Schlagwort-Archiv Schlittenprothese

VonStefanie Zerres

Die Endoprothetik an Hüfte und Knie

Eine neue Hüfte, ein neues Knie, eine neue Schulter – was für unsere Großeltern noch faszinierendes Neuland der Medizin war, ist heute so selbstverständlich wie der Umgang mit Smart-phones oder Internetbanking. Und dabei geht die Technik immer weiter: Hatte der Operateur in den 1970er-Jahren die Wahl zwischen zwei oder drei Standardprothesen, so gibt es heute eine schier endlose Fülle an Produkten und damit für (fast) jedes Problem eine Lösung aus dem Baukasten.  weiterlesen

VonRedaktion

Schlittenprothese bei Kniearthrose

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Es muss nicht immer der Totalersatz sein

Das Knie ist ein vielbelastetes und zudem komplexes Gelenk. Bei degenerativen Veränderungen, die nicht mehr mit konservativen Methoden zufriedenstellend behandelbar sind, sollte dem Rechnung getragen werden. Eine der Möglichkeiten dazu ist die Schlittenprothese. Welche Vorteile diese hat, erklärt im Gespräch der Chefarzt des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie im HELIOS Klinikum Berlin-Buch, Prof. Dr. Daniel Kendoff.

Herr Prof. Kendoff, wobei handelt es sich bei der sogenannten Schlittenprothese und bei welcher Art der Gelenkschädigung am Knie wird sie eingesetzt?

Prof. Kendoff: Die Schlittenprothese ist ein Teil-Oberflächenersatz, der eingesetzt werden kann, wenn sich der Knorpelschaden auf einen isolierten Abschnitt des Gelenks beschränkt. Das kann die äußere oder die innere Gelenkfläche sein, wobei letztere aufgrund von Beinfehlstellungen häufiger betroffen ist. Außerdem sollte das vordere Kreuzband noch intakt sein und eine gute Restbeweglichkeit bestehen. Bei gut 30 Prozent der von Kniearthrose betroffenen Patienten sind diese Voraussetzungen erfüllt und sie können von den Vorteilen der Prothese profitieren.

Welche Vorteile sind das?

Prof. Kendoff: Die Schlittenprothese ist eine kleine Endoprothese und kann minimalinvasiv eingesetzt werden. Der dazu benötigte Hautschnitt ist im Vergleich zur Operation bei einer Totalendoprothese halb so groß. Vor allem aber ist der Eingriff weniger belastend. Sowohl der Blutverlust und das Risiko einer Infektion als auch die postoperativen Schmerzen sind geringer. Somit kann der Wiedereinstieg in den Alltag schneller erfolgen. Von großem Vorteil ist weiterhin, dass nur wenig Knochen reseziert werden muss. Dadurch bestehen genügend Verankerungsmöglichkeiten und damit gute Voraussetzungen, falls ein Wechseleingriff erfolgen muss. Dies kann unter günstigen Voraussetzungen nach einer Standzeit von bis zu 20 Jahren der Fall sein. Außerdem ist das Empfinden der Patienten für ihr neues Gelenk – die Propriozeption – bei der Schlittenprothese im Vergleich zum Oberflächenersatz besser.

Im Röntgenbild: vordere Ansicht einer Schlittenprothese

Gibt es eine bestimmte Altersgrenze für die Schlittenprothese?

Prof. Kendoff: Nein, allein bei starker Osteoporose, also bei schlechter Knochenqualität, setzt man sie nicht ein. Ältere Patienten ziehen einen Vorteil aus dem minimalinvasiven Einsatz einer Schlittenprothese, weil es kein großer Eingriff ist und sie keiner längeren Immobilität ausgesetzt sind. Meistens sind die Patienten, die sich für den Eingriff eignen, allerdings jünger, wenn nicht beide Oberschenkelkondylen von der Arthrose betroffen sind. Häufig kommt es auch durch Verletzungen zu solch isolierten Knorpelschäden.

Wie schnell ist die Mobilität wieder gegeben? Ist die Sportfähigkeit mit einer Schlittenprothese eingeschränkt?

