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HWS-Syndrome

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Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Die Halswirbelsäule (HWS) ist der beweglichste Teil unseres Rückens und ein empfindliches Konstrukt. Gerade dieser Bereich ist anfällig für verschiedenste Beschwerden und Erkrankungen, die das tägliche Leben stark beeinträchtigen können. Dr. Jörn-André Horaczek von Inter-Neuro in Berlin erläutert die häufigsten HWS-Syndrome, ihre Ursachen und die modernen Therapiemöglichkeiten.

Facetten- und Radikulärsyndrome

Die verschiedenen Pathologien der HWS lassen sich grob in zwei Hauptkategorien einteilen: Facettensyndrome und Radikulärsyndrome. Beim Facettensyndrom handelt es sich um eine Reizung der Wirbelgelenke und des Gelenkkapselapparates, die oft chronisch wird und mit einer sogenannten Blockierung einhergeht. „Die Schmerzen entstehen durch den Druck auf die kleinen Wirbelgelenke, was zu einer Arthrose führen kann. Radikulärsyndrome hingegen entstehen durch die Kompression der Nervenstrukturen im Spinalkanal oder an den Nervenaustrittslöchern. Diese Kompression führt zu ausstrahlenden Schmerzen und Missempfindungen in charakteristischen Arealen“, erläutert Dr. Horaczek.

Therapieansätze bei HWS-Syndromen

Die Therapie von HWS-Syndromen richtet sich dabei nach dem Schweregrad der Symptome und den zugrunde liegenden Ursachen. In den meisten Fällen wird zunächst eine konservative Behandlung angestrebt. Diese umfasst unter anderem Physiotherapie, die Gabe von Schmerzmitteln und Muskelrelaxantien, transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) und Lebensstiländerungen.

Dr. Horaczek: „Wenn konservative Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen, können Injektionen mit Lokalanästhetika, manchmal auch in Kombination mit Kortikoiden, helfen. Sollten die Beschwerden weiterhin bestehen, führen wir eine umfassende Bildgebung, meist ein MRT, durch, um operationsbedürftige Veränderungen auszuschließen. Danach richtet sich dann die weitere Behandlung. Bei einem Facettensyndrom nutzen wir zum Beispiel die Radiofrequenzdenervation. Dabei werden die schmerzverursachenden Nerven verödet, was nach einer bildgestützten Testinfiltration erfolgt.“

Bei Radikulärsyndromen, die durch Bandscheibenvorfälle verursacht werden, setzt Dr. Horaczek die periradikuläre Therapie (PRT) ein. „Hierbei wird unter CT-Kontrolle ein schmerzstillendes und entzündungshemmendes Medikament an die betroffene Nervenwurzel injiziert“, so der Neurochirurg.

Hohe Erfolgsquote

Die Erfolgsrate dieser Behandlungsmethoden ist hoch. „In etwa 85% der Fälle erreichen wir eine deutliche Schmerzlinderung oder sogar Schmerzfreiheit“, erklärt Dr. Horaczek. „Wichtig ist jedoch, dass diese Behandlungen von speziell geschulten Fachärzten und rechtzeitig durchgeführt werden. Mit der richtigen Expertise können wir in den allermeisten Fällen die Beschwerden signifikant verbessern oder vollständig beseitigen.“

Symptome von HWS-Syndromen

HWS-Syndrome können sich auf unterschiedliche Weise äußern. Zu den häufigsten zählen:

  • Lokalisierte Schmerzen im HWS-Bereich: Diese werden häufig durch degenerative Veränderungen oder Fehlbelastungen ausgelöst.
  • Nackenschmerzen, die in die Arme ausstrahlen: Hierbei treten Schmerzen, Missempfindungen oder Taubheitsgefühle auf, die meist durch Bandscheibenvorfälle oder eine Spinalkanalverengung verursacht werden.
  • Nackenschmerzen mit neurologischen Ausfällen: Diese Art der Schmerzen geht mit Symptomen wie Lähmungen oder Gangstörungen einher und erfordert oft eine chirurgische Behandlung.
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v.l.: Dr. Bartolomäus Muskala, Dr. Jörn Horaczek, PD Dr. Simon Bayerl

Kontaktinformationen

Dr. med. Jörn-André Horaczek
Facharzt für Neurochirurgie
Schlüterstr. 38 (Ecke Ku‘Damm)
10629 Berlin
Tel.: 030 / 887 16 61 – 0
praxis@inter-neuro.de
www.inter-neuro.de