Wichtiges zu Bienen, Wespen und Co.

VonKlaus Bingler

Egal wo wir uns im Sommer mit einem Eis oder einer Bratwurst draußen hinsetzen – die Wespen lassen nicht lange auf sich warten. Sie gelten als aggressiv und unnütz. Doch stimmt das wirklich? Laut des NABU -Niedersachsen sind Wespen alles andere als nutzlos. Zugegeben, sie sind ziemlich lästig. Doch das liegt vor allem daran, dass sie besonders auf Fleisch und Süßspeisen stehen und sich deshalb gerne vom Grillteller bedienen. Auf der anderen Seite bedeutet es aber auch, dass Wespen diverse Schädlinge wie Raupen, Fliegen und Blattläuse fressen. Der NABU bezeichnet sie daher auch als natürliches Insektenvernichtungsmittel. Außerdem tragen auch Wespen zur Bestäubung von Blüten bei. Und, was die meisten Menschen nicht wissen: Das Gift einer Honigbiene ist zehnmal giftiger für den Menschen als das Gift einer Wespe. Hornissen gehören übrigens zu den Wespen und sind somit lange nicht so gefährlich wie vielfach angenommen. 

Am besten ruhig verhalten

Anders sieht das natürlich bei Menschen aus, die unter einer Insektengiftallergie leiden. Sie müssen immer ein Notfallset bei sich tragen. Treten nach einem Stich allergische Reaktionen auf, sollten auch Menschen zum Arzt gehen, bei denen bisher keine Allergie bekannt war. Ansonsten hilft eine aufgeschnittene Zwiebel oder eine Salbe aus der Apotheke, mögliche Schmerzen und Schwellungen zu lindern. Beim Essen im Freien empfiehlt es sich, Speisen abzudecken und nur aus Strohhalmen zu trinken. Vom Schlagen oder wildem Verscheuchen der Wespen wird abgeraten. Hilfreicher ist es, sich ruhig zu verhalten und in einem Abstand von einigen Metern ein paar reife Weintrauben oder Ähnliches als alternative Nahrung bereitzustellen. 

aus ORTHOpress 3-18

Fragen und Antworten

Kann ein Wespenstich gefährlich werden?

Gefährlich sind Wespenstiche vor allem für Allergiker und Kinder. Im Falle einer Wespenstichallergie kann es zu einem anaphylaktischen Schock kommen. Darunter versteht man eine lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems auf eine bestimmte Substanz.

Wie lange kann ein Wespenstich weh tun?

Maximal können die Schmerzen bis zu einer Woche andauern. Je nachdem, wie groß die Menge des Giftes ist, kann der Schmerz bereits nach wenigen Minuten nachlassen. Meist ist er am zweiten oder dritten Tag am intensivsten.

Was ist schlimmer: ein Bienenstich oder ein Wespenstich?

Bienenstiche sind grundsätzlich schmerzhafter als Wespenstiche. Während Bienen ihr gesamtes Gift mit einem einzigen Stich injizieren, teilen Wespen ihr Gift so auf, dass sie mehrmals zustechen können. Allerdings stechen Bienen nur, um sich zu verteidigen und sind im Allgemeinen nicht aggressiv.

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