathelt: Was die Fußfehlstellungen betrifft, so gehört zu deren häufigsten Formen der Hallux valgus, die schmerzhafte Ballenzehe. Wenn sich die Großzehe nach außen verlagert, verändert sich zugleich die Zugrichtung der Sehnen und der erste Mittelfußknochen verschiebt sich nach innen. Eine gewisse Zeit lassen sich entstehende Druckstellen, Gelenkschmerzen sowie eventuell folgende Kleinzehenfehlstellungen mit konservativen Mitteln behandeln. Häufig jedoch bleibt als Ausweg nur eine operative Korrektur der fehlstatisch bedingten schmerzhaften Veränderungen.

Welche Operationsmethoden kommen hierfür infrage?

Dr. Bathelt: Standardmethode ist die Umstellung des Mittelfußknochens. Handelt es sich um eine leichtere Fehlstellung, arbeiten wir mit der sogenannten Chevron-Methode. Dabei wird der erste Mittelfußknochen gelenknah durchtrennt und in die gewünschte Stellung zurückgebracht. Der Knochen wird anschließend mit einer Schraube fixiert. Hierbei können auch selbstauflösende Schrauben verwendet werden. Ist der Winkel zwischen dem ersten und zweiten Mittelfußknochen stärker vergrößert, verwenden wir die Operationsmethode nach Scarf, bei welcher der Schaft des ersten Mittelfußknochens -förmig durch-trennt und in seiner Stellung korrigiert wird. Dieser Eingriff lässt sich mit der sogenannten kin-Osteotomie kombinieren. Hierbei wird das Großzehengrundglied urch Entnahme eines kleinen Knochenkeils in die richtige Position gebracht. Kombinationseingriffe mit Aufrichtung des Rückfußes, Sehnentransfers und Versteifung im Fußwurzelbereich sind bei komplexer Fußfehlstatik eines Knick-Plattfußes zu ergänzen.

Eine weitere schmerzhafte Erkrankung des Vorfußes ist der Hallux rigidus, die Arthrose des Großzehengrundgelenks.

Dr. Bathelt: Besonders unangenehm für die Betroffenen ist, dass hier auch die Beweglichkeit eingeschränkt ist. Hier kann man stufenweise in Abhängigkeit von Gelenkzustand und Patientenanspruch von einer reinen Entfernung des degenerativ veränderten Gelenkbezirks (Cheilektomie) bis hin zu Gelenkprothese oder Gelenkversteifung vorgehen. Dadurch kann jeweils eine beschwerdefreie Vollbelastbarkeit erreicht werden.

Wie werden die Eingriffe bei Ihnen durchgeführt?

Dr. Bathelt: Zahlreiche Fußeingriffe können wir ambulant durchführen. Dank einer schonenden OP-Technik erreichen die Patienten ihre Mobilität schnell wieder zurück. Stationäre Operationen bei Komplexeingriffen führen wir in der Sana-Klinik Nürnberg durch. Patienten mit speziellen Fußproblemen haben die Möglichkeit, unsere wöchentliche Fußsprechstunde aufzusuchen, die in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Orthopädieschuhtechniker stattfindet.

aus ORTHOpress 1/2017

 

Weitere Informationen:

Dr. med. Ingo Bathelt

Am Gräslein 12

90402 Nürnberg

Tel.: 0911 / 235 64 - 0

info@dr-bathelt.de

www.dr-bathelt.de

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Moderne Vorfußchirurgie

VonRedaktion

Erfolgreich und sofort belastungsstabil

Die operative Korrektur des Ballenzehs (Hallux valgus) gehört zu den häufigsten Eingriffen, die in der Sektion für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie der Paracelsus-Klinik Osnabrück durchgeführt werden. Mit rund 500 Eingriffen pro Jahr ist ihr Leiter Dr. Jens Bischoff ein weit über die Grenzen der Region Osnabrück hinaus bekannter Experte, der seinen Patienten neueste Operationsverfahren für sämtliche Abschnitte des Fußes anbieten kann.

Wie kommt es eigentlich zu einem Hallux valgus?

Dr. Bischoff: In 80 Prozent der Fälle sind Frauen betroffen, in ca. 2/3 der Fälle besteht eine familiäre Häufung, sodass auch eine gewisse anlagebedingte Komponente besteht. Ein weiterer Faktor ist sicherlich das Tragen von hochhackigen, spitzen Schuhen.

Schienen und Bandagen können den Hallux ja kaum aufhalten. Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine OP?

Dr. Bischoff: Wenn die Beschwerden auch in eigentlich bequemem Schuhwerk bestehen bleiben, sollte über eine Korrektur nachgedacht werden. Einen rein kosmetischen Eingriff lehnen wir aber ab – wir operieren also nicht, nur damit ein Fuß wieder problemlos in die High Heels passt.

Wie läuft eine Hallux-OP ab, und was muss man beachten?

