News

5. Wirbelsäulenschmerzkongress in München

Von

5. Wirbelsäulenschmerzkongress in München

Fachübergreifende Behandlung als zentraler Erfolgsfaktor

Am Samstag, den 26. November 2016 fand unter der Leitung von Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde in München und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga e.V., der 5. Wirbelsäulenschmerzkongress statt. Rund 100 Teilnehmer diskutierten im Arabella Sheraton Hotel München über moderne Behandlungsoptionen im Bereich der Wirbelsäulenmedizin. Veranstalter waren in diesem Jahr die Wirbelsäulenliga e.V. und die Interdisziplinäre Gesellschaft für orthopädische/unfallchirurgische und allgemeine Schmerztherapie (IGOST). Zentrales Ergebnis des Expertenaustausches ist der zunehmende Stellenwert von interdisziplinären Therapieansätzen. „Komplexe Rückenschmerzen lassen sich selten mit vorgefertigten Maßnahmen behandeln. In diesen Fällen bedarf es maßgeschneiderter Behandlungskonzepte, die auf eine enge Verzahnung von Spezialisten setzen“, betont Dr. Schneiderhan und ergänzt: „Aus diesem Grund gewinnen interdisziplinäre Zentren, in denen zum Beispiel Orthopäden, Neurochirurgen, Neurologen, Radiologen und Schmerztherapeuten fachübergreifend zusammenarbeiten, immer mehr an Bedeutung.“ Im Hinblick auf neuartige Therapien kommt dem Recht auf Information für den Patienten immer mehr Bedeutung zu. „Nur wenn Patienten über verschiedene Behandlungsmöglichkeiten aufgeklärt sind, können sie eine selbstbestimmte und erfolgversprechende Entscheidung treffen. Dazu gehört ebenso das Recht auf eine zweite Meinung. Bei diesem Thema müssen sowohl Ärzte als auch Betroffene umdenken. Denn eine Zweitmeinung einzuholen, ist kein Misstrauensvotum, sondern die wichtige Chance, die bestmögliche Therapie zu finden“, sagt Dr. Schneiderhan.

Weitere Informationen unter www.orthopaede.com

Bild: Dr. Schneiderhan

Kürzungen bei der Vergütung könnten die endoprothethische Versorgung verschlechtern

Von

Kürzungen bei der Vergütung könnten die endoprothethische Versorgung verschlechtern

Der Der GKV-Spitzenverband, die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Verband Privaten Krankenversicherung (PKV) haben für das Jahr 2017 den neuen Fallpauschalenkatalog (DRG-Katalog) für Krankenhäuser vereinbart. Dass dieser zahlreiche Kürzungen vorsieht, erfüllt die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und die Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik (AE) mit Besorgnis. Sie sehen die hohen Qualitätsstandards in der orthopädischen Versorgung und die Patientensicherheit gefährdet. Grund dafür sind erneute Kürzungen bei der Leistungsvergütung der sogenannten diagnosebezogenen Fallgruppen (DRG). So werden die Pauschalen für den Hüftgelenksersatz und für zahlreiche Maßnahmen bei der Wirbelsäulen-Therapie zum 1. Januar 2017 gesenkt. Prof. Dr. Reinhard Hoffmann, Generalsekretär der DGOU ist davon überzeugt, dass sich die Folgen der seit Jahren anhaltenden Abwärtsspirale in der DRG-Preispolitik ohne Qualitätseinbußen kaum noch kompensieren lassen. „Der Leidtragende ist zum Schluss der Patient. Die Menschen werden sich zukünftig wohl auf weniger hochwertige und innovative Therapie-Angebote, längere OP-Wartezeiten, noch schnellere Entlassungen aus der Klinik sowie Prothesen mit einer möglicherweise geringeren Haltedauer einstellen müssen.“

Nach dem neuen DRG-Fallpauschalen-Katalog fällt die Vergütung, die Kliniken beispielsweise für eine einfache Hüft-Total-Endoprothese erhalten, um 5,75 Prozent geringer aus als bisher. Zudem ist für 2018 eine weitere Absenkung vorgesehen. Prof. Dr. Karl-Dieter Heller, AE-Generalsekretär und Vizepräsident des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU), verdeutlicht die Folgen der Sparmaßnahmen am Beispiel der Implantate-Auswahl für den künstlichen Hüftgelenksersatz: „Schon jetzt ist die Implantation einer hochwertigen Kurzschaftprothese mit einer Keramik-Keramik-Gleitpaarung nicht mehr kostendeckend möglich. Mit der zukünftigen Kürzung sind insbesondere spezialisierte Kliniken gezwungen, preiswertere Implantate auszuwählen. Mit einer geringeren Qualität der Implantate sinkt allerdings auch deren Verweildauer im Körper. In letzter Konsequenz könnte das in 10 Jahren eine deutlich erhöhte Rate an Revisions-Operationen zur Folge haben.“

