Osteoporose: Immer sicher auf den Beinen

Im September haben sich in Trois-Epis im Elsass führende Forscher und Wissenschaftler zu einem Osteoporose-Workshop getroffen. Sie berieten unter anderem über Vorbeugung und Therapie der Osteoporose und diskutierten über den Stellenwert der Ernährung und verschiedener Medikamente. So kontrovers auch einiges beurteilt wurde – in einem Punkt waren sich die Spezialisten einig: Grundlage jeder Osteoporose-Therapie sollte – neben einer Reduzierung der Risikofaktoren – immer eine kombinierte Gabe von Calcium und Vitamin D3 sein. 

Calcium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der an vielen Körperfunktionen beteiligt ist. Er ist in großen Mengen im Knochen eingelagert und sorgt dort für Härte und Stabilität. Wenn nicht genügend Calcium mit der Nahrung aufgenommen wird, so zieht der Körper Calcium aus den Knochen heraus. Folge: Sie werden brüchig. Damit aber Calcium überhaupt in die Knochen eingelagert werden kann, ist Vitamin D nötig. Mit seiner Hilfe wird das Calcium in die Knochen eingeschleust. Vitamin D wird entweder durch Einwirkung von Sonnenlicht in der Haut gebildet – was in unseren Breitengraden zumindest im Winter nicht so einfach ist –, oder aber auch mit der Nahrung aufgenommen. 

Leider lässt sich eine ausreichende Zufuhr von Calcium und Vitamin D gerade bei älteren Menschen mit diätetischen Mitteln nur selten erreichen. Darum sollten zur Erhaltung oder Wiedererlangung einer guten Knochengesundheit diese beiden wichtigen Substanzen in ausreichender Menge zusätzlich zur Ernährung ergänzt werden. Studien konnten zeigen, dass bei gleichzeitiger Aufnahme von Calcium und Vitamin D in optimaler Dosierung nicht nur die Knochendichte zunahm, sondern auch die Muskelkraft. Erfreulicherweise verringerte sich zugleich auch die Schwankneigung. In Kombination führte das dazu, dass sich die Standsicherheit verbesserte und die Anzahl der Stürze deutlich zurückging. Damit verringerte sich auch die Zahl der Knochenbrüche bei den Betroffenen, insbesondere die gefürchteten Oberschenkelhalsbrüche traten sehr viel seltener auf. 

„Calcium plus Vitamin D3 ist ein wichtiger Bestandteil in der Osteoporose-Therapie. Die Kombination beider Wirkstoffe verhindert eine Untermineralisierung des Knochengewebes und begünstigt die Festigkeitszunahme“, so Prof. Dr. Ringe, Osteologe am Klinikum Leverkusen. Die optimale Dosierung der beiden Wirkstoffe liegt bei 1200 mg Calcium und 800 I.E. Vitamin D3 pro Tag. Das Präparat, zum Beispiel Ossofortin, kann entweder mit zwei Kautabletten oder einer Brausetablette pro Tag aufgenommen werden. 

 

aus ORTHOpress 1 | 2002

 

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