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Rücken

ISG-Therapie: Endo-Pistole schießt Kreuzschmerzen weg

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Etwa 30 Prozent aller Patienten mit tiefsitzenden Kreuz- oder Rückenschmerzen haben nichts an der Wirbelsäule. Bei ihnen liegen die tatsächlichen Ursachen der Beschwerden meist im Kreuzbeingelenk, auch ISG genannt.

Deshalb drohen hier häufig Fehldiagnosen und Therapien, die nicht helfen. „Dabei ist es gar nicht schwer, die richtige Diagnose zu stellen und eine wirksame Behandlung einzuleiten”, sagt Dr. Samer Ismail vom Wirbelsäulenzentrum München-Ost. Besonders gute Erfolge erzielt der Wirbelsäulenspezialist mit einer neuen Methode: „Wir behandeln das ISG-Gelenk endoskopisch mit einer dünnen Sonde, die aussieht wie eine Pistole. Unter direkter Sicht schießen wir Radiowellen-Impulse ganz gezielt an die dort verlaufenden Nervenfasern.”

Dr. Ismail – ISG-Therapie mit der Endo-Pistole

Das Zentrum von Dr. Ismail hat sich inzwischen zu einem regelrechten Mekka für ISG-Patienten entwickelt. Seit über zehn Jahren gilt der Neurochirurg auch als ISG-Spezialist und hat schon tausende Patienten von ihren Schmerzen am Kreuz-Darmbeingelenk befreit.

Das ISG ist ein eigentlich wenig bewegliches Gelenk in den Beckenknochen, das durch Muskeln und Bänder stabilisiert wird. Durch Überlastung, Abnutzung und Fehlhaltungen können sich die Gelenkflächen verkanten und die dort verlaufenden schmerzleitenden Nervenfasern reizen. Es kommt zu Entzündungen.

Die Betroffenen klagen meist über seitlich tiefsitzende, dumpfe oder ziehende Kreuzschmerzen über dem Gesäß, die in die Leiste oder den Oberschenkel ausstrahlen können. „Typischerweise treten die Beschwerden auch nachts im Bett auf, wenn sich der Patient umdreht und aufwacht, wenn er die Lage wechselt”, so Dr. Ismail. „Röntgen-, CT- oder Kernspinbilder zeigen hier leider keine Veränderungen an. Zur Diagnostik injizieren wir daher ein örtliches Betäubungsmittel direkt an das ISG-Gelenk. Lassen die Schmerzen dann nach, liegt hier die Ursache.”

Wirbelsäulenzentrum München-Ost – ISG-Diagnostik

Wenn konservative Maßnahmen wie Schmerzmittel, Injektionen und Physiotherapie nicht ausreichen, besteht Dr. Ismails Therapie darin, die schmerzleitenden Nervenfasern zu veröden. „Eine operative Versteifung mit Metallstiften ist dazu nicht nötig”, so der Wirbelsäulenexperte. Er behandelt seine Patienten stattdessen schonend mit einer Radiofrequenzsonde.

„Neu ist dabei, dass wir das dank der Endo-Pistole jetzt sogar kontrolliert und unter direkter endoskopischer Sicht machen können”, erklärt Dr. Ismail. Über eine dünne Kanüle und unter Röntgenkontrolle führt er die wassergekühlte Sonde an die degenerierten Stellen am Iliosakralgelenk ein. „Wir suchen gezielt die schmerzverursachenden Nervenfasern auf und schalten sie mit Radiofrequenz-Impulsen aus. Durch eine eingebaute Wasserkühlung erzeugen die eigentlich heißen Radiowellen keine Schäden im umliegenden Gewebe.”

Die Patienten benötigen dafür nur eine leichte Dämmerschlaf-Narkose und bleiben meist nur für zwei Nächte in der Klinik. Dr. Ismail: „Die Endo-Pistole macht diese schonende minimal-invasive Therapie noch effektiver.”

Kontakt:
Dr. med. Samer Ismail
Münchener Str. 14 (13. Etage)
85540 Haar b. München
Tel.: 089/42 04 50 17
www.wz-muenchenost.de