Darüber hinaus werden auch die Möglichkeiten der konservativen stationären Behandlung erschwert. Denn Kliniken, die mehr Patienten als der Bundesdurchschnitt konservativ therapieren, sollen weniger Behandlungskosten erstattet bekommen. Prof. Dr. Frank Kandziora, Leiter der DGOU-Sektion Wirbelsäule, weist darauf hin, dass die konservative Therapie von degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen im niedergelassenen Bereich schon heute dramatisch und chronisch unterfinanziert ist. „Eine Operation sollte immer die letzte Option sein. Gerade deswegen muss die konservative Therapie gestärkt und nicht abgeschwächt werden“.

Jeder vierte EU-Bürger betrachtet sich als gesundheitlich eingeschränkt

Von

Jeder vierte EU-Bürger betrachtet sich als gesundheitlich eingeschränkt

25,3 Prozent der Bürger in der Europäischen Union fühlen sich durch gesundheitliche Handicaps eingeschränkt. Diese Zahl veröffentlichte die Europäische Statistikbehörde Eurostat anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung. Die Erhebung beruht auf den Selbstangaben von Menschen über 16 Jahren in den 28 EU-Ländern. Gefragt wurde nach gesundheitsbedingten Einschränkungen, welche seit mindestens sechs Monaten andauern und die Betroffenen in Freizeit, Haushalt, Schule und Beruf einschränken.

 

Die Ergebnisse in den einzelnen Mitgliedsländern waren recht unterschiedlich. Während Malta mit 9,7 Prozent den geringsten Anteil hatte, war dieser in Lettland mit 38,4 Prozent am höchsten. Deutschland lag mit 21,2 Prozent leicht unter dem EU-Durchschnitt. Generell fühlten sich mehr Frauen als Männer gesundheitlich beeinträchtigt. In Portugal betrug die Differenz mehr als zehn, in Deutschland dagegen nur 1,1 Prozentpunkte. Menschen mit höheren Einkommen waren seltener betroffen als Personen, die finanziell schlecht gestellt sind.

Tipps für einen erfolgreichen Rauchstopp von der BZgA

Von

Tipps für einen erfolgreichen Rauchstopp von der BZgA

Passend zum Jahreswechsel weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf ihre Angebote zur Unterstützung bei der Rauchentwöhnung hin, ganz nach dem Motto „2017 durchstarten – rauchfrei werden!“ Denn der Trend zum Nichtrauchen ist ungebrochen: Immer mehr Menschen wollen rauchfrei werden. Dabei unterstützt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit qualitätsgesicherten Angeboten. Im Jahr 2016 haben über 20.000 aufhörwillige Raucherinnen und Raucher das BZgA-Online-Ausstiegsprogramm auf https://www.rauchfrei-info.de genutzt. Auch telefonisch berät die BZgA zum Rauchstopp: Im Durchschnitt informierten sich monatlich 4.000 Anrufer über die kostenfreie BZgA-Hotline unter der Nummer 0800 8313131.

Für alle, die jetzt zum Jahresende planen, das neue Jahr rauchfrei zu beginnen, gibt die BZgA folgende erprobte Empfehlungen und Tipps:

Alltagscheck: Vor einer Rauchentwöhnung ist es wichtig, die eigenen Rauchmuster und -gewohnheiten im Alltag zu erkennen. Daher lohnt es sich, typische Orte, Tätigkeiten und Stimmungen häufigen Rauchens herauszufinden, um zu verstehen, inwiefern sie ein mögliches Hindernis für ein rauchfreies Leben darstellen.

Bewegung hilft: Bewegung mindert mögliche Entzugserscheinungen nach einem Rauchstopp und kurbelt den Stoffwechsel an. Neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung ist Bewegung ein Baustein, um einer unerwünschten Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp entgegen zu wirken.

Stress reduzieren: Stress zählt zu den Hauptgründen für einen Rückfall beim Rauchausstieg. Für eine gute Balance zwischen Anforderungen und Entspannungsphasen sind zum Beispiel Atem- und Entspannungstechniken hilfreich.