Prof. Kendoff: Bereits am Tag nach der Operation stehen sie unter Anleitung im Krankenzimmer auf. Nach vier bis fünf Tagen können die Patienten wieder nach Hause. Die Ansprüche an das Kunstgelenk sind nach der Heilung natürlich sehr unterschiedlich. Aber bis auf Kontaktsportarten können mit der Schlittenprothese alle gewünschten Aktivitäten aufgenommen werden.

Neben der Schlittenprothese, die Sie mit ca. 80 Fällen im Jahr recht häufig einsetzen, wenden Sie bei einer Arthrose, die nur die Kniescheibe betrifft, eine andere spezielle Endoprothese an.

Prof. Kendoff: Genau, die Endoprothese für das patellofemorale Gelenk, das aus der Kniescheibe und der Oberschenkelrolle besteht, bietet die Möglichkeit, nur den Gelenkanteil zu ersetzen, der geschädigt ist. Dies tritt vergleichsweise selten auf, ist für die betroffenen Patienten aber eine gute Lösung.

aus ORTHOpress 3-2016

Weitere Informationen:

Prof. Dr. med. Daniel Kendoff

Chefarzt / Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie

HELIOS Klinikum Berlin-Buch

Schwanebecker Chaussee 50

13125 Berlin

Tel.: 030 / 94 01 - 523 00

Daniel.Kendoff@helios-kliniken.de

www.helios-kliniken.de

VonRedaktion

Gelenkersatz heute

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Knie, Hüfte, Schulter

Bei degenerativen Veränderungen an Gelenken gilt es, diese so lange wie möglich zu erhalten. Dafür stehen verschiedene konservative Therapien zur Verfügung. Doch wenn diese ausgeschöpft sind und die Lebensqualität der Betroffenen sehr leidet, stehen heute verschiedene Möglichkeiten des Gelenkersatzes zur Verfügung. Der Orthopäde Dr. Martin Frömel aus Frankfurt, dessen Spezialgebiet der Gelenkersatz an Knie, Hüfte und Schulter ist, weiß, wann welche Methode angezeigt ist.

Am häufigsten tritt eine einschränkende Arthrose an gewichtstragenden Gelenken wie Knie und Hüfte auf. Dort ist der puffernde und schützende Knorpel nicht nur der Bewegung ausgesetzt, sondern auch dem Körpergewicht, das sie tragen müssen. Außerdem können Fehlstellungen wie X- oder O-Beine sowohl an Knie- als auch an Hüftgelenken Schaden anrichten, wie Dr. Frömel bestätigt: „Wenn Belastungen einseitig auf ein Gelenk wirken, begünstigt das Abnutzungsprozesse. Ebenso können unerkannte Knorpelschäden durch Verletzungen später zu einem vorzeitigen Knorpelrückgang führen.“

Spezielle Lösungen für die komplexe Anatomie des Knies

Am Kniegelenk kann es an verschiedenen Stellen zu einer Arthrose kommen, da hier eine komplexe Anatomie vorliegt. Das Gelenk wird gebildet aus der Oberschenkelrolle und dem Schienbeinknochen. Gehalten werden die Gelenkpartner von starken Bändern. Da jeder Körper anders ist, muss bei der Diagnosestellung eine differenzierte Analyse stattfinden. Im Anschluss behandelt Dr. Frömel nach einem Stufenmodell. Dieses beinhaltet nach der Befunderhebung auch Maßnahmen wie Gewichtsnormalisierung, Bewegungstherapie und Muskeltraining, knorpelaufbauende Verfahren und die arthroskopische Gelenksanierung. Letzte und sechste Stufe ist dann bei weiterhin bestehenden Schmerzen der Gelenkersatz. Doch hierbei handelt es sich nicht um nur eine mögliche Option, wie Dr. Frömel erklärt: „Moderne Endoprothesen-Systeme ermöglichen eine individuelle Anpassung. D. h. es muss nicht immer gleich das ganze Gelenk ersetzt werden. Außerdem kann mit dem passenden Kunstgelenk die natürliche Anatomie nachgebildet werden, sodass eine gute Funktionalität erreicht wird. So kann beispielsweise eine sogenannte Schlittenprothese genutzt werden, wenn der Knorpelverlust auf nur einer der beiden Oberschenkelkondylen besteht. Doch auch die modernen Totalendoprothesen erhalten die Funktionalität und Anatomie. Dabei wird – entweder mit oder ohne Ersatz der Kniescheibe – das obere Ende des Schienbeins und das untere Ende des Oberschenkelknochens ersetzt. Dafür kann aus verschiedenen Prothesenmodellen ausgewählt werden, um die Größen und Geschlechtsunterschiede der Patienten zu berücksichtigen.“

