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Integrierte Versorgung im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum Berlin: Ganzheitliche Betreuung bei endoprothetischen Eingriffen

senior female adult visiting the doctor

Viele Patienten durchlaufen bei endoprothetischen Eingriffen verschiedene Stationen: von der Voruntersuchung über die Operation bis hin zur Rehabilitation. Dies führt oft zu einer fragmentierten Behandlung und erhöhtem Stress. Im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum in Berlin hingegen erfolgt die gesamte Betreuung aus einer Hand, und zwar von der Aufnahme bis zur abschließenden Reha, die im selben Gebäude unter ständiger Aufsicht des Operateurs durchgeführt wird. Dr. med. Heiko Spank, Chefarzt der Klinik für Spezielle Orthopädische Chirurgie und Unfallchirurgie, betont die individuelle Anpassung der Behandlung an jeden Patienten.

Sektorenübergreifende ganzheitliche Versorgung

Dr. Spank: „Bei uns bieten wir eine sektorenübergreifende ganzheitliche Versorgung an, also die ideale Zusammenarbeit zwischen niedergelassenem Arzt und Krankenhaus. Lange Wartezeiten, unnötige Doppeluntersuchungen und eine Nachbetreuung, die nicht vom Operateur durchgeführt wird, gehören damit im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum der Vergangenheit an. Unsere Stärke liegt in der geschlossenen Behandlungskette, die sowohl komfortabel als auch medizinisch vorteilhaft für den Patienten ist. Vom ersten Gespräch in unserem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) bis hin zur Operation und der anschließenden Reha werden die Patienten optimal betreut.“

Wann muss ein Gelenk ersetzt werden?

Dr. Spank: „Bei fast einem Drittel aller Menschen über 60 sind im Röntgenbild Anzeichen einer Arthrose sichtbar. Das ist natürlich ein ganz erheblicher Anteil der Bevölkerung. Bei der Arthrose unterscheidet man vier verschiedene Schweregrade. Grad 1 bezeichnet eine leichte Arthrose, die der Patient vermutlich überhaupt nicht spürt. Beim Grad 4 muss man zusammen mit dem Patienten überlegen, ob es Zeit für eine Endoprothese ist oder ob noch andere therapeutische Möglichkeiten infrage kommen. Dabei operieren wir aber niemals ‚Röntgenbilder‘ – es gibt viele Patienten, bei denen die Bildgebung eine schwere Arthrose zeigt, die aber dennoch im Alltag noch gut zurechtkommen.“

Schnelle Mobilisierung nach der OP

Dr. Spank: „Im besten Fall ja. Früher wurden die Patienten als ‚krank‘ betrachtet und blieben teils wochenlang im Bett liegen, wodurch sie immer mehr Muskelkraft verloren haben. Heute mobilisieren wir nach der OP so schnell wie möglich. Durch muskelschonende Eingriffe verlieren sie praktisch keine Kraft im operierten Bein. Dabei verfolgen wir die ‚better in – better out‘-Philosophie. Früher kamen Patienten in einem schlechten Zustand zur Operation. Heute bauen wir in den Wochen vor der OP bereits durch gezielte Physiotherapie die Muskelgruppen auf.“

Enhanced Recovery für schnelle Genesung

Dr. Spank: „Dabei handelt es sich um spezielle evidenzbasierte Behandlungs- und Mobilisierungskonzepte. Diese sorgen dafür, dass die Patienten so selbstständig wie möglich ihren Tagesablauf gestalten können, und zwar von Anfang an. Einen großen Anteil daran hat auch die Patientenschule, welche schon vor dem Eingriff detaillierte Informationen über den geplanten Eingriff und auch die Schmerz- und Nachbehandlung gibt. Moderne OP-Methoden tun ein Übriges: Die Operationsnarben sind kleiner, und es wird weniger Gewebe verletzt. Dadurch ist der Blutverlust minimal, und Drainagen sind nicht mehr notwendig, was das Infektionsrisiko weiter senkt. Ein zentraler Punkt ist auch die richtige Anästhesie. Wir verwenden sanfte, gut verträgliche Mittel und setzen bereits während des Eingriffs auf die sogenannte lokale Infiltrationsanästhesie (LIA), die den Schmerz bereits am Entstehungsort unterbindet. So können die Patienten die Hauptschmerzphase gut hinter sich bringen und schnell wieder ihrem gewohnten Tagwerk nachgehen.“

Zertifizierung und Routine am EPZ Max

Nur wenige Kliniken in Deutschland sind als „Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung“ (EPS Max) zertifiziert. Diese Zertifizierung muss regelmäßig erneuert werden. Mit über 700 endoprothetischen Eingriffen pro Jahr liegt das Auguste-Viktoria-Klinikum weit über den Anforderungen und führt auch komplizierte Revisionseingriffe erfolgreich durch.

Patientenerfahrungen

Claudia Weber (61) aus Berlin-Charlottenburg: „Claudia Weber, eine passionierte Joggerin, kämpfte seit ihrer Jugend mit Hüftproblemen. Trotz ihrer Begeisterung für das Laufen, machten ihr die Schmerzen immer mehr zu schaffen, selbst in Ruhephasen waren die Beschwerden unerträglich. Anfangs brachten Schmerzmittel und Physiotherapie Erleichterung, doch inzwischen konnte sie kaum noch eine kurze Strecke laufen, ohne vor Schmerzen innehalten zu müssen. Eine Untersuchung bei Dr. Heiko Spank brachte schnell Klarheit: Der Gelenkverschleiß war weit fortgeschritten, und der Knorpel in ihrer Hüfte nahezu abgerieben. Dr. Spank empfahl eine Endoprothese, um die Mobilität wiederherzustellen.

Die Zeit bis zur Operation nutzte Claudia Weber optimal. Ein maßgeschneidertes Trainingsprogramm, die sogenannte „Preha“, half ihr trotz der Gelenkschmerzen, ihre Muskelkraft und Ausdauer zu erhalten und sogar die Sauerstoffversorgung messbar zu verbessern. Mit hervorragenden Werten ging sie in die Operation und stand bereits drei Stunden nach dem Eingriff wieder auf den Beinen. Dank einer speziellen Anästhesie verspürte sie kaum Schmerzen, und Katheter sowie Wunddrainagen waren überflüssig. Als die Betäubung nachließ, kam sie gut mit Ibuprofen 400 drei Mal am Tag aus, benötigte diese jedoch bald darauf nicht mehr. Dr. Spank freute sich: ‚Schon nach zwei Tagen konnte Frau Weber problemlos mit einer Gehstütze unter Vollbelastung laufen.‘ Während der ambulanten Rehabilitation konnte sich Dr. Spank persönlich von den Fortschritten seiner Patientin überzeugen. ‚Ich bin dankbar, dass ich durch die ganzheitliche Betreuung so rasch wieder in Topform bin,‘ sagte Claudia Weber erfreut.“

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Kontaktinformationen

Dr. med. Heiko Spank, MBA
Chefarzt der Klinik für Spezielle Orthopädische Chirurgie und Unfallchirurgie
Leiter des Departments für Bewegungschirurgie West
Leiter Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung
Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum
Lehrkrankenhaus der Charité-Universitätsmedizin Berlin
Rubensstraße 125
12157 Berlin
Tel.: 030 / 130 20 – 23 91
Fax: 030 / 130 20 – 39 32
www.vivantes.de