Schlagwort-Archiv Kniegelenk

VonStefanie Zerres

Kniegelenkstrauma 

Kniescheibe, Menisken, Kreuzbänder, Seitenbänder – das Knie ist ein äußerst komplexes Gelenk. Doch wo viel dran ist, kann auch viel kaputtgehen. Die meisten Unfälle, bei denen das Kniegelenk zu Schaden kommt, ereignen sich beim Sport.  weiterlesen

VonRedaktion

Knieendoprothetik 4.0

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Erstmals in Europa: MAKOplasty® für das künstliche Kniegelenk

Das größte Problem der modernen Orthopädie ist das unzureichende Ergebnis nach Einsetzen einer Knieendoprothese. Während bei künstlichen Hüftgelenken bis zu 97 Prozent der Patienten zufrieden sind, empfehlen nur ca. 86 Prozent der operierten Kniepatienten die Operation weiter. Mit moderner Computertechnologie gelingt es nun erstmals, die Position der Prothese an die individuelle Bandführung anzupassen. Welche Möglichkeiten die neue OP-Methode bietet, erfahren wir vom Ärztlichen Direktor des Orthopädischen Krankenhauses Schloss Werneck, Prof. Dr. Christian Hendrich.

Natürliche Gelenkfunktion mit Computer-Präzision

Jedes Knie ist unverwechselbar. Wie knackt man diesen individuellen Code?

Prof. Hendrich: Bisher versuchen wir, die Prothese gerade einzusetzen und dann mit operativen Kunstgriffen die Bandführung des Kniegelenkes daran anzupassen. Es ist offensichtlich, dass ein erfahrener Operateur dabei im Durchschnitt bessere Ergebnisse erzielt. Trotzdem gelingt es uns nicht bei allen Kniegelenken, die Bandspannung perfekt wiederherzustellen. Bei der Operationsmethode der MAKOplasty® helfen uns Computer- und 3-D-Technologie. Damit können wir den individuellen Code eines Kniegelenkes nun tatsächlich knacken.

Das hört sich fantastisch an. Wie sieht die Praxis aus?

Die Operationstechnik besteht aus drei Schritten, von denen die beiden wichtigsten noch vor der eigentlichen Operation stattfinden. Als erstes wird mit einer Computertomografie des Kniegelenkes ein 3-D-Modell der knöchernen Kontur erstellt. Im zweiten Schritt erfolgt die Feinanpassung der späteren Prothese an die individuelle Bandspannung des Kniegelenkes. Diese Möglichkeit bietet bisher kein anderes Operationsverfahren.

Wie richten Sie die Prothese denn aus, ohne bereits am Knochen zu operieren?

In der Narkose, aber noch vor der eigentlichen OP wird das Knie bewegt und die Bandführung gemessen. An dem 3-D-Computermodell des Kniegelenkes wird die Prothese am Bildschirm so lange verschoben, bis die Bandspannung in Streckung und Beugung optimal passt.

Die Genauigkeit der Roboter-unterstützten Knochensäge beträgt 0,5 mm und 1°.

Bisher haben Sie noch gar nicht operiert – wie geht das dann vor sich?

Erst im dritten Schritt wird tatsächlich operiert: Der Chirurg setzt die Planung mit einer Genauigkeit von 0,1 mm und 1 Winkelgrad um. Dabei hilft ihm ein Roboterarm, der die Knochensäge exakt auf Kurs hält. Der Chirurg sägt selbst und kontrolliert am Bildschirm, wie weit er ist.

Besteht dabei nicht die Gefahr, dass man die Bänder ansägt, die so dringend gebraucht werden?

Das verhindert der Roboterarm. Der Chirurg bekommt eine spürbare Rückmeldung, wie er die Säge halten muss. Wenn das Ende des Knochens erreicht ist, stoppt die Säge automatisch. Das erfolgt so feinfühlig, dass man um die Bänder herumsägt, ohne sie zu berühren.

Die MAKOplasty® besteht aus drei Funktionseinheiten: Planungsstation, 3-D-Kamera zur Kontrolle der Patientenposition und Knochensäge mit Roboterarm.

Wie sieht dann das Ergebnis aus?

Das Ergebnis ist nicht weniger als die exakte Anpassung der Knieprothese an die individuelle Bandführung. Ein erfahrener Operateur schafft diese Perfektion vielleicht bei 5 Prozent seiner Operationen. Mit der MAKOplasty® kann er das nun bei jedem Kniegelenk erreichen.

Bei so viel Begeisterung – gibt es auch Risiken?

Natürlich gibt es auch Nachteile. Einer davon ist die Strahlenbelastung der Computertomografie, ohne die es aber nicht geht. Durch die zahlreichen Messschritte verlängert sich die OP-Zeit um etwa 20 Minuten. Der größte Nachteil ist jedoch die mangelnde Verbreitung des Systems in Deutschland. Während in den USA bereits mehr als 100 Chirurgen das künstliche Kniegelenk als MAKOplasty® einsetzen, hat in Deutschland nur das Orthopädische Krankenhaus Schloss Werneck die Methode im Routineeinsatz.