Hüfte: große Knochenresektionen nicht immer notwendig

Auch bei der Hüftendoprothetik gibt es heute verschiedene Möglichkeiten hinsichtlich der Implantate und der chirurgischen Techniken. Noch vor einigen Jahren waren sogenannte Langschaftprothesen, bei denen die Resektion des Hüftkopfes und somit ein größerer Knochenverlust notwendig ist, generell üblich. Abhängig vom Arthrosestadium können heute aber auch andere Systeme verwendet werden, wie Dr. Frömel erklärt: „Kurzschaftprothesen sind ebenso stabil wie solche mit längerem Schaft. Die Implantation ist aber mit weniger Knochenverlust verbunden und kann in vielen Fällen sogar minimalinvasiv erfolgen.“

Gute Voraussetzungen für eine mögliche Revision schaffen

Sowohl am Knie als auch an der Hüfte kann es insbesondere bei jüngeren Patienten nach einer gewissen Zeit notwendig werden, die Prothese zu wechseln. Denn trotz der guten Werkstoffe ist die Standzeit mit ca. 15 bis 20 Jahren endlich. Dr. Frömel erklärt: „Zum einen sind jüngere Patienten aktiver, d. h. das Implantat ist mehr Belastungen ausgesetzt. Und zum anderen erfolgen natürlicherweise mit der Zeit am Implantatsaum knöcherne Veränderungen. Wenn dabei die Aktivität der knochenabbauenden Zellen überwiegt, kann es zu einer Lockerung kommen. Ein weiterer Grund dafür kann der Abrieb des Kunststoffinlays sein. Die mikroskopisch kleinen Partikel können Entzündungen und damit Knochenrückgang verursachen. In diesen Fällen ist eine Wechseloperation angezeigt. Für die großen Gelenke stehen dafür die entsprechenden Prothesen zur Verfügung. Je mehr Knochen dann noch vorhanden ist, desto besser kann die Revisionsprothese verankert werden. Daher sind moderne Prothesen, bei denen bereits der Ersteinsatz so knochensparend wie möglich erfolgt, vorteilhaft.“

 

Nach dem Gelenkersatz: Muskulatur stärken

Viele Patienten mit Arthrose im fortgeschrittenen Stadium erleben mit der Endoprothese eine neues Gefühl der Beschwerdefreiheit. Durch schonende Operationsverfahren – viele Endoprothesen können minimalinvasiv eingebracht werden, wobei Muskeln und Weichteile möglichst wenig beeinträchtigt werden – verläuft die Rehabilitation häufig auch schneller. Dies sollten die Patienten nutzen, um wieder aktiver zu werden, wie Dr. Frömel empfiehlt: „Muskulatur frühzeitig wieder aufzubauen ist wichtig, um das neue Gelenk stabil zu halten. Viele Sportarten sind auch mit Endoprothese möglich, insbesondere, wenn der Patient schon Erfahrungen darin hat und die Bewegungsabläufe kennt. Dazu beraten wir unsere Patienten gern.“

aus ORTHOpress 4-2016

Weitere Informationen:

Orthopädische Praxis für Gelenkerkrankungen

Dr. med. Martin Frömel

Praxis Frankfurt-Westend:

Lindenstraße 42

60325 Frankfurt

Praxis Dietzenbach:

