Schlagwort-Archiv Beinfehlstellungen

Schritt für Schritt

VonKlaus Bingler

Der erste Triumphschrei in einer Krabbelgruppe darf erwartet werden, wenn die Babys zwischen neun und zehn Monate  alt sind. Entweder posaunt die stolze Mutter die gute Nachricht morgens direkt zu Beginn der Stunde in die Gruppe oder sie konnte es nicht abwarten und hat schon am Abend vorher -aufgeregt in der WhatsApp-Gruppe gepostet: Stellt Euch -vor, Max, Tim, Jonas oder wie auch immer KANN LAUFEN!!! weiterlesen

Fragen und Antworten

Wie lernen Kinder gehen?

Wie und wann Kinder laufen lernen, ist individuell sehr unterschiedlich. Die meisten Babys machen ihre ersten Schritte im Alter von 12 bis 14 Monaten. Während die einen bereits mit acht bis zehn Monaten zu laufen beginnen, lassen sich andere damit 18 bis 20 Monate Zeit.

Wie kann man ein Baby beim Laufen Lernen unterstützen?

Viele Kinder lernen das Gehen ungefähr ab dem 11. Monat mit Unterstützung durch ein Spielzeug wie zum Beispiel einen Lauflernwagen oder an den Händen eines Erwachsenen. Es gibt auch Babys, die äußerst vorsichtig sind und erst fleißig üben, ehe sie es wagen, die ersten Schritte alleine zu tun.

Soll man Kindern beim Laufen lernen helfen?

Eltern sollten von Anfang an dafür sorgen, dass ihr Kind genügend Möglichkeiten hat, sich zu bewegen und ihm dabei spielerisch helfen. Falls das Kleine nach dem 18. Lebensmonat noch keinerlei Anstalten macht, eigenständig zu laufen, sollte man einen Kinderarzt zu Rate ziehen.

Kniearthrose (Gonarthrose)

VonStefanie Zerres

Das Kniegelenk ist häufig von degenerativem Knorpelabrieb, einer Arthrose, betroffen. Bei den Erkrankten handelt es sich nicht nur um ältere Menschen, sondern immer häufiger auch um jüngere, aktive Personen. Denn das Knie gehört zu den großen Gelenken und ist vielfältigen Belastungen ausgesetzt: Rollbewegungen beim Gehen und Laufen, Rotationsbewegungen bei Drehungen, Stöße bei Sprüngen und – nicht zuletzt – dem Körpergewicht. Dessen Last auf die Verbindung von Ober- und Unterschenkel wird je nach Bewegung noch potenziert.  weiterlesen

Fragen und Antworten

Wie erkenne ich Kniearthrose?

Bei einer Kniearthrose schmerzt das Gelenk und es kommt zu Bewegungseinschränkungen.

Welcher Sport kann bei Arthrose im Knie durchgeführt werden?

Am besten eignen sich gelenkschonende Sportarten wie beispielsweise Radfahren, Nordic Walking oder Schwimmen.

Welche Medikamente helfen bei Kniearthrose?

Bei arthrosebedingten Schmerzen werden in der Regel Medikamente aus der Gruppe der nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR) eingenommen.

Schlittenprothese bei Kniearthrose

VonRedaktion

Es muss nicht immer der Totalersatz sein

Das Knie ist ein vielbelastetes und zudem komplexes Gelenk. Bei degenerativen Veränderungen, die nicht mehr mit konservativen Methoden zufriedenstellend behandelbar sind, sollte dem Rechnung getragen werden. Eine der Möglichkeiten dazu ist die Schlittenprothese. Welche Vorteile diese hat, erklärt im Gespräch der Chefarzt des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie im HELIOS Klinikum Berlin-Buch, Prof. Dr. Daniel Kendoff.

Herr Prof. Kendoff, wobei handelt es sich bei der sogenannten Schlittenprothese und bei welcher Art der Gelenkschädigung am Knie wird sie eingesetzt?

Prof. Kendoff: Die Schlittenprothese ist ein Teil-Oberflächenersatz, der eingesetzt werden kann, wenn sich der Knorpelschaden auf einen isolierten Abschnitt des Gelenks beschränkt. Das kann die äußere oder die innere Gelenkfläche sein, wobei letztere aufgrund von Beinfehlstellungen häufiger betroffen ist. Außerdem sollte das vordere Kreuzband noch intakt sein und eine gute Restbeweglichkeit bestehen. Bei gut 30 Prozent der von Kniearthrose betroffenen Patienten sind diese Voraussetzungen erfüllt und sie können von den Vorteilen der Prothese profitieren.

Welche Vorteile sind das?