Was ist zu tun, wenn ein Patient wissen will, ob sein Knie für die MAKOplasty® geeignet ist?

Voraussetzungen sind ein Termin in unserer Zweitmeinungssprechstunde und die Computertomografie, die wir ebenfalls bei uns im Haus durchführen. In der Sprechstunde sehen wir auch viele Patienten, die als Alternative zur vollständigen Prothese mit einer Schlittenprothese versorgt werden können. Auch die Schlittenprothese passen wir mithilfe der MAKOplasty® individuell an die Bandführung unserer Patienten an.

aus ORTHOpress 3-2017

Weitere Informationen:

Orthopädisches Krankenhaus
Schloss WerneckSpezialklinik für Endoprothetik,
Orthopädie und Unfallchirurgie
EndoProthetikZentrum
der Maximalversorgung
Tel.: 09722 / 21 14 03
www.orthopaedie-werneck.de

VonRedaktion

Individuell statt einheitlich 

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Moderner Gelenkersatz an den großen Gelenken

Arthrose gehört zu den Volkskrankheiten. Das Risiko steigt mit fortschreitendem Alter, in Deutschland leidet nahezu die Hälfte aller Menschen im Alter von 70 bis 79 Jahren unter einer mehr oder weniger ausgeprägten Arthrose. Weltweit ist die Arthrose die häufigste Gelenkerkrankung im Erwachsenenalter. 

Diese Zahlen mögen sich erschreckend anhören, sie haben jedoch auch etwas Gutes: Aufgrund der Häufigkeit der Erkrankung wurde in den letzten Jahren viel geforscht und die Arthrosebehandlung entwickelt sich stetig weiter. So ist z. B. der Einsatz eines künstlichen Gelenks heutzutage längst nicht mehr so ein Rieseneingriff wie noch vor einigen Jahren. Dr. Martin Frömel aus Frankfurt, Spezialist für Gelenkersatz an Knie, Hüfte und Schulter, ist mit der Zeit gegangen. Er arbeitet nach einem Stufenmodell, bei dem zunächst der Gelenkerhalt eine wichtige Rolle spielt: „Bevor wir einem Patienten ein künstliches Gelenk einsetzen, wollen wir sichergehen, dass alle alternativen Behandlungsmethoden ausgeschöpft sind. Dazu gehören im Anfangsstadium einer Arthrose u. a. eine Gewichtsnormalisierung, Bewegungstherapie und Muskelaufbautraining. Reichen diese Verfahren nicht aus, kommen knorpelaufbauende Verfahren und die arthroskopische Gelenksanierung zum Einsatz. Erst wenn anschließend die Schmerzen weiter bestehen, ziehen wir die Möglichkeit in Betracht, das Gelenk zu ersetzen.“

Komplexes Kniegelenk

Haben sich Arzt und Patient auf die Notwendigkeit eines künstlichen Gelenks geeinigt, so stehen dem Patienten heutzutage moderne Endoprothesen-Systeme zur Auswahl. Dr. Frömel und sein Team prüfen sorgfältig, welche Prothese für den jeweiligen Patienten am geeignetsten ist. Denn nicht immer ist es notwendig, das komplette Gelenk zu ersetzen. Besteht der Knorpelverlust im Knie beispielsweise nur auf einer der beiden Oberschenkelkondylen, kann ggf. eine Teilprothese (Schlittenprothese) verwendet werden. Aber auch wenn das komplette Knie betroffen ist und eine Totalendoprothese eingesetzt werden muss, gilt es, je nach Größe, Geschlecht, Alter und körperlicher Verfassung des Patienten, das richtige Modell auszuwählen.

Vereinfachte Hüft-OP

„Auch im Bereich der Hüftendoprothetik hat sich in den letzten Jahren viel getan“, erklärt Dr. Frömel. „Während früher ausschließlich Langschaftprothesen eingesetzt wurden, entscheiden wir heute individuell, welche Art der Prothese der Patient benötigt. Bei jüngeren Patienten mit einer guten Knochenqualität entscheiden wir uns, wenn möglich, für eine sogenannte Kurzschaftprothese, deren Implantation mit weniger Knochenverlust verbunden ist als das Einsetzen einer herkömmlichen Langschaftprothese. Das ist von Vorteil, falls die Prothese im Laufe der Zeit noch einmal getauscht werden muss. Zudem kann der Einsatz vielfach minimalinvasiv erfolgen. Erste Langzeitergebnisse zeigen eine ebenso gute Haltbarkeit und Stabilität wie bei Langschaftprothesen. „Bei der OP-Technik versuchen wir, so gewebeschonend wie möglich vorzugehen, damit der Patient nach dem Eingriff schnell und ohne viel Kraftverlust wieder auf die Beine kommt“, so Dr. Frömel.