Babenhäuser Straße 29

63128 Dietzenbach

Anmeldung unter:

Tel.: 069 / 17 28 17

orthopaedie.frankfurt@yahoo.de

Wenn Sie mehr über uns erfahren möchten, besuchen Sie auch unsere neue Homepage www.dr-froemel.de

VonRedaktion

Für jeden das richtige Knie

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Die passende Endoprothese vom Spezialisten

Jeder Mensch ist individuell verschieden – das gilt nicht nur für Gesicht oder Fingerabdruck, sondern auch für unseren Knochenbau. Glücklicherweise wird immer häufiger auch in der Endoprothetik dieser Tatsache Rechnung getragen: Neben Prothesen, die gezielt nur den verschlissenen Teil des Gelenks ersetzen, gibt es inzwischen sogar Gelenkersatz, der für jeden Menschen maßgeschneidert wird. Der Orthopäde und Unfallchirurg Dr. Markus Bachmeier verfügt über eine langjährige Erfahrung mit den bewährten wie auch den modernsten Prothesen und erklärt, welche Unterschiede es gibt.

Herr Dr. Bachmeier, wann benötigt man eine Knieprothese?

Dr. Bachmeier: Wenn die Schmerzen, die durch eine arthrotische Veränderung der Gelenkfläche hervorgerufen werden, so stark sind, dass sie nicht mehr durch konservative Behandlungsmethoden beherrschbar sind. Dabei ist das Schmerzempfinden durchaus unterschiedlich: Deshalb operieren wir keine „Röntgenbilder“ – manche Menschen leben jahrelang bei mäßigem Schmerz mit einem stark verschlissenen Knie.

Dabei gibt es heute die Möglichkeit, nicht das ganze Knie, sondern nur einen Teil der Oberfläche zu ersetzen. Wie muss man sich das vorstellen?

Dr. Bachmeier: Bei der sogenannten Schlittenprothese wird nur die vom Knorpelabrieb betroffene – in der Regel die mediale – Lauffläche ersetzt. Dies bringt erhebliche Vorteile mit sich, da weder die Kniescheibe zur Seite geklappt werden muss noch umliegende Muskeln und Bänder überdehnt werden müssen. Meist ist nur ein wenige Zentimeter langer Schnitt nötig, was den Eingriff zu einer echten minimalinvasiven Operation macht.

Was ist, wenn nicht nur eine Lauffläche betroffen ist?

Dr. Bachmeier: Die häufigste Form der Knieprothetik ist heute der „Doppelschlitten“, welcher beide Gelenkkondylen ersetzt. Auch hier verwende ich eine gewebeschonende minimalinvasive Operationstechnik und durch eine Vielzahl unterschiedlich großer femoraler und tibialer Komponenten ist es dabei möglich, fast alle Erfordernisse der Knieendoprothetik abzudecken. Steht überhaupt keine Bandführung für das Kunstgelenk mehr zur Verfügung, so kann auch auf eine achsgeführte Prothese zurückgegriffen werden. Auch diese Prothesen erlauben heute ein hohes Maß an Mobilität und Sicherheit, sodass die Patienten ein aktives Leben praktisch ohne Einschränkungen führen können.

Neu sind jetzt die CAD-CAM-Prothesen, die für jeden Patienten individuell angefertigt werden. Was bringt ein solcher „Gelenkersatz nach Maß“?

Dr. Bachmeier: Eine CAD-CAM-Prothese wird nach einer CT in der Tat maßgefertigt und ersetzt in Form und Funktion genau den verschlissenen Teil des Gelenks, welchen der Operateur während des Eingriffs entfernt. So geht nur sehr wenig Knochen verloren; darüber hinaus wird ein Fremdkörpergefühl praktisch völlig vermieden, weil die Gelenkflächen ja exakt wie früher beim Originalgelenk nachgebildet werden.

Für welche Patienten kommt eine solche CAD-CAM-Prothese infrage?

