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Die Schilddrüse – ein Fall für den Spezialisten

Bestens versorgt im Eduardus-Krankenhaus

Nervosität, Haarausfall, Gewichtsverlust und Schwitzen – meist besteht Ratlosigkeit bei diesen Symptomen. Dabei kann auch die Schilddrüse der Verursacher sein. Zwar können viele Schilddrüsenerkrankungen medikamentös behandelt werden, manchmal wird jedoch ein operativer Eingriff nötig, zum Beispiel dann, wenn Knoten entdeckt werden. Dr. Frank Fischer ist Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Eduardus-Krankenhaus in Köln-Deutz. Mit seinem Team führt der Schilddrüsenspezialist sämtliche notwendigen Operationen schonend und minimalinvasiv durch. 

Herr Dr. Fischer, warum benötigen wir eigentlich die Schilddrüse?

Dr. Fischer: Unsere Schilddrüse speichert das Jod aus der Nahrung und ist an der Produktion von wichtigen Stoffen beteiligt, die wiederum sehr viele Stoffwechselvorgänge im Körper regulieren Die beiden kurz als T3 und T4 bezeichneten Schilddrüsenhormone Thyroxin und Triiodthyronin beeinflussen zahlreiche Regelkreise im Körper. Puls, Blutdruck, Gewichtsveränderungen, Energiestoffwechsel – sie alle und noch viele weitere Funktionen werden zum großen Teil darüber gesteuert. Eine weitere Substanz, das in den C-Zellen der Schilddrüse gebildete Calcitonin, ist ebenfalls ein Hormon. Es senkt den Kalziumspiegel im Blut, ist also der Gegenspieler des Parathormones. In der Schilddrüsenchirurgie hat es eine Bedeutung als Tumormarker für das medulläre Schilddrüsenkarzinom, da der Wert sehr zuverlässig ist. 

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Wann muss an der Schilddrüse operiert werden?

Dr. Fischer: Eine Operation ist meist dann angezeigt, wenn suspekte strukturelle Veränderungen eingetreten sind. In der Regel handelt es sich dann um Knoten, die entweder selbst Beschwerden verursachen oder aber auf anderes Gewebe Druck ausüben. Dabei kann es sich um sogenannte „heiße“ Knoten handeln, die zwar meist gutartig sind, aber zu viel Schilddrüsenhormon produzieren, sodass es zu einer Überfunktion kommt. Als „kalte“ Knoten werden Gewebsveränderungen bezeichnet, die wenig oder kein Jod aufnehmen und praktisch kein Schilddrüsenhormon produzieren. Meist bestehen sie aus schilddrüsenähnlichem Gewebe, welches verkalkt sein kann. Bei den kalten Knoten ist die Gefahr der Bösartigkeit erhöht. Kalte Knoten können aber auch aus Zysten bestehen. Darüber hinaus gibt es Schilddrüsenfehlfunktionen wie zum Beispiel die endokrine Orbitopathie, bei der es zu den sogenannten „Basedow-Augen“ kommt. Auch hier kann eine Operation angezeigt sein. 

Bei papillären, follikulären und medullären Karzinomen der Schilddrüse ist die Operation erste Wahl. Das Ausmaß der Operation richtet sich nach Größe des Tumors und z. B. dem Lymphdrüsenbefall. „So können wir zwischen 80 und 90 Prozent der häufigsten Formen von Schilddrüsenkrebs heilen“, erläutert Dr. Fischer. In einigen Situationen wird ergänzend zur Operation eine Radiojodtherapie durchgeführt. In diesen Fällen muss jedoch vorher eine Thyreoidektomie durchgeführt, also die gesamte Schilddrüse entfernt werden. 

Wie erkennt man, ob Schilddrüsenknoten vorliegen?

Dr. Fischer: Große Knoten können ertastet werden und führen gelegentlich zu einem gestörten Gefühl beim Schlucken und Druck im Hals, selten zu Heiserkeit und Atemnot. Mit moderner bildgebender Diagnostik kann man darüber hinaus die Ausbreitung und Lage der Knoten gut bestimmen. Mit den neuesten Ultraschallgeräten können wir heute bereits Knoten ab einer Größe von etwa fünf Millimetern sicher erkennen. So können auch Verkalkungen und unregelmäßige Begrenzungen gut sichtbar gemacht werden, die auf einen Tumor hindeuten. Zur weiteren Eingrenzung kommen dann, falls nötig, radiologische und nuklearmedizinische Untersuchungen wie die Szintigrafie zum Einsatz, mit welcher der Stoffwechsel der Knoten dargestellt werden kann. Das dabei gespritzte radioaktive Kontrastmittel reichert sich ähnlich wie Jod in den Knoten an und zeigt so deren Größe und Aktivität. 

Viele der meist weiblichen Patienten haben Angst vor den Komplikationen, die bei einer OP auftreten können. Ist diese Angst heute noch berechtigt?

Dr. Fischer: Die früher gefürchteten Komplikationen können wir heute weitgehend vermeiden. Insbesondere die unbeabsichtigte Verletzung des Stimmbandnervs kommt bei modernen Operationstechniken unter Verwendung einer Lupenbrille deutlich seltener vor. Auch die Funktion der Nerven lässt sich während des Eingriffs mit speziellen Geräten überprüfen. Besonderes Augenmerk liegt heute auch auf der Darstellung und Durchblutung der Nebenschilddrüsen. Diese kleinen, erbsengroßen Organe liegen in unmittelbarer Nähe der Schilddrüse. Eine Entfernung aller Nebenschilddrüsen hätte einen dauerhaften Mangel an Parathormon zur Folge, was zu einer Störung des Kalziumhaushalts führen würde. Die Folge wären zumeist Missempfindungen, Kribbelgefühle, Muskelkrämpfe und zahlreiche andere Symptome. Die Nebenschilddrüsen müssen daher auf jeden Fall bei der Operation geschont werden. Glücklicherweise gibt es vier davon, sodass der Verlust einzelner Nebenschilddrüsen keine Probleme macht.

Kommt es auch vor, dass Probleme mit der Schilddrüse erneut auftreten?

Dr. Fischer:  Früher hat man aus Angst, den Stimmbandnerv und die Nebenschilddrüsen zu verletzen, weniger ausgedehnt operiert. Durch das Restgewebe konnte es daher häufiger zu erneuten Schilddrüsenveränderungen kommen. Mittlerweile kann jedoch sehr viel präziser operiert werden, sodass erneute Probleme seltener auftreten. Aber auch nach einer Radiojodtherapie kann es in ein bis zwei Prozent der Fälle zu einem Rezidiv kommen. Aus diesem Grund sollte der Hausarzt oder Radiologe nach einer solchen Behandlung in regelmäßigen Abständen überprüfen, ob noch alles in Ordnung ist. 

 Herr Dr. Fischer, haben Sie vielen Dank für das Gespräch!

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Dr. med. Frank Fischer

Klinik für Allgemein- und
Viszeralchirurgie
Hernienzentrum Köln-Deutz
Zentrum für Koloproktologie
Zentrum für endokrine Chirurgie

Sekretariat:

Tel.: 0221 / 82 74 – 22 98

www.eduardus.de

 

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