Bei Rauchverlangen helfen die vier „A-Tipps“: Erstens „Aufschieben“, zum Beispiel zehn Mal tief durchatmen. Zweitens „Ausweichen“, Risikosituationen aus dem Weg gehen und beispielsweise die „Raucherecke“ in der Firma meiden. Drittens „Abhauen“ und sich für einen Moment aus einer unangenehmen und mit dem Rauchen verbundenen Situation zurückziehen. Viertens „Ablenken“, etwas Schönes machen, was nicht mit dem Rauchen verknüpft ist.

Unterstützung zum Rauchstopp bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf

www.rauchfrei-info.de

Kälte lässt den Blutdruck ansteigen

Von

Kälte lässt den Blutdruck ansteigen

Hohe Werte im Winter sollten beachtet und behandelt werden

Wenn in den Wintermonaten die Temperaturen sinken, steigt zugleich unser Blutdruck an. Wie aus einer Mitteilung des Berufsverbandes Deutscher Internisten hervorgeht, liegen die Blutdruckwerte in der kalten Jahreszeit in der Regel höher als im Sommer. Dies gelte sowohl für jüngere als auch ältere Menschen und sowohl für Gesunde als auch Patienten mit Bluthochdruck. Eine Studie französischer Wissenschaftler kommt dagegen zu dem Ergebnis, dass vor allem ältere Menschen betroffen seien. Demnach steigt der obere Wert bei über 80-Jährigen durchschnittlich um 5,1 mmHg an, wenn die Temperaturen um 15 Grad sinken. Wird es dann wieder wärmer, kommt es dagegen zu einer deutlichen Blutdrucksenkung.

Durch diese Ergebnisse sehen sich Mediziner darin bestätigt, Patienten mit Bluthochdruck im Winter besonders sorgfältige Messungen zu empfehlen. Bei Bedarf sollten sie – in Absprache mit ihrem Arzt – die blutdrucksenkende Medikation entsprechend anpassen. Zur Unterstützung sei es hilfreich, auf einen ausreichenden Magnesiumspiegel zu achten.

Forscher weisen auch auf die Gefahren hin, die Hypertonie-Patienten in kalten, schlecht geheizten Räumen drohen. So sei der morgendliche Anstieg des Blutdrucks bei älteren Hypertonikern wesentlich stärker als bei Gesunden. Es sei daher wichtig, auch im Winter ausreichend zu heizen.

Fehler bei der Behandlung mit Blutgerinnungshemmern

Von

Fehler bei der Behandlung mit Blutgerinnungshemmern

Blutgerinnung ermöglicht dem Körper, Schäden in Gefäßen abzudichten und somit den Blutverlust zu unterbrechen. Bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Problemen kann es aber notwendig sein, die Gerinnungsneigung herabzusetzen, um beispielsweise eine Thrombose zu verhindern. Hier kommen dann Medikamente wie Warfarin zum Einsatz.

Zunächst sollte der parallele Einsatz von anderen Medikamenten unbedingt mit dem Arzt abgesprochen werden, da die Hemmstoffe mit vielen Arzneimitteln in Wechselwirkung stehen. Daraus folgende Risiken reichen von weniger dramatischen Blutergüssen über starke Kopfschmerzen bis hin zur Hirnblutung.

Während der Einnahme von Blutgerinnungshemmern sollte außerdem beachtet werden, dass eine Vitamin-K-reiche Ernährung die Wirkung des Hemmstoffs nahezu aufheben kann. Doch auch wenn die in vielen alltäglichen Lebensmitteln, wie Spinat, Speisequark und Tomaten, enthaltene Substanz die Wirkung herabsetzt, ist von einem gänzlichen Verzicht des Vitamins abzuraten. Wie in vielen Bereichen ist auch hier eine ausgewogene Ernährung der Schlüssel.

2008 wurden mehrere Präparate auf den Markt gebracht, die diese Nachteile vermeiden sollten. Tatsächlich wird ihre Wirkung auch durch eine Vitamin-K-reiche Ernährung nicht mehr beeinflusst.  Jedoch ist mittlerweile umstritten, ob diese Präparate tatsächlich weniger Nebenwirkungen haben und einer  geringeren Kontrolle bedürfen. Da sie häufig auch noch schwerere Blutungen als das frühere Mittel Warfarin auslösen, ist eine individuelle Therapiewahl ratsam.