Dr. Bachmeier: Durch die Wiederherstellung der ursprünglichen Anatomie werden bewusst jüngere und sportlich anspruchsvolle Patienten angesprochen, die eine hohe Funktionalität ihres Knies in allen Lebensbereichen benötigen. Voraussetzung sind intakte Bandstabilitäten und kein größerer Knochenverlust am Kniegelenk. Den größten Vorteil spielt die Individualendoprothese dabei natürlich bei denen aus, deren Gelenk noch nicht komplett verschlissen ist und die sich auch vor der Operation eine große Aktivität bewahrt haben.

Insgesamt sehen wir nach dem Kniegelenkersatz regelmäßig einen großen Zugewinn an Lebensqualität.

Herr Dr. Bachmeier, vielen Dank für Ihre Ausführungen!

aus ORTHOpress 1-2017

Weitere Informationen:

Dr. Markus Bachmeier

Hotterstraße 13

80331 München

Tel.: 089 / 24 20 37 10

info@praxis-bachmeier.de

www.praxis-bachmeier.de

VonRedaktion

Individuell statt einheitlich 

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Moderner Gelenkersatz an den großen Gelenken

Arthrose gehört zu den Volkskrankheiten. Das Risiko steigt mit fortschreitendem Alter, in Deutschland leidet nahezu die Hälfte aller Menschen im Alter von 70 bis 79 Jahren unter einer mehr oder weniger ausgeprägten Arthrose. Weltweit ist die Arthrose die häufigste Gelenkerkrankung im Erwachsenenalter. 

Diese Zahlen mögen sich erschreckend anhören, sie haben jedoch auch etwas Gutes: Aufgrund der Häufigkeit der Erkrankung wurde in den letzten Jahren viel geforscht und die Arthrosebehandlung entwickelt sich stetig weiter. So ist z. B. der Einsatz eines künstlichen Gelenks heutzutage längst nicht mehr so ein Rieseneingriff wie noch vor einigen Jahren. Dr. Martin Frömel aus Frankfurt, Spezialist für Gelenkersatz an Knie, Hüfte und Schulter, ist mit der Zeit gegangen. Er arbeitet nach einem Stufenmodell, bei dem zunächst der Gelenkerhalt eine wichtige Rolle spielt: „Bevor wir einem Patienten ein künstliches Gelenk einsetzen, wollen wir sichergehen, dass alle alternativen Behandlungsmethoden ausgeschöpft sind. Dazu gehören im Anfangsstadium einer Arthrose u. a. eine Gewichtsnormalisierung, Bewegungstherapie und Muskelaufbautraining. Reichen diese Verfahren nicht aus, kommen knorpelaufbauende Verfahren und die arthroskopische Gelenksanierung zum Einsatz. Erst wenn anschließend die Schmerzen weiter bestehen, ziehen wir die Möglichkeit in Betracht, das Gelenk zu ersetzen.“

Komplexes Kniegelenk

Haben sich Arzt und Patient auf die Notwendigkeit eines künstlichen Gelenks geeinigt, so stehen dem Patienten heutzutage moderne Endoprothesen-Systeme zur Auswahl. Dr. Frömel und sein Team prüfen sorgfältig, welche Prothese für den jeweiligen Patienten am geeignetsten ist. Denn nicht immer ist es notwendig, das komplette Gelenk zu ersetzen. Besteht der Knorpelverlust im Knie beispielsweise nur auf einer der beiden Oberschenkelkondylen, kann ggf. eine Teilprothese (Schlittenprothese) verwendet werden. Aber auch wenn das komplette Knie betroffen ist und eine Totalendoprothese eingesetzt werden muss, gilt es, je nach Größe, Geschlecht, Alter und körperlicher Verfassung des Patienten, das richtige Modell auszuwählen.

