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Patellaspitzensyndrom

VonStefanie Zerres

Das schmerzhafte Patellaspitzensyndrom wird aus gutem Grund auch Jumpers Knee genannt. Dennbesonders häufig betrifft die Reizung der Kniescheibensehne Sportler, die viele Sprünge ausführen.  (mehr …)

Der Kreuzbandriss – eine der schwerwiegendsten Verletzungen des Kniegelenks

VonRedaktion

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Im Zentrum für Arthroskopische Chirurgie und Sportorthopädie des St. Josefs-Hospitals Wiesbaden werden gelenkerhaltende Operationen an Knie-, Schulter- und Hüftgelenken durchgeführt. Darunter fallen vor allem Rekonstruktionen der Rotatorenmanschette, Hüftgelenksarthroskopien und Kreuzbandoperationen. Zum Fachgebiet des renommierten Mediziners und Diplom-Sportwissenschaftlers Dr. Lutz Nitsche zählt das Knie.

Wie schwerwiegend sind Kreuzbandrisse einzustufen, Herr Dr. Nitsche?

Wir behandeln Patienten mit akuten und älteren Kreuzbandrissen. Das Kniegelenk wird sowohl muskulär als auch durch die Kreuz- und Seitenbänder stabilisiert. Ist einer der beiden Stabilisatoren nicht mehr in der Lage, das Kniegelenk zu sichern, kann es zu übermäßiger Abnutzung kommen. Eine Kreuzbandverletzung zählt daher zu den schwerwiegendsten Sportverletzungen, die aufgrund der zusammenhängenden Instabilität zum vorzeitigen Knorpel- und Meniskusverschleiß sowie langfristig zu einer Kniegelenkarthrose führt.

Welche Therapie-Optionen hat ein Patient, um sein Kreuzband zu erhalten?

Innerhalb der ersten drei Wochen nach einem Kreuzbandriss besteht die Möglichkeit, das vordere Kreuzband dynamisch zu stabilisieren. Hierbei wird die Bandstruktur in ihrer Heilungsphase durch einen Polyethylen-Faden mechanisch entlastet und kann zusammenwachsen. Der Polyethylen-Faden wird im Schienbein mittels eines Federsystems befestigt, welches bei Zugbelastungen die Kräfte abfängt und dem Band die nötige Ruhe zur Selbstheilung gibt. Dieses sogenannte Ligamys-Verfahren hat den großen Vorteil, dass das eigene Kreuzband erhalten bleibt und keine andere Sehne wie etwa die Patellasehne für eine Rekonstruktion entnommen werden muss.

Was erwartet einen Patienten bei einer anstehenden Kreuzbandoperation?

Die Operation kann in „Rückenmarksnarkose“ – der sogenannten Spinalanästhesie – oder in einer schonenden Vollnarkose durchgeführt werden. Schon am ersten Tag nach der Operation ist der Patient wieder teilmobil. In aller Regel beträgt der Klinikaufenthalt zwei bis drei Tage.

Nach einer gelungenen Operation ist eine intensive Physio- und Trainingstherapie der Schlüssel zum Erfolg. Wichtig ist die optimale Zusammenarbeit aus Orthopäden, Physiotherapeuten und Sportwissenschaftlern. Neben unserem hauseigenen ambulanten Rehazentrum MED4SPORTS arbeiten wir unter anderem mit Qimoto, einem Labor für Bewegungs- und Funktionsdiagnostik in Wiesbaden, und dem ambulanten Reha-Zentrum in Mainz-Mombach zusammen.

Inwieweit besteht Ihrerseits wissenschaftliches Interesse an einer Datenauswertung?

Auf die wissenschaftliche Begleitung unserer Kreuzbandpatienten legen wir im St. Josefs-Hospital in Wiesbaden großen Wert. Die Daten unserer Kreuzbandpatienten werden gesammelt und wissenschaftlich ausgewertet. Aktuell laufen zwei Kreuzbandstudien in unserer Klinik, diese analysieren die Funktion nach Kreuzbandoperation und das Stabilitätsverhalten des Knies.

aus ORTHOpress 2-2017

Weitere Informationen:

Dr. med. Dipl. Sportwiss. Lutz Nitsche

St. Josefs-Hospital Wiesbaden GmbH

Beethovenstr. 20

65189 Wiesbaden

Tel.: 0611 / 177 - 0

lnitsche@joho.de