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Hüft- und Oberschenkelschmerzen: Besser zum Spezialisten!

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Hüftschmerzen können viele mögliche Ursachen haben, was die Diagnose manchmal erschwert. Man unterscheidet zwischen Schmerzen, die direkt im Hüftgelenk entstehen, und solchen, die in die Hüfte ausstrahlen. Eine frühzeitige Abklärung ist dabei wichtig, um Folgeschäden zu vermeiden und die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten, sagt Priv.-Doz. Dr. Johannes Schauwecker vom Orthopädiezentrum München Ost (OZMO).

Herr Dr. Schauwecker, was sind die häufigsten Gründe für Schmerzen im oder am Hüftgelenk?

Dr. Schauwecker: Beim Erwachsenen sind Verschleiß oder Schädigung des Hüftgelenks – also Knorpelschäden oder Arthrose – sowie rheumatisch bedingte Beschwerden am häufigsten zu beobachten. Die Ursache kann in der altersbedingten Degeneration liegen, aber auch Folge angeborener Fehlbildungen wie Dysplasie oder Impingement sein. Bei Kindern und Jugendlichen kann auch eine Nekrose des Hüftkopfes, ein sogenannter Hüftschnupfen, dazu führen.

Welche Erkrankungen können sonst noch zu Schmerzen im Bereich der Hüfte führen?

Dr. Schauwecker: Das können zum Beispiel Probleme im Bereich der Lendenwirbelsäule, z.B. bei Bandscheibenvorfällen oder Spinalkanalstenosen, sein, aber auch Leisten- oder Schambeinbrüche beim Sportler oder auch Arterienverkalkung (pAVK) oder Thrombosen. Eine genaue Diagnose ist daher entscheidend, da die Behandlung stark von der Ursache abhängt. Nach einer umfassenden Untersuchung wählen wir zusammen mit dem Patienten die passende Therapie aus. Dabei ziehen wir nicht-operative Methoden wann immer möglich vor.

Wann ist eine Operation bei Hüftproblemen notwendig?

Dr. Schauwecker: Wenn die Diagnose auf ein Problem im Hüftgelenk hinweist, müssen wir entscheiden, ob eine konservative oder operative Behandlung notwendig ist. Bei deformierten Gelenken oder mäßigen Knorpelschäden sollte eine gelenkerhaltende Operation zeitnah erfolgen, um weitere Schäden zu vermeiden. Bei schwerer Arthrose kann ein Gelenkersatz nötig sein. Der richtige Zeitpunkt hängt vom Leidensdruck des Patienten ab. Solange keine Gefahr für benachbarte Gelenkabschnitte besteht, kann man oft abwarten.

Der Hüftgelenkersatz ist ja heutzutage Routine. Muss man davor noch Angst haben?

Dr. Schauwecker: Der Hüftgelenkersatz ist weiterhin ein großer Eingriff und sollte nur bei klarer Indikation empfohlen werden. Moderne minimal-invasive Methoden sind jedoch viel schonender als noch vor 20 Jahren. Der Blutverlust ist meist gering, sodass Transfusionen und die früher übliche Eigenblutspende vor dem Eingriff nicht mehr nötig sind. Die Patienten können das operierte Bein oft schon am ersten Tag voll belasten und sind zumeist nach zwei Wochen ohne Gehhilfen mobil. In der Regel können sie von Beginn an auf der Seite schlafen. Auf Gelenkersatz spezialisierte und zertifizierte Kliniken und Ärzte bieten heute zusätzliche Sicherheit und eine niedrigere Komplikationsrate.

Was „darf“ man heutzutage mit einem künstlichen Hüftgelenk?

Dr. Schauwecker: Nach erfolgreicher OP gibt es praktisch keine Einschränkungen mehr. Die Patienten können problemlos Aktivitäten wie Skifahren, Tennis, Golf oder Wandern nachgehen – selbst Alpenüberquerungen sind möglich. Verbesserte Materialien und ein immer besseres Verständnis der anatomischen und kinematischen Gegebenheiten führen zudem zu einer immer längeren Haltbarkeit der Endoprothesen.

Herr Dr. Schauwecker, haben Sie vielen Dank für Ihre Ausführungen!

Priv.-Doz. Dr. Johannes Schauwecker: „Eine stabile Rumpfmuskulatur und eine korrekte Körperhaltung sind wichtig, um Hüftschäden vorzubeugen. Eine frühzeitige Abklärung der Schmerzen kann dabei schwerwiegende Schäden verhindern. Leider suchen viele Patienten erst spät ärztliche Hilfe, oft erst nach Jahren, wenn bereits fortgeschrittene Verschleißerscheinungen vorliegen.“

Hüftbeschwerden
Priv.-Doz. Dr. med. Johannes Schauwecker

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