Möglichkeiten und Chancen der ambulanten Rehabilitation

VonLena Krieger

Möglichkeiten und Chancen der ambulanten Rehabilitation

Vom passiven Patienten zum aktiven Partner des eigenen Therapie- und Gesundungsprozesses

Während früher zur Sicherung von Operationserfolgen stationäre Aufenthalte notwendig waren, können diese wertvollen Rehabilitationsmaßnahmen heute meist ambulant durchgeführt werden, und zwar mittels AOTR (ambulante orthopädisch traumatologische Rehabilitation) oder EAP (erweiterte ambulante Physiotherapie). Die Kosten für die Behandlung werden von den Krankenkassen, der Beihilfe und den Berufsgenossenschaften übernommen. Die Vorteile einer solchen modernen, ambulanten Reha liegen auf der Hand. 

Die Patienten können einzeln betreut werden und müssen nicht in Gruppen behandelt werden.

Da die Therapie durch Wohnortnähe und individuelle Termingestaltung gut in den persönlichen Tagesablauf integriert werden kann, lassen sich Beeinträchtigungen im Berufs- oder Privatleben auf ein Minimum reduzieren. Dies entspricht auch den Erfahrungen von Frau Birgit Schütz, krankengymnastische Leiterin des Rehazentrums Bensberg. Sie weiß, dass durch die individuelle Betreuung der Patienten in Einzelbehandlungen nicht nur ein hohes Maß an Zufriedenheit, sondern auch an Effizienz erzielt wird. Die Vorteile der Wohnortnähe werden durch die günstige Verkehrsanbindung für ein großes Einzugsgebiet gewährleistet. Von der Autobahnausfahrt Moitzfeld (A4) sind es nur zwei Minuten.

Während der ausgedehnten Öffnungszeiten stehen ständig neben einem speziell qualifizierten EAP-Team, bestehend aus Krankengymnasten, Sportlehrern und Masseuren, auch abwechselnd die sechs betreuenden Ärzte zur Verfügung. Die enge Zusammenarbeit des Teams sichert einen hohen Therapieerfolg.

Der behandelnde Arzt bestimmt mit den Therapeuten Art und Anzahl der Behandlungen und bleibt Ansprechpartner für seine Patienten: Im Team und mit dem Patienten kann der Therapieverlauf ständig an Fortschritte angepasst und gegebenenfalls modifiziert werden.

Die Patienten trainieren nach ihren persönlichen Möglichkeiten in der Regel dreimal pro Woche oder mehr. Neben der medizinischen Ausstattung, die den Richtlinien der Krankenkassen und Berufsgenossenschaften entspricht, findet der Patient in der Reha die Möglichkeit der Medizinischen Trainingstherapie vor. Dies fördert die Entwicklung vom passiven Patienten hin zum aktiven Trainierenden im Sinne der eigenen Gesundheit. Und je besser dies gelingt, betont Frau Schütz, desto sicherer kann der Therapieerfolg auch langfristig stabilisiert werden.

Zur Gesundheitsprophylaxe kann der Patient nach Abschluss der Rehabehandlung die Medizinische Trainingstherapie weiterführen.

 

Ein Archivbeitrag* aus ORTHOpress 2 | 2001

*Archivbeiträge spiegeln den Stand zur Zeit der Erstveröffentlichung wieder. Die aktuelle Einschätzung des Sachverhalts kann durch Erfahrungszuwachs, allgemeinen Fortschritt und zwischenzeitlich gewonnene Erkenntnisse abweichen.

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