Dr. Bischoff: Je nach Ausprägung der Fehlstellung nehmen wir eine rein knöcherne Umstellung der Großzehe (Chevron- bzw. Scarf-Osteotomie) vor oder kombinieren diese mit einem Weichteileingriff. Unter Umständen kommt auch eine stabilisierende Lapidusarthrodese infrage, eine Versteifung des Mittelfußknochen-Fußwurzelknochen-Gelenks, die aber kaum als Einschränkung empfunden wird. Nach der OP ist der Fuß belastungsstabil und durch die intraoperative Lokalanästhesie kaum schmerzhaft, sodass die Patienten in einem speziellen Schuh mit einer flachen, aber starren Sohle problemlos auftreten können. Bei Bedarf können wir sogar beide Füße auf einmal operieren. Die Heilung dauert etwa drei Monate; bis zur vollen Sportfähigkeit vergeht etwa ein halbes Jahr.

aus ORTHOpress 3/2017

 

Weitere Informationen:

Paracelsus-Klinik Osnabrück

Dr. Jens Bischoff
Am Natruper Holz 69
49076 Osnabrück

Tel.: 0541 / 966 - 3030

www.paracelsus-kliniken.de/osnabrueck

Der Hallux valgus und seine Korrektur

VonRedaktion

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Eine medizinische und ästhetische Herausforderung

Ballenzehen, in der Medizin Hallux valgus genannt, führen nicht nur zu Schmerzen, sondern sehen auch unschön aus. Wer sich für einen operativen Korrektureingriff entscheidet, tut dies im Allgemeinen daher sowohl aus gesundheitlichen als auch aus ästhetischen Gründen. Adrian K. Wiethoff, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und zertifizierter Fußchirurg von ARS PEDIS aus Düsseldorf, hält es für wichtig, dass der Operateur beide Gesichtspunkte angemessen berücksichtigt.

„In der Regel wird ein Fuß, der gesund und anatomisch korrekt geformt ist, auch als schön empfunden“, erklärt Adrian Wiethoff. „In meiner Praxis für Ästhetische und Rekonstruktive Fußchirurgie sind ca. 70 Prozent der Vorfußoperationen medizinisch indiziert. Häufig handelt es sich dabei um Hallux valgus, Hallux rigidus oder Hammerzehen. Damit der Eingriff auch ästhetischen Ansprüchen genügt, setze ich spezielle Techniken ein. Der übrige Teil der Eingriffe besteht aus rein ästhetisch indizierten Anpassungen wie beispielsweise Zehenverkürzungen.“

Ist der Hallux valgus fortgeschritten, kann man den verformten Ballen deutlich sehen. Dies hat seine Ursache darin, dass der große Zeh in Richtung Fußaußenseite wandert. Der „Ballen“ tritt hervor und das Gelenk kann sich entzünden. Zugleich wird der ganze Fuß in Mitleidenschaft gezogen und verändert sich sowohl innerlich als auch äußerlich. Neben Schmerzen kann es zu Schwielen oder einer Arthrose im Großzehengrundgelenk kommen. „Vor allem Frauen leiden unter einem Ballenzeh“, erklärt Adrian Wiethoff. „Diese haben nun einmal von Natur aus ein schwächeres Bindegewebe und tragen zudem häufiger Schuhe, die sich ungünstig auf den Zustand der Füße auswirken.“

Die Funktionalität bleibt erhalten

Um einen Hallux valgus korrigierend zu behandeln, wendet Fußchirurg Adrian K. Wiethoff immer ein Verfahren an, das dem jeweiligen Fall angemessen ist. Dabei wird auch ästhetischen Faktoren Rechnung getragen. Die häufigsten Methoden, die zum Einsatz kommen, sind die Osteotomien nach Scarf oder Chevron. Adrian Wiethoff: „In beiden Fällen handelt es sich um Knochenumstellungen. Da das Gelenk nicht versteift wird, bleibt die Funktionalität erhalten. Bei der Chevron-Osteotomie wird der Knochen des Großzehs V-förmig durch-trennt, bei der Osteotomie nach Scarf hat die Durchtrennungslinie die Form eines Z. Anschließend wird der Knochen wieder so zusammengefügt, dass der richtige Winkel für den Zeh gebildet wird. In dieser Position wird er zur Anheilung mit einer resorbierbaren Schraube fixiert.Beide Verfahren haben den Vorteil, dass der Fuß mit einem Verbandschuh sofort belastet werden kann und keine längeren Ausfallzeiten entstehen. Wird die Verformung auf nur einer Seite korrigiert, kann dies unter örtlicher Betäubung geschehen. Bei einer beidseitigen Korrektur operieren wir unter Vollnarkose.”

Der Eingriff wird unterschiedlichen ästhetischen Anforderungen gerecht. Zum einen ist der Zeh gerichtet, zum anderen sind die durch die OP notwendigen Narben recht unauffällig. „Aufgrund des resorbierbaren Fixierungsmaterials ist kein weiterer Schnitt erforderlich, um das Material zu entfernen“, erläutert Adrian Wiethoff. „Zudem achte ich darauf, dass die Stellen für die Hautschnitte möglichst unauffällig sind, und benutze kosmetische Nahttechniken.  Eine weitere Besonderheit: Die meisten Operationen können, wenn vom Patienten gewünscht, sogar ambulant durchgeführt werden.“

aus ORTHOpress 2/2015

 

Weitere Informationen:

Facharzt Adrian K. Wiethoff

Praxisgemeinschaft ARS PEDIS

Königsallee 88

40212 Düsseldorf

Tel.: 0211 / 136592 - 80

wiethoff@ars-pedis.de

www.ars-pedis.de