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HANDLUNGSUNFÄHIG – Wenn Hände und Finger den Dienst verweigern ….

Abnutzungsbedingte, schmerzhaft-entzündliche Gelenkveränderungen – umgangssprachlich „Gelenkverschleiß“ – gehören zum Krankheitsbild der Polyarthrose. Dabei sind gleichzeitig mehrere Fingergelenke betroffen, vor allem die Fingerend- und -mittelgelenke sowie die Daumen- und Handwurzelgelenke. Eine Polyarthrose der Hand (Befall vieler Gelenke) führt zu einer erheblichen Lebensbeeinträchtigung, bis hin zur Unfähigkeit, berufliche and Alltagsaktivitäten auszuführen.

Bei der Polyarthrose werden die Gelenkstrukturen und Seitenbänder der Finger zerstört, so dass die Fingerbewegungen instabil und die typische Scharnierbewegung weitgehend eingeschränkt wird. Verkrümmung, Verdrehung und seitliches Abkippen der Finger sind Langzeitfolgen.

Abb. 1: Polyarthrose-Formen der Hand.

Klinischer Verlauf

Die Polyarthrose verläuft in mehreren Stadien und Schüben: anfangs verdicken sich die Gelenke und Gelenkkapsel noch ohne Beschwerden und Funktionsverlust (Stadium 1); radiologisch finden sich erste diskrete Zeichen, was im Allgemeinen oft noch Untätigkeit statt prophylaktische Aktivität auslöst. Je später die Therapie beginnt, desto komplizierter wird sie. Sobald aber Schmerzen, Rötung und Schwellung wiederholt auftreten, wird von einer aktivierten Arthrose ausgegangen (Stadium 2). Lebensqualität und Alltag werden immer stärker begrenzt: der Händedruck wird schmerzhaft, kraftvolle Bewegungen und Dreh- und Halte-Griffe sind eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich, sodass oft dann erst (fach)ärztliche Hilfe in Anspruch genommen wird.
Das Stadium 3 – die erosive Polyarthrose – ähnelt dann der Polyarthritis bzw. dem entzündlichen Gelenkrheuma. Radiologisch zeigen sich verstrichene Gelenkspalten und zystische Zerstörungen des gelenknahen Knochens wegen des aggressiven Wachstums von Entzündungsgewebes (Pannus) der Gelenkinnenhaut, was mit starken Schmerzen verbunden ist; Schwellung, Rötung und Überwärmung an den Fingergelenken dominieren das Krankheitsbild. Im Stadium 3 sind andere Ursachen auszuschließen, z. B. die Rheumafaktoren und Harnsäure. Spätestens in diesem Stadium sollte zur Verlaufskontrolle die Standardröntgenaufnahme der ganzen Hand erfolgen.

Therapiemöglichkeiten

Therapeutisch ist eine Poly-Pragmasie kennzeichnend: Im frühen Stadium können täglich drei bis viermal am Tag Einreibungen mit sogenannten „Rheumamitteln“ wie Diclofenac, Piroxicam oder Ethofenamat eine gewisse Besserung erreichen. Meist werden bei akut-entzündlich veränderten Gelenken starke Schmerzmittel verordnet, u.a. sogenannte NSAR (nicht kortisonhaltige antirheumatischen Medikamente). Einzelne Gelenke können mit Injektionen (Cortison, Hyaluronsäure) wiederholt beruhigt werden. Außerdem werden alle Optionen der physikalischen Therapie eingesetzt (Kälte, Wärme, Ultraschall-, Elektrobehandlung). Die Ergotherapie hilft durch Dehnung unter Zug und Lagerungsschienen und Orthesen. Andere Hilfsmittel erleichtern alltägliche Handgriffe (Kartoffelschälen oder das Öffnen von Gläsern). Besonders wirksam und vielseitig einsetzbar an praktisch jedem Gelenk oder an der gesamten Hand mit allen 27 Gelenken ist die sogenannte Röntgen-Reiz-Behandlung (RRB) am Orthovoltgerät und Linearbeschleuniger, die vor allem ab Stadium 2 wirksam ist und entzündungsbedingte Gelenkveränderungen verbessern kann. Mit wenigen Bestrahlungen (6 – 10) am Orthovolt-Gerät oder am Linearbeschleuniger in 1 – 3 Serien innerhalb von 2 – 3 Wochen werden in bis zu 60 – 80 Prozent nachhaltige Verbesserungen erzielt; Nebenwirkungen treten praktisch nicht auf.

Wirkung der Strahlentherapie

Die niedrig dosierte Strahlung vermindert die Aktivität von Entzündungszellen (Leukozyten) und Vorläuferzellen des Bindegewebes und beeinflusst die Ausschüttung von Botenstoffen (Zytokine), die den Entzündungsprozess bzw. die überschießende Gewebsbildung regulieren. Außerdem wird noch eine direkte Hemmung der Schmerzrezeptoren vermutet.

Prof. Dr. med. Michael Heinrich Seegenschmiedt

MVZ RON STRAHLENTHERAPIE DUISBURG
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