Seltener: die Schulterarthrose

Arthrose im Schultergelenk ist zwar seltener als eine Arthrose im Knie- oder Hüftgelenk, aber genauso schmerzhaft. „Wird ein künstliches Schultergelenk notwendig, prüfen wir zunächst, ob eine knochensparende Kappenprothese ausreicht. Dabei wird nicht das komplette Gelenk getauscht, sondern nur die Gelenkflächen ersetzt. Die Ergebnisse sind – anders als bei Hüftkappen – sehr gut“, meint Dr. Frömel. Kommt eine Kappenprothese nicht infrage, kann, bei intakter Rotatorenmanschette, mit einer schaftfreien Prothese gearbeitet werden. Bei irreversibel geschädigter Rotatorenmanschette besteht die Möglichkeit einer inversen Prothese, bei der Kopf und Pfanne quasi vertauscht sind. Dank dieser innovativen Entwicklung kann vielen Patienten ein Großteil ihrer Lebensqualität zurückgegeben werden.

An die Zukunft denken

Obwohl es sich bei modernen Prothesen um wahre Hightech-Modelle handelt, ist auch ihre Lebensdauer endlich. Nach 15 bis 20 Jahren müssen sie in der Regel getauscht werden. Grund hierfür ist ein Abrieb des Kunststoffinlays und / oder eine Lockerung der Prothese durch knöcherne Veränderungen. Die abgeriebenen Partikel können Entzündungen und einen Rückgang des Knochens verursachen. Deshalb ist es, gerade bei jüngeren Patienten, beim Ersteinsatz wichtig, so viel Knochen wie möglich zu erhalten, um bei einem Wechsel die neue Prothese wieder sicher verankern zu können.

OP und Nachsorge aus einer Hand

Als langjährig operativ tätiger Facharzt mit großer Erfahrung – insbesondere im Bereich der Gelenkchirurgie  – versorgt Dr. Frömel seine Patienten in allen Phasen der Therapie von der Eingangsuntersuchung über den Eingriff bis hin zur wichtigen Nachsorge durchgängig persönlich. Damit folgt er einem Behandlungskonzept, das in den USA bereits sehr verbreitet ist und eine optimale Betreuung des Patienten sicherstellt. Die Eingriffe selbst führt Dr. Frömel ambulant oder stationär in den renommiertesten Kliniken des Rhein-Main-Gebietes durch; für die Vor- und Nachsorge steht er in seinen Praxen in Frankfurt-Westend und Dietzenbach zur Verfügung.

aus ORTHOpress 3-2017

Weitere Informationen:

Orthopädische Praxis für Gelenkerkrankungen

Dr. med. Martin Frömel

Praxis Frankfurt-Westend:

Lindenstraße 42

60325 Frankfurt

 

Praxis Dietzenbach:

Babenhäuser Straße 29

63128 Dietzenbach

Klinik Maingau vom Roten Kreuz

Scheffelstraße 2 – 14

60318 Frankfurt am Main

Berger Klinik

Mainzer Landstraße 65

60329 Frankfurt am Main

Terminvereinbarung unter:

Tel.: 069 / 17 28 17

orthopaedie.frankfurt@yahoo.de

www.dr-froemel.de

VonBiermanski

Knieendoprothese

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Beidseitige Knieendoprothese in nur einer OP-Sitzung: Schnelle Rehabilitation

Die 60-jährige Krankenschwester Hanna Schmidt leidet unter schwerer Arthrose an beiden Kniegelenken und kann sich daher nur noch selten ohne Schmerzen fortbewegen. Früher ist sie eine begeisterte Triathletin gewesen – das einzige, was ihr heute davon geblieben ist, ist das Schwimmen: „Manchmal noch 2000 Meter am Tag“, lächelt sie tapfer. Sie weiß, dass ihr Leiden schon bald der Vergangenheit angehört, denn sie hat sich für einen beidseitigen Gelenkersatz entschieden. Der dazu notwendige Eingriff wird – und das ist eher eine Seltenheit in deutschen Kliniken –  in nur einer Operationssitzung durchgeführt werden. Dass dies heute möglich ist, ist verschiedenen Faktoren zu verdanken: Ausgefeilte Operationstechniken erlauben heute immer kürzere Eingriffe und eine geringstmögliche Traumatisierung des Patienten. ORTHOpress sprach in Berlin mit Dr. Masyar Rahmanzadeh aus der ­MEOCLINIC im Berliner Quartier 206 in der Friedrichstraße, der hier gemeinsam mit Prof. Dr. Rahim Rahmanzadeh, einem der Wegbereiter und weltweit erfahrensten Experten auf dem Gebiet des künstlichen Gelenkersatzes, das Internationale Zent­rum für Gelenk- und Knochenchirurgie leitet, eine Klinik, in der hochspezialisierte Experten für Hüft- Knie- und Fußchirurgie sowie Schulter-, Ellenbogen- und Wirbelsäulenchirurgie gemeinsam unter einem Dach tätig sind. weiterlesen