Die Medizinische Laser Therapie

VonMalte van den Berg

Die Medizinische Laser Therapie

als neue Behandlungsmethode zur Heilung des so genannten „Tennisarmes“

Was versteht man unter einem „Tennisarm“?

Es handelt sich dabei um eine krank­hafte Veränderung der Muskelansatzsehnen im Bereich des Ellbogengelenkes, meistens außenseitig (radial), selten innenseitig (ulnar). Voraussetzung sind chronische Überlastungen in Beruf (Schreibarbeiten, Computerbedienung mittels Mausklick) oder Sport (Tennis, Golf, etc.). Hier kommt es zur organischen Veränderung des Sehnengewebes im Bereich des knöchernen Ansatzes und damit zur Minderung des Stoffwechsels mit Einlagerung von Kalksalzen, Nekrosen in das Insertionsgebiet. Das Leitsymptom der Epikondylitis ist der typische Druckschmerz am Muskelansatz mit funktionellem Dehnungs- und Spannungsschmerz des Unterarmes, ggf. mit Ausstrahlung in das Handgelenk.

Wie funktioniert MLT?

Laserstrahlen bestehen aus energiereichem gebündelten Licht, das auf engstem Raum fokussiert wird. Dies erlaubt eine optimale Einstellung des Lasers auf die zu behandelnde Körperregion. Der neue ASA COMBY 3 LASER dringt tiefer in das Gewebe ein als bisher eingesetzte Soft-Laser und verkürzt damit die Behandlungsdauer deutlich. Der ASA Hochleistungs-Diodenlaser hat auf Grund seines idealen Lichtspektrums mit einer Infrarot-Wellenlänge von 905 Nanometer und der hohen Energie­emission von bis zu 1000 Milliwatt eine optimale Tiefenwirkung, wodurch die Zellaktivität positiv beeinflusst wird. Dies führt zu einer Verbesserung der Stoffwechselaktivität auf Zellebene und somit zur Biostimulation und Heilung des erkrankten Gewebes.

Wie wird behandelt?

Die Medizinische Laser Therapie wird durchschnittlich mit 4–6 Einzelsitzungen von jeweils 10–25 Minuten Dauer durchgeführt. Der Patient nimmt eine sitzende oder liegende Position ein, die zu behandelnde Körperstelle wird freigemacht. Die Behandlung erfolgt punktförmig (ähnlich der Akupunktur) und flächenhaft (Scanning). Bei sachgemäßer Anwendung in erfahrenen Therapiezentren mit geschultem Personal hat MLT keine Nebenwirkungen. Gegenanzeigen sind bisher nicht bekannt.

Wo wird behandelt?

In speziellen orthopädischen Zentren findet die Beratung und Durchführung der MLT-Behandlung statt. Die Kosten der Behandlung werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen, sie werden jedoch nach der ärztlichen Gebührenordnung (GOÄ) abgerechnet und von den privaten Krankenversicherungen und Beihilfestellen bezahlt.

 

Ein Archivbeitrag* aus ORTHOpress 1 | 2000

*Archivbeiträge spiegeln den Stand zur Zeit der Erstveröffentlichung wieder. Die aktuelle Einschätzung des Sachverhalts kann durch Erfahrungszuwachs, allgemeinen Fortschritt und zwischenzeitlich gewonnene Erkenntnisse abweichen.

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