Moderne Operationsverfahren am Hernienzentrum Rudolfplatz
Die Fortschritte auf dem Gebiet der Hernienchirurgie, die in den letzten Jahren erzielt wurden, sind beachtlich. Dabei spielen vor allem minimalinvasive Techniken eine wichtige Rolle. Dr. Isabell Wieber und Minh Tan Lee, Spezialisten am Hernienzentrum Rudolfplatz, beherrschen alle modernen Verfahren und wissen, welche OP-Methode warum in welchem Fall am besten geeignet ist.
Wie lassen sich Hernien charakterisieren und wo können sie auftreten?
Dr. Wieber: Grundsätzlich können Leistenhernien oder „Leistenbrüche”, wie sie umgangssprachlich genannt werden, an jeder Stelle der Bauchwand auftreten. Bei Männern geschieht dies viermal öfter als bei Frauen. Die Gründe dafür sind anatomischer Natur. Dennoch ist es auch bei Frauen wichtig, genau hinzusehen, wenn sie etwa über unspezifische Schmerzen in der Leistengegend klagen. Grundsätzlich empfehlen wir eine operative Behandlung auch dann, wenn ein Leistenbruch im Ruhezustand nur geringe oder gar keine Schmerzen mit sich bringt. Denn das Risiko, dass Eingeweide eingeklemmt werden und möglicherweise eine lebensbedrohliche Situation entsteht, darf auf keinen Fall unterschätzt werden.
Auf welche Weise lässt sich erkennen, welches Verfahren für den einzelnen Patienten am besten geeignet ist?
Dr. Wieber: Bei der Auswahl des bestmöglichen Verfahrens verfolgen wir im Hernienzentrum Rudolfplatz einen fallspezifischen Ansatz. So stellen wir sicher, dass jeder Patient die für ihn optimale Behandlung bekommt. Wir arbeiten mit einer Vielzahl von Techniken, die ein Spektrum abdecken, das von offenen bis zu minimalinvasiven Eingriffen reicht und auch die neuesten technologischen Entwicklungen umfasst. Durch die Einführung moderner Netztechniken sind wir in der Lage, die Rate erneut auftretender Brüche deutlich zu senken.
Welche neuesten Entwicklungen kommen in Ihrem Zentrum zum Einsatz?
Herr Lee: Als eine deutliche technische Verbesserung ist die ambulante 3D-endoskopische Hernienversorgung zu betrachten. Es handelt sich dabei um ein minimalinvasives Verfahren, das viele Vorteile mit sich bringt. Dazu gehören eine geringere Gewebeschädigung, reduzierte postoperative Schmerzen und eine rasche Genesung. In der Regel können die Patienten noch am selben Tag nach Hause gehen und sind schneller wieder arbeitsfähig.
Welches Ziel steht bei der Versorgung von Hernienpatienten besonders im Vordergrund?
Herr Lee: Unser wichtigstes Ziel besteht darin, die Belastbarkeit der Patienten rasch und vollständig wiederherzustellen. Mithilfe von minimalinvasiven Verfahren wie der 3D-Endoskopie lässt sich oft schon innerhalb weniger Tage eine weitgehende Mobilität erreichen. Grundsätzlich kommt es immer darauf an, jede Innovation zum Wohle des Patienten einzusetzen und stets den fallspezifischen Ansatz zu verfolgen, um die beste individuelle Lösung zu finden.
Weitere Behandlungen am Hernien- und Gefäßzentrum Rudolfplatz
Gefäßverengungen, Krampfadern, Besenreiservarizen, Beinschmerzen, Thrombosen, offene Beine, Lymphödeme, Blutgerinnungsstörungen und arterielle Durchblutungsstörungen.
Kontakt:
Hernienzentrum am Rudolfplatz
Richard-Wagner-Straße 9–17
50674 Köln
Tel.: 0221/924 75-28
Tel.: 0221/924 75-11
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