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Digitale Medizin auf der Überholspur

im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum Berlin 

Der Austausch eines Gelenks ist für viele Patienten ein schwerwiegender und lebensverändernder Eingriff, bei dem sie sich die Sicherheit wünschen, von Anfang bis Ende gut versorgt zu sein. Das Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum Berlin ist als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung zertifiziert. Die prä- und postoperative Versorgung steht hier schon seit vielen Jahren im Fokus, nun soll das Angebot um eine Smartphone-App mit hohem Zusatznutzen erweitert werden. Was es damit auf sich hat, erklärt Chefarzt Dr. Heiko Spank, MBA.

Die Versorgung eines Patienten in allen Schritten des Gelenkaustausches hat „entscheidenden Einfluss auf die Heilungsaussichten“, so der Chefarzt der Klinik für Spezielle Orthopädische Chirurgie und Unfallchirurgie. „Derzeit arbeiten wir an einem digitalen Tool, welches unsere Patienten im Vorfeld ihrer Endoprothetik-OP auf ihr Smartphone installieren können. Sie erhalten so Zugriff auf Übungen, die sie selbstständig durchführen können, um sich bestmöglich auf den Eingriff vorzubereiten. Auch für die Zeit nach dem Eingriff stellt es die idealen Übungen bereit.“ Die selbsterklärende App holt die Patienten direkt bei der Aufnahme ab und begleitet sie bis zu ein Jahr nach dem Eingriff. Neben anschaulichem Material und geeigneten Übungen haben die Patienten die Möglichkeit, ihre Aktivität und ihren Fortschritt zu dokumentieren und ihre Schmerzsituation abzubilden. „Für uns ist das gleichzeitig ein wichtiger Anhaltspunkt, auf welchem Schritt des Heilungsweges sich der Patient gerade befindet“, so Dr. Spank. „Außerdem gibt es die Option, dass wir uns die Dokumentation des Patienten ansehen und, zum Beispiel per E-Mail, Feedback dazu geben. Die Patienten-App ist kein Ersatz für die nötige Physiotherapie, aber eine zusätzliche Unterstützung.“

Es muss nicht gleich das neue Gelenk sein

„An erster Stelle steht nicht gleich ein Gelenkaustausch, sondern immer das Ausschöpfen des gesamten Spektrums an konservativen Maßnahmen“, erklärt Dr. Spank. „Vor allem bei jüngeren Patienten spielt Zeit eine entscheidende Rolle, da auch die modernste Prothese nach heutigem Kenntnisstand im Durchschnitt maximal 20 Jahre hält. Daher behandeln wir unsere Patienten als Erstes symptomatisch, z. B. mit Physiotherapie, Taping, manueller Therapie oder Akupunktur. Bei bestimmten Indikationen setzen wir auch Injektionen ins Gelenk. Diese enthalten z. B. Hyaluronsäure, entzündungshemmende Medikamente oder aufbereitetes Eigenblut. Wenn alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft sind, setzen wir gelenkerhaltende Verfahren ein.“ Diese Verfahren zielen bei kleineren Arthroseherden darauf ab, den Knorpel zu glätten und freie Gelenkkörper zu entfernen, um die schmerzfreie Beweglichkeit wieder herzustellen, alternativ kann körpereigenes, gesundes Knorpelgewebe transplantiert werden. Eine solche Behandlung führt meistens zu sehr guten Ergebnissen, die den Einsatz eines künstlichen Gelenks um Jahre hinauszögern oder sogar unnötig machen können. „Bei ausgedehnten Knorpelschäden müssen wir allerdings, gemeinsam mit dem Patienten, über den Einsatz eines künstlichen Gelenks nachdenken. Seit Jahren verfolgt die Klinik das Konzept der schnellstmöglichen Mobilisierung des Patienten, wenn der Austausch eines Gelenks nötig wird.“

