Kälte lässt den Blutdruck ansteigen

Hohe Werte im Winter sollten beachtet und behandelt werden

Wenn in den Wintermonaten die Temperaturen sinken, steigt zugleich unser Blutdruck an. Wie aus einer Mitteilung des Berufsverbandes Deutscher Internisten hervorgeht, liegen die Blutdruckwerte in der kalten Jahreszeit in der Regel höher als im Sommer. Dies gelte sowohl für jüngere als auch ältere Menschen und sowohl für Gesunde als auch Patienten mit Bluthochdruck. Eine Studie französischer Wissenschaftler kommt dagegen zu dem Ergebnis, dass vor allem ältere Menschen betroffen seien. Demnach steigt der obere Wert bei über 80-Jährigen durchschnittlich um 5,1 mmHg an, wenn die Temperaturen um 15 Grad sinken. Wird es dann wieder wärmer, kommt es dagegen zu einer deutlichen Blutdrucksenkung.

Durch diese Ergebnisse sehen sich Mediziner darin bestätigt, Patienten mit Bluthochdruck im Winter besonders sorgfältige Messungen zu empfehlen. Bei Bedarf sollten sie – in Absprache mit ihrem Arzt – die blutdrucksenkende Medikation entsprechend anpassen. Zur Unterstützung sei es hilfreich, auf einen ausreichenden Magnesiumspiegel zu achten.

Forscher weisen auch auf die Gefahren hin, die Hypertonie-Patienten in kalten, schlecht geheizten Räumen drohen. So sei der morgendliche Anstieg des Blutdrucks bei älteren Hypertonikern wesentlich stärker als bei Gesunden. Es sei daher wichtig, auch im Winter ausreichend zu heizen.