Prof. Kendoff: Die Schlittenprothese ist eine kleine Endoprothese und kann minimalinvasiv eingesetzt werden. Der dazu benötigte Hautschnitt ist im Vergleich zur Operation bei einer Totalendoprothese halb so groß. Vor allem aber ist der Eingriff weniger belastend. Sowohl der Blutverlust und das Risiko einer Infektion als auch die postoperativen Schmerzen sind geringer. Somit kann der Wiedereinstieg in den Alltag schneller erfolgen. Von großem Vorteil ist weiterhin, dass nur wenig Knochen reseziert werden muss. Dadurch bestehen genügend Verankerungsmöglichkeiten und damit gute Voraussetzungen, falls ein Wechseleingriff erfolgen muss. Dies kann unter günstigen Voraussetzungen nach einer Standzeit von bis zu 20 Jahren der Fall sein. Außerdem ist das Empfinden der Patienten für ihr neues Gelenk – die Propriozeption – bei der Schlittenprothese im Vergleich zum Oberflächenersatz besser.

Im Röntgenbild: vordere Ansicht einer Schlittenprothese

Gibt es eine bestimmte Altersgrenze für die Schlittenprothese?

Prof. Kendoff: Nein, allein bei starker Osteoporose, also bei schlechter Knochenqualität, setzt man sie nicht ein. Ältere Patienten ziehen einen Vorteil aus dem minimalinvasiven Einsatz einer Schlittenprothese, weil es kein großer Eingriff ist und sie keiner längeren Immobilität ausgesetzt sind. Meistens sind die Patienten, die sich für den Eingriff eignen, allerdings jünger, wenn nicht beide Oberschenkelkondylen von der Arthrose betroffen sind. Häufig kommt es auch durch Verletzungen zu solch isolierten Knorpelschäden.

Wie schnell ist die Mobilität wieder gegeben? Ist die Sportfähigkeit mit einer Schlittenprothese eingeschränkt?

Prof. Kendoff: Bereits am Tag nach der Operation stehen sie unter Anleitung im Krankenzimmer auf. Nach vier bis fünf Tagen können die Patienten wieder nach Hause. Die Ansprüche an das Kunstgelenk sind nach der Heilung natürlich sehr unterschiedlich. Aber bis auf Kontaktsportarten können mit der Schlittenprothese alle gewünschten Aktivitäten aufgenommen werden.

Neben der Schlittenprothese, die Sie mit ca. 80 Fällen im Jahr recht häufig einsetzen, wenden Sie bei einer Arthrose, die nur die Kniescheibe betrifft, eine andere spezielle Endoprothese an.

Prof. Kendoff: Genau, die Endoprothese für das patellofemorale Gelenk, das aus der Kniescheibe und der Oberschenkelrolle besteht, bietet die Möglichkeit, nur den Gelenkanteil zu ersetzen, der geschädigt ist. Dies tritt vergleichsweise selten auf, ist für die betroffenen Patienten aber eine gute Lösung.

aus ORTHOpress 3-2016

Weitere Informationen:

Prof. Dr. med. Daniel Kendoff

Chefarzt / Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie

HELIOS Klinikum Berlin-Buch

Schwanebecker Chaussee 50

13125 Berlin

Tel.: 030 / 94 01 - 523 00

Daniel.Kendoff@helios-kliniken.de

www.helios-kliniken.de

Knieendoprothese

VonBiermanski

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Beidseitige Knieendoprothese in nur einer OP-Sitzung: Schnelle Rehabilitation

Die 60-jährige Krankenschwester Hanna Schmidt leidet unter schwerer Arthrose an beiden Kniegelenken und kann sich daher nur noch selten ohne Schmerzen fortbewegen. Früher ist sie eine begeisterte Triathletin gewesen – das einzige, was ihr heute davon geblieben ist, ist das Schwimmen: „Manchmal noch 2000 Meter am Tag“, lächelt sie tapfer. Sie weiß, dass ihr Leiden schon bald der Vergangenheit angehört, denn sie hat sich für einen beidseitigen Gelenkersatz entschieden. Der dazu notwendige Eingriff wird – und das ist eher eine Seltenheit in deutschen Kliniken –  in nur einer Operationssitzung durchgeführt werden. Dass dies heute möglich ist, ist verschiedenen Faktoren zu verdanken: Ausgefeilte Operationstechniken erlauben heute immer kürzere Eingriffe und eine geringstmögliche Traumatisierung des Patienten. ORTHOpress sprach in Berlin mit Dr. Masyar Rahmanzadeh aus der ­MEOCLINIC im Berliner Quartier 206 in der Friedrichstraße, der hier gemeinsam mit Prof. Dr. Rahim Rahmanzadeh, einem der Wegbereiter und weltweit erfahrensten Experten auf dem Gebiet des künstlichen Gelenkersatzes, das Internationale Zent­rum für Gelenk- und Knochenchirurgie leitet, eine Klinik, in der hochspezialisierte Experten für Hüft- Knie- und Fußchirurgie sowie Schulter-, Ellenbogen- und Wirbelsäulenchirurgie gemeinsam unter einem Dach tätig sind. weiterlesen