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Hüft- und Knieendoprothetik auf dem Prüfstand

EndoProthetikZentren (EPZ) und das Endoprothesenregister

Bei einer Verschleißerkrankung des Hüft- oder Kniegelenkes ist die Versorgung mit einem künstlichen Gelenkersatz zur Wiederherstellung der Funktion und Lebensqualität das Mittel der Wahl. Das Eduardus-Krankenhaus ist zertifiziertes EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung und nimmt am Endprothesenregister Deutschland teil. Den Leitern des EPZ, Dr. Jochem Schunck und Dr. Nikolaus Szöke, stehen dabei eine Vielzahl von Prothesensystemen, Instrumentarien, Operationsmethoden und Nachbehandlungsprogrammen zur Verfügung.

Herr Dr. Schunck, was ist ein EndoProthetikZentrum?

Dr. Schunck: Ein EndoProthetikZentrum (EPZ) ist eine Einrichtung, die den hohen Anforderungen der von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie ins Leben gerufenen Qualitätsinitiative EndoCert gerecht wird. Mit der Initiative sollen einheitliche Anforderungen an die endoprothetische Versorgung formuliert werden. Für die Zertifizierung werden jährlich unter anderem das Leistungsspektrum in Diagnostik und Therapie, die Anzahl der Eingriffe, Strukturmerkmale der Patientenversorgung, Beteiligung an Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen und die wissenschaftliche Aktivität überprüft.

«Das Eduardus-Krankenhaus ist seit 2014 als EndoProthetik-
Zentrum der Maximalversorgung zertifiziert. Mindestvoraussetzung
dafür sind 200 Endoprothesen-Implantationen pro
Jahr, wobei das Eduardus-Krankenhaus diesen Wert mit über
2.000 entsprechenden Eingriffen in den letzten Jahren bei
Weitem übertroffen hat.»

Herr Dr. Szöke, wie funktioniert ein EPZ der Maximalversorgung?

Dr. Szöke: Die Grundvoraussetzung ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit des Teams unter Einhaltung der festgelegten Behandlungsabläufe. Durch die unmittelbare Verzahnung von Pflege- und Sozialdienst, Physiound Ergotherapie, OP- und Narkosepersonal sowie der acht Hauptoperateure des EPZmax (siehe Abbildung) wird die Qualität der Versorgung gewährleistet.

Was ist das Endoprothesenregister Deutschland?

Dr. Schunck: Die am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) teilnehmenden Kliniken melden, natürlich im Einverständnis mit den Patienten, die Eckdaten der endoprothetischen Versorgung. Also z. B. das implantierte Endoprothesenmodell, mögliche Voroperationen, ob es sich um einen Erst- oder Wechseleingriff handelte und den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten. Dadurch können wertvolle Praxisdaten gewonnen und ausgewertet werden.

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Wie sind die aktuellen Zahlen?

Dr. Szöke: Laut den Jahresberichten des EPRD wurden im Jahr 2020 insgesamt 290.420 Eingriffe (147.739 Hüft- und 111.365 Knie-Erstimplantationen) dokumentiert. Die Vor- und Nachteile jeder Operationsmethode und jedes Implantates werden genau ausgewertet, daraus ergeben sich generelle Erfahrungen und Empfehlungen für die Operateure deutschlandweit.

Gibt es Erkenntnisse zu modernen Kurzschaftimplantaten?

Dr. Schunck: Da im Endprothesenregister auch moderne Implantate wie knochensparende Kurzschäfte erfasst werden, können wir die Ergebnisse mit denen der Standardschäfte vergleichen. Die in unserer Klinik verwendeten Kurzschaftsysteme schneiden sehr gut ab. Aus diesem Grunde kann diese knochensparende Alternative auch bei älteren Patienten mit guten klinischen Ergebnissen eingesetzt werden.

Haben Sie herzlichen Dank für das interessante Gespräch!

 

Nächstes virtuelles Patientenforum zum Thema:
„Rund um die Endoprothetik von Hüfte und Knie“
13. April 2022, 16:30 – 18:00 Uhr
Onlineveranstaltung per Zoom
Anmeldung unter 0221 / 82 74 23 80
oder:

Dr. med. Jochem Schunck
Dr. med. Nikolaus Szöke
Chefärzte Klinik für Orthopädie
und Rheumatologie
Eduardus-Krankenhaus Köln
Custodistr. 3 – 17 · 50679 Köln

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