Was Knochen hilft, stark zu bleiben

Nährstofftherapie gezielt einsetzen

Die Osteoporose ist in unseren Breiten fast zu einer Volkskrankheit geworden, die vor allem Frauen nach den Wechseljahren betrifft. Ihr sollte zukünftig mehr Beachtung geschenkt werden, denn durch eine konsequente Vorbeugung kann dieser gefürchtete Knochenmasseabbau verhindert werden. Aber auch schon eingetretene Minderungen der Knochendichte können mit vernünftigen Maßnahmen zumindest aufgehalten werden. Der Knochen ist ja kein einmal gebildetes Gerüst, das bis ans Lebensende unverändert steht. Er unterliegt vielmehr einem ständigen Umbau durch Knochen aufbauende Zellen (Osteoblasten) und Knochen abbauende Zellen (Osteoklasten). Neueste Forschungen weisen nach, dass der Knochen viel stärker in die allgemeinen Stoffwechselvorgänge einbezogen ist, als man bisher vermutet hat. 

Spricht man von Knochendichte und Osteoporose, so wird meist in einem Atemzug auch Calcium genannt. Dies ist sicherlich nicht ganz verkehrt. Untersuchungen haben aber gezeigt, dass Calcium und Vitamin D allein nicht ausreichen, um den Knochen vor Osteoporose zu schützen. Darauf weist Prof. Dr. rer.nat. Jürgen Vormann, Leiter des Ernährungswissenschaftlichen Instituts in Ismaning hin. „Neben den bekannten Knochen schützenden Stoffen wie Calcium, Magnesium und Vitamin D spielen Vitamin K, Vitamin B6 und die Spurenelemente Zink, Kupfer und Mangan eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel. Vor allem das Zusammenspiel dieser Nährstoffe ist wichtig für die Stabilität des Knochens.“ Gerade die Spurenelemente sind in ihrer Bedeutung für den Knochenstoffwechsel bisher vielfach noch zu wenig bedacht worden. 

Der Stoffwechsel darf nicht sauer sein

Um die Zufuhr aller benötigter Stoffe sicher zu stellen, bedarf es einer ausgewogenen Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Getreide. Unsere Ernährung enthält dagegen in der Regel zu viel tierisches Eiweiß, das leicht zu einer Übersäuerung des Stoffwechsels führt. Diese überschüssigen Säuren müssen über die Nieren ausgeschieden werden. Die Fähigkeit dazu sinkt aber mit zunehmendem Alter ab. Langfristig führt dieser Säureüberschuss zur Entmineralisierung des Knochens, da die Mineralstoffe des Knochens die Säuren abpuffern, was langfristig dann zu einem Knochenabbau führt. Untersuchungen haben demzufolge auch nachweisen können, dass ein höherer Basengehalt in der Nahrung mit einer höheren Knochendichte verbunden ist. 

Kleine Bohne – große Wirkung

Seit vielen Jahren ist bekannt, dass weibliche Hormone, besonders die Östrogene, einen Einfluss auf die Knochendichte haben. An den genauen Zusammenhängen forschen die Wissenschaftler aber immer noch. Viele Frauen möchten jedoch wegen der mit einer längeren Einnahme von Östrogenen verbundenen möglichen Nebenwirkungen keine Hormone einnehmen. Nun hat man festgestellt, dass Asiatinnen sehr viel seltener an Osteoporose erkranken als Europäerinnen oder Amerikanerinnen. Zurückgeführt wird dies auf die hohe Zufuhr an Phytoöstrogenen – östrogenähnliche Stoffe aus Pflanzen – die vor allem in Soja enthalten sind. Diese auch Isoflavone genannten Stoffe sollen den Knochen genau so wie Östrogene vor Osteoporose schützen. Sie können auch als Ergänzung zur Nahrung gezielt zugeführt werden z. B. mit Trophosan-Osteobalance, das in Apotheken erhältlich ist und neben den Sofa-Isoflavonen auch alle für den Knochenstoffwechsel wichtigen Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine sowie die notwendigen basische Stoffe enthält. 

Allerdings muss auch die beste Ernährung und Nahrungsergänzung immer durch eine ausreichende Bewegung ergänzt werden, denn körperliche Anstrengung kräftigt nicht nur die Muskeln, sondern auch die Knochen. 

 

aus ORTHOpress 2 | 2002
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