Vereinfachte Hüft-OP

„Auch im Bereich der Hüftendoprothetik hat sich in den letzten Jahren viel getan“, erklärt Dr. Frömel. „Während früher ausschließlich Langschaftprothesen eingesetzt wurden, entscheiden wir heute individuell, welche Art der Prothese der Patient benötigt. Bei jüngeren Patienten mit einer guten Knochenqualität entscheiden wir uns, wenn möglich, für eine sogenannte Kurzschaftprothese, deren Implantation mit weniger Knochenverlust verbunden ist als das Einsetzen einer herkömmlichen Langschaftprothese. Das ist von Vorteil, falls die Prothese im Laufe der Zeit noch einmal getauscht werden muss. Zudem kann der Einsatz vielfach minimalinvasiv erfolgen. Erste Langzeitergebnisse zeigen eine ebenso gute Haltbarkeit und Stabilität wie bei Langschaftprothesen. „Bei der OP-Technik versuchen wir, so gewebeschonend wie möglich vorzugehen, damit der Patient nach dem Eingriff schnell und ohne viel Kraftverlust wieder auf die Beine kommt“, so Dr. Frömel.

Seltener: die Schulterarthrose

Arthrose im Schultergelenk ist zwar seltener als eine Arthrose im Knie- oder Hüftgelenk, aber genauso schmerzhaft. „Wird ein künstliches Schultergelenk notwendig, prüfen wir zunächst, ob eine knochensparende Kappenprothese ausreicht. Dabei wird nicht das komplette Gelenk getauscht, sondern nur die Gelenkflächen ersetzt. Die Ergebnisse sind – anders als bei Hüftkappen – sehr gut“, meint Dr. Frömel. Kommt eine Kappenprothese nicht infrage, kann, bei intakter Rotatorenmanschette, mit einer schaftfreien Prothese gearbeitet werden. Bei irreversibel geschädigter Rotatorenmanschette besteht die Möglichkeit einer inversen Prothese, bei der Kopf und Pfanne quasi vertauscht sind. Dank dieser innovativen Entwicklung kann vielen Patienten ein Großteil ihrer Lebensqualität zurückgegeben werden.

An die Zukunft denken

Obwohl es sich bei modernen Prothesen um wahre Hightech-Modelle handelt, ist auch ihre Lebensdauer endlich. Nach 15 bis 20 Jahren müssen sie in der Regel getauscht werden. Grund hierfür ist ein Abrieb des Kunststoffinlays und / oder eine Lockerung der Prothese durch knöcherne Veränderungen. Die abgeriebenen Partikel können Entzündungen und einen Rückgang des Knochens verursachen. Deshalb ist es, gerade bei jüngeren Patienten, beim Ersteinsatz wichtig, so viel Knochen wie möglich zu erhalten, um bei einem Wechsel die neue Prothese wieder sicher verankern zu können.

OP und Nachsorge aus einer Hand

Als langjährig operativ tätiger Facharzt mit großer Erfahrung – insbesondere im Bereich der Gelenkchirurgie  – versorgt Dr. Frömel seine Patienten in allen Phasen der Therapie von der Eingangsuntersuchung über den Eingriff bis hin zur wichtigen Nachsorge durchgängig persönlich. Damit folgt er einem Behandlungskonzept, das in den USA bereits sehr verbreitet ist und eine optimale Betreuung des Patienten sicherstellt. Die Eingriffe selbst führt Dr. Frömel ambulant oder stationär in den renommiertesten Kliniken des Rhein-Main-Gebietes durch; für die Vor- und Nachsorge steht er in seinen Praxen in Frankfurt-Westend und Dietzenbach zur Verfügung.

aus ORTHOpress 3-2017

Weitere Informationen:

Orthopädische Praxis für Gelenkerkrankungen

Dr. med. Martin Frömel

Praxis Frankfurt-Westend:

Lindenstraße 42

60325 Frankfurt

 

Praxis Dietzenbach:

Babenhäuser Straße 29

63128 Dietzenbach

Klinik Maingau vom Roten Kreuz

Scheffelstraße 2 – 14

60318 Frankfurt am Main

Berger Klinik

Mainzer Landstraße 65

60329 Frankfurt am Main

Terminvereinbarung unter:

Tel.: 069 / 17 28 17

orthopaedie.frankfurt@yahoo.de

www.dr-froemel.de