Blutgerinnungshemmer werden aber, laut einer Untersuchung des IGES-Instituts, generell im Alltag zu selten  eingesetzt. Würde bei jedem Patienten, bei dem Vorhofflimmern bekannt ist, eine solche Therapie durchgeführt, könnten im Jahr knapp 10.000 Schlaganfälle vermieden werden.

Infolgedessen ist es ratsam, bei Gebrauch der besagten Arzneimittel immer einen Medikamentenschein bei sich zu führen, um im Notfall bei nachfolgenden Behandlungen die Ärzte aufzuklären und Fehler auszuschließen.

Von unserem Praktikanten Leon Ceurstemont

- Anzeige -

Erleichterung bei Handgelenkschmerzen

Von

Erleichterung bei Handgelenkschmerzen

Bei Dauerbelastungen des Handgelenks durch lange Sitzungen am Computer lassen die Schmerzen meist nicht lange auf sich warten. Das musste auch Susanne Zaouali Dridi erfahren,  die nach wenigen Wochen Computerarbeit von jeglicher Beanspruchung des Handgelenks ablassen musste.

Die natürliche Reaktion auf derartige Schmerzen ist es, das Leiden schnellstmöglich beenden zu wollen, indem man beispielsweise die Apotheke aufsucht. Mit einer schmerzlindernden Creme geben sich die meisten Betroffenen zufrieden und sind in der Lage, ihre Arbeit vorerst wieder fortzusetzen. Was sie dabei aber nicht bedenken ist, dass es viel effektiver wäre, der Ursache auf den Grund zu gehen. Handgelenkschmerzen durch Arbeit am Computer werden in erster Linie durch eine unnatürliche Haltung der Hand an der PC-Maus verursacht. Wenn sich der Betroffene nun wieder an die Arbeit begibt, verschlimmert er nur das Problem, spürt es aber aufgrund der Schmerzmittel nicht.

Hier kommt das eigens entwickelte Handgelenkstütz-Armband von Frau Dridi ins Spiel, welches die unnatürliche Haltung der Hand aufhebt und dem persönlichen Tragekomfort angepasst werden kann. Dies ist durch beliebig viel entnehmbare Füllwatte gewährleistet, wobei zu beachten ist, dass Handrücken und Gelenk auf einer Höhe liegen. Durch diese Option des Verstellens unterscheidet sich das Armband von gewöhnlichen Mousepads mit Stützauflage und verhindert aufsteigende Schmerzen im Schultergelenk.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

 

Susanne Zaouali Dridi

Robbenplate 30

D – 28259 Bremen

Tel. 0421/8983292

Die Nutzen-Risiko-Rechnung

Von

Die Nutzen-Risiko-Rechnung

Vor- und Nachteile einer Magen-OP bei übergewichtigen Patienten

Mit der STAMPEDE-Studie sind jetzt erstmals Langzeitstudienergebnisse zum Erfolg einer Magen-OP bei übergewichtigen Typ-2-Diabetikern erschienen. Demnach erreichte jeder vierte Proband nach dem Eingriff normale Blutzuckerwerte. Auch fünf Jahre nach der OP kamen die meisten Patienten ohne Diabetes-Medikamente aus. Das berichtet das Deutsche Ärzteblatt.

Die Studie, die im New England Journal of Medicine (2017; 376:641-651)  veröffentlicht wurde, begleitete von 2007 bis 2011 134 Patienten mit Übergewicht oder Adipositas (BMI zwischen 27 und 43kg/m2) und Typ-2-Diabetes. Bei 49 Patienten wurde ein sogenannter Magen-Bypass gelegt, bei 47 Patienten verkleinerten die Ärzte den Magen und 38 Patienten erhielten lediglich eine medikamentöse Therapie. Bei den operierten Patienten sank bereits einige Wochen nach dem Eingriff der HbA1c-Wert deutlich. Nach fünf Jahren erreichten 14 der 49 (29 %) Bypass-Patienten und 11 der 47 (23%) Patienten, bei denen der Magen verkleinert wurde, einen HbA1c-Wert von unter sechs Prozent. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft empfiehlt bei Diabetes-Typ-2-Patienten einen Zielwert von 6,5 und 7,5 %. Einen solchen Wert erreichten unter alleiniger medikamentöser Therapie lediglich zwei der 38 Patienten (5%).

