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Hightech im Hybrid-OP eröffnet neue Möglichkeiten
Ein komplizierter Bruch des achten Brustwirbels, poröse Knochen, hohes Risiko. Eine Operation des 90 Jahre alten Patienten ist unter herkömmlichen Bedingungen sehr risikobehaftet. Doch im Hybrid-OP des Luisenhospitals wird das möglich, was früher undenkbar war. Während Dr. Fridtjof Trommer, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, und Dr. John Bennet Carow operieren, kreist ein per Joystick gesteuertes, integriertes CT-System um den Patienten und liefert gestochen scharfe 3D-Bilder in Echtzeit. So können die Operateure millimetergenau arbeiten und das Ergebnis sofort kontrollieren.
Minimalinvasiv, maximal wirksam
In nur einer Stunde setzen sie acht Schrauben, stabilisieren die geschädigten Strukturen mit Knochenzement – minimalinvasiv. Schon am nächsten Tag kann der 90-Jährige wieder stehen. Hightech und menschliche medizinische Expertise machen es möglich. „Hybrid-OPs erhöhen Sicherheit und Qualität und helfen, viele Eingriffe schonender zu gestalten“, erklärt
Dr. Fridtjof Trommer. Transporte zwischen Sälen oder riskante Umlagerungen entfallen – das bedeutet weniger Belastung, weniger Risiko.
Der Hightech-Operationssaal ist ein Ort, an dem die Zukunft bereits begonnen hat. Hier verschmelzen klassische Chirurgie und digitale Präzision. Bei Bedarf können mehrere Fachrichtungen gleichzeitig diagnostizieren und behandeln – vom Routineeingriff bis zur komplexen Wirbelsäulenoperation. Doch trotz aller Technik bleibt eine entscheidende Konstante tonangebend: der Mensch.
Erfahrung statt Knopfdruck
„Die letzte Entscheidung liegt immer bei uns“, sagt Dr. Fridtjof Trommer. „Die Technik ist ein Werkzeug – ein mächtiges zwar, welches das Risiko von Komplikationen senkt und Fehler vermeidet – aber sie ersetzt nie die Erfahrung, das Gespür und die Verantwortung der Menschen.“ Auch robotische Assistenzsysteme und künstliche Intelligenz können Ärztinnen und Ärzte unterstützen, aber nicht ersetzen. „Egal, welche Innovationen noch kommen – in der Medizin der Zukunft spielen Menschen weiterhin die wichtigste Rolle.“
Wie sehr Patientinnen und Patienten von der Hightech-Unterstützung der Operateure profitieren, wird bei der Diagnose eines Patienten deutlich: ein Bruch des zwölften Brustwirbels. Gemeinsam entschieden Arzt und Patient, einen Wirbelkörperersatz aus Titan einzusetzen. Der zerstörte Wirbel wurde endoskopisch entfernt, der Cage über denselben Zugang eingebracht und zwei Segmente stabilisiert. „Wir mussten an der Lunge vorbei arbeiten“, erklärt Dr. Fridtjof Trommer. „Dabei fiel sie vorübergehend in sich zusammen – das ist geplant, aber erfordert volle Kontrolle.“
Dank der Ausstattung des Hybrid-OPs konnte der Eingriff präziser und sicherer durchgeführt werden. Der Hybrid-OP zeigt, wohin die Medizin steuert: Die Technik mag den Weg weisen, ersetzt aber nie die Erfahrung, das Know-how und die Verantwortung der Menschen im Operationssaal.
„Hybrid-OPs erhöhen Sicherheit und Qualität und helfen, viele Eingriffe schonender zu gestalten“
Dr. med. Fridtjof Trommer
Kontaktdaten Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie:
Dr. med. Fridtjof Trommer
Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie Luisenhospital Aachen
Boxgraben 99
52064 Aachen
Tel.: +49 (0) 241 /414 – 21 21
Fax: +49 (0) 241 /414 – 23 34
info@luisenhospital.de
www.luisenhospital.de
Kontaktdaten MVZ Chirurgie Aachen:
Dr. med. John Bennet Carow
Oberarzt Unfallchirurgie und Orthopädie
Dr. med. Florian Voigt
Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie MVZ Chirurgie Aachen
Boxgraben 95
52064 Aachen
Tel.: +49 (0) 241 / 414 – 20 00
Fax.: +49 (0) 241 / 414 – 20 19