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VonStefanie Zerres

Dem Atlas und dem Axis Aufmerksamkeit schenken

Der beweglichste Teil der Wirbelsäule ist die Halswirbelsäule. Daher kann der Kopf, der das Ende darstellt bzw. von der Halswirbelsäule getragen wird, sich nach vorn und zurück neigen. Auch die Dreh-bewegung beim Blick über die Schulter ist durch diese Flexibilität möglich. weiterlesen

VonRedaktion

Gelenkersatz heute

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Knie, Hüfte, Schulter

Bei degenerativen Veränderungen an Gelenken gilt es, diese so lange wie möglich zu erhalten. Dafür stehen verschiedene konservative Therapien zur Verfügung. Doch wenn diese ausgeschöpft sind und die Lebensqualität der Betroffenen sehr leidet, stehen heute verschiedene Möglichkeiten des Gelenkersatzes zur Verfügung. Der Orthopäde Dr. Martin Frömel aus Frankfurt, dessen Spezialgebiet der Gelenkersatz an Knie, Hüfte und Schulter ist, weiß, wann welche Methode angezeigt ist.

Am häufigsten tritt eine einschränkende Arthrose an gewichtstragenden Gelenken wie Knie und Hüfte auf. Dort ist der puffernde und schützende Knorpel nicht nur der Bewegung ausgesetzt, sondern auch dem Körpergewicht, das sie tragen müssen. Außerdem können Fehlstellungen wie X- oder O-Beine sowohl an Knie- als auch an Hüftgelenken Schaden anrichten, wie Dr. Frömel bestätigt: „Wenn Belastungen einseitig auf ein Gelenk wirken, begünstigt das Abnutzungsprozesse. Ebenso können unerkannte Knorpelschäden durch Verletzungen später zu einem vorzeitigen Knorpelrückgang führen.“

Spezielle Lösungen für die komplexe Anatomie des Knies

Am Kniegelenk kann es an verschiedenen Stellen zu einer Arthrose kommen, da hier eine komplexe Anatomie vorliegt. Das Gelenk wird gebildet aus der Oberschenkelrolle und dem Schienbeinknochen. Gehalten werden die Gelenkpartner von starken Bändern. Da jeder Körper anders ist, muss bei der Diagnosestellung eine differenzierte Analyse stattfinden. Im Anschluss behandelt Dr. Frömel nach einem Stufenmodell. Dieses beinhaltet nach der Befunderhebung auch Maßnahmen wie Gewichtsnormalisierung, Bewegungstherapie und Muskeltraining, knorpelaufbauende Verfahren und die arthroskopische Gelenksanierung. Letzte und sechste Stufe ist dann bei weiterhin bestehenden Schmerzen der Gelenkersatz. Doch hierbei handelt es sich nicht um nur eine mögliche Option, wie Dr. Frömel erklärt: „Moderne Endoprothesen-Systeme ermöglichen eine individuelle Anpassung. D. h. es muss nicht immer gleich das ganze Gelenk ersetzt werden. Außerdem kann mit dem passenden Kunstgelenk die natürliche Anatomie nachgebildet werden, sodass eine gute Funktionalität erreicht wird. So kann beispielsweise eine sogenannte Schlittenprothese genutzt werden, wenn der Knorpelverlust auf nur einer der beiden Oberschenkelkondylen besteht. Doch auch die modernen Totalendoprothesen erhalten die Funktionalität und Anatomie. Dabei wird – entweder mit oder ohne Ersatz der Kniescheibe – das obere Ende des Schienbeins und das untere Ende des Oberschenkelknochens ersetzt. Dafür kann aus verschiedenen Prothesenmodellen ausgewählt werden, um die Größen und Geschlechtsunterschiede der Patienten zu berücksichtigen.“

Hüfte: große Knochenresektionen nicht immer notwendig

Auch bei der Hüftendoprothetik gibt es heute verschiedene Möglichkeiten hinsichtlich der Implantate und der chirurgischen Techniken. Noch vor einigen Jahren waren sogenannte Langschaftprothesen, bei denen die Resektion des Hüftkopfes und somit ein größerer Knochenverlust notwendig ist, generell üblich. Abhängig vom Arthrosestadium können heute aber auch andere Systeme verwendet werden, wie Dr. Frömel erklärt: „Kurzschaftprothesen sind ebenso stabil wie solche mit längerem Schaft. Die Implantation ist aber mit weniger Knochenverlust verbunden und kann in vielen Fällen sogar minimalinvasiv erfolgen.“

Gute Voraussetzungen für eine mögliche Revision schaffen

Sowohl am Knie als auch an der Hüfte kann es insbesondere bei jüngeren Patienten nach einer gewissen Zeit notwendig werden, die Prothese zu wechseln. Denn trotz der guten Werkstoffe ist die Standzeit mit ca. 15 bis 20 Jahren endlich. Dr. Frömel erklärt: „Zum einen sind jüngere Patienten aktiver, d. h. das Implantat ist mehr Belastungen ausgesetzt. Und zum anderen erfolgen natürlicherweise mit der Zeit am Implantatsaum knöcherne Veränderungen. Wenn dabei die Aktivität der knochenabbauenden Zellen überwiegt, kann es zu einer Lockerung kommen. Ein weiterer Grund dafür kann der Abrieb des Kunststoffinlays sein. Die mikroskopisch kleinen Partikel können Entzündungen und damit Knochenrückgang verursachen. In diesen Fällen ist eine Wechseloperation angezeigt. Für die großen Gelenke stehen dafür die entsprechenden Prothesen zur Verfügung. Je mehr Knochen dann noch vorhanden ist, desto besser kann die Revisionsprothese verankert werden. Daher sind moderne Prothesen, bei denen bereits der Ersteinsatz so knochensparend wie möglich erfolgt, vorteilhaft.“

 

Nach dem Gelenkersatz: Muskulatur stärken

Viele Patienten mit Arthrose im fortgeschrittenen Stadium erleben mit der Endoprothese eine neues Gefühl der Beschwerdefreiheit. Durch schonende Operationsverfahren – viele Endoprothesen können minimalinvasiv eingebracht werden, wobei Muskeln und Weichteile möglichst wenig beeinträchtigt werden – verläuft die Rehabilitation häufig auch schneller. Dies sollten die Patienten nutzen, um wieder aktiver zu werden, wie Dr. Frömel empfiehlt: „Muskulatur frühzeitig wieder aufzubauen ist wichtig, um das neue Gelenk stabil zu halten. Viele Sportarten sind auch mit Endoprothese möglich, insbesondere, wenn der Patient schon Erfahrungen darin hat und die Bewegungsabläufe kennt. Dazu beraten wir unsere Patienten gern.“

aus ORTHOpress 4-2016

Weitere Informationen:

Orthopädische Praxis für Gelenkerkrankungen

Dr. med. Martin Frömel

Praxis Frankfurt-Westend:

Lindenstraße 42

60325 Frankfurt

Praxis Dietzenbach:

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63128 Dietzenbach

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