Allerdings müssen die Patienten nach einer Magenverkleinerung oder einem Magenbypass ihre Ernährung dauerhaft umstellen und lebenslang bestimmte Vitamine und Nährstoffe von außen zuführen. Halten sich die Patienten nicht an die Vorgaben, drohen Komplikationen wie Mangelerscheinungen und Folgeoperationen. Zwei Studien aus Schweden und den USA über übergewichtige Jugendliche, bei denen ein Magenbypass gelegt wurde, bestätigen, dass die Patienten nach dem Eingriff lebenslang betreut werden müssen. Die 74 adipösen jugendlichen Probanden (13-21 Jahre) in den USA hatten alle zwischen 2001 und 2007 einen Roux-en-Y-Magenbypass erhalten. Thomas Inge und Mitarbeiter konnten 58 der Patienten im Mittel 8 Jahre nach der Operation nach­untersuchen. Sieben der zuvor acht an Diabetes-Typ-2 erkrankten Jugendlichen hatten bei der Nachuntersuchung wieder einen normalen Blutzuckerspiegel. Im Schnitt hatten die Teilnehmer 50 Kg abgenommen, bestehende Stoffwechselstörungen hatten sich gebessert.

Allerdings mussten die Ärzte bei 12 Patienten die Gallenblase entfernen, bei drei Patienten kam es nach dem Eingriff zu einer gastrointestinalen Perforation. Über 80 Prozent der jugendlichen Probanden entwickelten eine Eisenmangelanämie und bei 45 Prozent kam es infolge eines Vitamin-D-Mangels zu einem zu einem Hyperparathyreoidismus. Auch die schwedische Studie mit 81 übergewichtigen Jugendlichen kann zu ähnlichen Ergebnissen: Zwar verbesserten sich auch hier etwaige Stoffwechselstörungen – aufgrund von Komplikationen kam es jedoch zu 21 Nachoperationen und deutlichen Vitamin-Mangelerscheinungen.

Das Ganze ist mehr

Von

Das Ganze ist mehr

Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen e.V.

In der letzten Aprilwoche fand zum nun bereits 65. Mal die Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen (VSOU) in Baden-Baden statt. Die Veranstaltung versteht sich besonders als Zusammenführer von niedergelassenen Orthopäden und Unfallchirurgen mit den in Kliniken tätigen Kollegen sowie Vertretern von Nachbardisziplinen. Somit sind unter den Fachbesuchern auch Ärzte für physikalische und rehabilitative Medizin, Rheumatologen, Schmerztherapeuten, Physiotherapeuten sowie Vertreter der Pflege. Neben der Fort- und Weiterbildung und dem Erfahrungstausch konnten sich die ca. 3.000 Besucher auch in diesem Jahr auf der begleitenden Industrieausstellung über das Neuste aus Technik und Organisation informieren. Das Motto des diesjährigen Kongresses, der unter der Präsidentschaft von Prof. Dr. med. Paul A. Grützner und Prof. Dr. med. Dominik Parsch stand, war „Das Ganze ist mehr … als die Summe seiner Teile“. Hinweisen sollte dies auf die Vereinigung von den Disziplinen Orthopädie und Unfallchirurgie und die damit verbundenen Entwicklungen, von denen die Patienten profitieren sollen. Zusätzlich zu bisherigen wissenschaftlichen Programm gab es ein neues, interessantes Sitzungsformat: Unter dem Titel „Meine wichtigsten Fälle auf dem Weg zum …“ stellten Spezialisten besondere Fälle ihrer bisherigen Karriere vor. Wichtig ist den Veranstaltern auch der Blick über den Tellerrand. So seien viele Innovationen ursprünglich in Randgebieten entstanden und daher solle die Jahrestagung auch Experten aus Medizin, Technik und Forschung die Möglichkeit bieten, stellen Ideen aus Bereichen wie z.B. Bionik, digitales Smart-Tracking oder der Angstforschung vorzustellen. Ein soziales Engagement durch die Vorstellung verschiedener Hilfsorganisationen und ein Charity-Lauf rundeten die Kongresstage ab.

Bild (©_Foto Haumann-Frietsch): Die diesjährigen Kongresspräsidenten Prof. Dr. med. Dominik Parsch (links) und Prof. Dr. med. Paul A. Grützner (rechts)

Coenzym Q10 und Selen

Von

Coenzym Q10 und Selen

Geringere kardiovaskuläre Mortalität durch kombinierte Supplementierung

Bei älteren Menschen, die Nahrungsergänzungsmittel mit Coenzym Q10 und Selen einnnehmen, senkt sich die Sterberate bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen um die Hälfte. Außerdem sind sie weniger anfällig für Krankheiten und verfügen über einen besseren Energiehaushalt.