Komplett-Versorgung beginnt bei der Prehabilitation 

Die Prehabilitation, also die Vorbereitung auf eine Operation, umfasst sowohl physische als auch psychologische Aspekte, außerdem spielt die Steuerung der richtigen Erwartungshaltung eine wichtige Rolle. Im Rahmen der Operationsvorbereitung werden die Muskelkraft, Mobilität und der Allgemeinzustand des Patienten mittels Training unter Aufsicht eines Physiotherapeuten auf das bestmögliche Niveau angehoben. Diese Maßnahme startet bereits vier bis sechs Wochen vor dem eigentlichen Eingriff. Auch die Psyche spielt eine große Rolle: „Wir bestärken unsere Patienten nicht in dem Gefühl, krank zu sein, sie brauchen lediglich ein neues Gelenk. Diese positive Ansicht hat wesentlichen Einfluss auf die Psyche und optimiert die Einstellung, mit der die Patienten in den Eingriff gehen. Durch das Training im Vorfeld sind unsere Patienten schon kurz nach der OP wieder fit.“

Minimalinvasive, möglichst zementfreie Eingriffe 

„Um den Patienten schnellstmöglich wieder mobil zu machen, nutzen wir in der Operation minimalinvasive Zugänge. Diese sind besonders muskel- und gewebeschonend, wodurch die Belastung für den Patienten deutlich geringer wird. Wir arbeiten mit möglichst sanften und gut verträglichen Mitteln und ziehen die Anästhesie über das Rückenmark einer Vollnarkose vor, das beugt einer Verwirrung nach der Operation vor und schont den Kreislauf. Bei einer Hüftoperation entscheiden wir außerdem, ob das neue Gelenk einzementiert werden muss oder ob wir zementfrei arbeiten können. In 90 Prozent der Fälle verankern wir die Prothese ohne Zement. So bleibt mehr Knochenmaterial erhalten, was einen späteren Austausch der Prothese erheblich erleichtert. Nur bei älteren Patienten, die z. B. aufgrund einer Osteoporose eine schlechte Knochenqualität haben, zementieren wir den Gelenkersatz ein. Auch hier sind die Ergebnisse sehr gut. Außerdem verwenden wir jeweils die Prothese mit dem kürzestmöglichen Schaft – je nach Patientensituation.“ 

Rehabilitation mit Fast Recovery

„Den letzten Schritt in der allumfassenden Versorgung bildet unser Fast-Recovery-Konzept. Vereinfacht ausgedrückt: Je früher man nach so einer OP wieder auf den Beinen ist, desto besser kann sich der Körper erholen. Unsere Patienten stehen in der Regel bereits am ersten Tag nach der Operation schon wieder auf, dabei werden sie von einer Physiotherapeutin oder einem Physiotherapeuten unterstützt und angeleitet.“ Wenn sie durchschnittlich sechs Tage später die Klinik verlassen, sind sie in der Lage, auf einer Ebene sowie auf Treppen sicher zu laufen. Die Rehabilitation von etwa vier bis fünf Wochen schließt sich durch gute Planung nahtlos an. „Auch den Sozialdienst informieren wir schon einige Wochen vor der OP, damit dieser einen Behandlungsplatz sichern kann. Nach der Reha können die Behandelten dann in der Regel ihren Alltag wieder gut bewältigen. Bis zur vollständigen Genesung sollte man etwa drei Monate einplanen. In Zukunft soll unser digitales Tool diesen Prozess noch weiter unterstützen, sodass der Rückkehr in den Alltag nichts mehr im Wege steht.“

 

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Dr. med. Heiko Spank
Chefarzt der Klinik für Spezielle Orthopädische
Chirurgie und Unfallchirurgie
Leiter des Departments für Bewegungschirurgie West
Leiter Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung
Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum
Lehrkrankenhaus der Charité-Universitätsmedizin Berlin
Rubensstraße 125
12157 Berlin
Tel.: 030 / 130 20 – 23 91
Fax: 030 / 130 20 – 39 32
www.vivantes.de

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