2012 veröffentlichten schwedische Forscher die Ergebnisse der sogenannten KiSel-10-Studie im International Journal of Cardiology. Daraus geht hervor, dass durch die Gabe einer Kombination aus Coenzym Q10 und Selen die kardiovaskuläre Sterblichkeit von gesunden älteren Menschen um 54 Prozent reduziert und darüber hinaus die Herzmuskelfunktion erheblich verbessert wird. In einer Sekundäranalyse, in der die Daten ausgewertet wurden, die für die ursprüngliche Studie gesammelt worden waren, konnten diese Ergebnisse weiter vertieft werden. So zeigte sich, dass die Anzahl der Krankenhaustage bei älteren Frauen und Männern, die Selen und Coenzym Q10 einnahmen, um 13 Prozent niedriger war als bei den Teilnehmern, welche identisch aussehende Kapseln mit einem inaktiven Placebo erhielten.

Das in der Studie eingesetzte Q10-Präparat und die organische Selenhefe – Q10 Bio-Qinon Gold und SelenoPrecise – weisen durch ihren aufwendigen Herstellungsprozess eine besonders hohe Bioverfügbarkeit auf, die bereits zuvor in zahlreichen Studien umfassend dokumentiert wurde. So konnte etwa nachgewiesen werden, dass in der verwendeten Zubereitung 88,7 Prozent des Selengehalts vom Körper effektiv resorbiert werden.

Die Behandlung von Schmerzen im Iliosakralgelenk

Von

Die Behandlung von Schmerzen im Iliosakralgelenk

Vor kurzem wurde die 25.000. erfolgreiche Behandlung mithilfe der iFuse-Implantate bei Schmerzen, die auf das Iliosakralgelenk zurückzuführen sind, durchgeführt. Außerdem veröffentlichte die renommierte Fachzeitschrift „Spine“ die 50. begutachtete Arbeit zu dieser Behandlungsmethode. Die zusammenfassende Analyse betrachtet die Vorhersagbarkeit von konservativen und minimalinvasiven chirurgischen Behandlungen von chronischen Schmerzen im Iliosakralgelenk. Dabei erfolgte eine in Bezugnahme verschiedenster Patientenfaktoren, die allesamt die Wirksamkeit des iFuse-Implant-Systems bestätigten.

 

Positive Wirksamkeit selbst bei schlechten Voraussetzungen

In der veröffentlichten Arbeit wurden drei kombinierte, multizentrische, prospektive Studien aus den Jahren 2013 bis 2015, darunter zwei randomisiert kontrollierte, miteinander verglichen. Von den im Untersuchungszeitraum erfassten 423 Patienten durchliefen 97 eine konservative Behandlung, auch Non-Surgery-Management (NSM) genannt, während die restlichen 326 Betroffenen operativ mit iFuse-Implantaten versorgt wurden. Insgesamt wies die iFuse-Gruppe, verglichen mit der Kontrollgruppe, positivere Wirksamkeit, langfristigere Behandlungserfolge und einen Rückgang der Wirksamkeit bei Opioidkonsumenten auf. In der NSM-Gruppe gab es keine Prädiktoren für verbesserte Ergebnisse. Obwohl schlechtere Heilungschancen bei den Probanden der iFuse-Gruppe aufgrund von Zigaretten- sowie Opiumkonsum, erhöhtem Alter oder langer Schmerzdauer vorlagen, ließen sich bei ihnen ebenfalls nennenswerte, klinisch relevante Reaktionen feststellen. „Diese Ergebnisse zeigen, dass die Fusion des Iliosakralgelenks mit dreieckigen iFuse-Implantaten im Vergleich zu nichtchirurgischer Behandlung zu besseren Behandlungsergebnissen führt“, betont Dr. Daniel Cher, Vice President of Clinical Affairs von SI-BONE und Koautor der Studie. Die Akzeptanz des iFuse Implant System® steigt weiterhin. Zum einen, da Chirurgen das Iliosakralgelenk zunehmend bei ihren routinemäßigen Untersuchungen und Diagnosen von Schmerzen im unteren Rückenbereich berücksichtigen, und zum anderen decken Versicherungen den Eingriff vermehrt ab.

Weitere Informationen unter www.si-bone.de

Sicher durch den Sommer springen

Von

Sicher durch den Sommer springen

Sie sind aus deutschen Gärten nicht mehr wegzudenken: die großen Trampoline mit Netz. Seit sie auch für den kleineren Geldbeutel zu haben sind, stehen sie praktisch überall.
weiterlesen