Page 9 - ORTHOpress 3-2020 K
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                                        schulische Defizite auszugleichen. Um das zu erreichen, werden Handlungs- und Bewegungsabläufe trainiert und verinnerlicht. Zu den Behandlungs- feldern zählen beispielsweise Läh- mungen, Hyperaktivität, grob- und feinmotorische Störungen, Konzentra- tions- und Lernschwierigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten, bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen. Vielfach arbeiten Physiotherapeuten und Ergo- therapeuten ergänzend, so zum Bei- spiel bei Schlaganfallpatienten oder bei Kindern, die unter degenerativen Mus- kelerkrankungen oder neurologischen Erkrankungen leiden.
WELCHE THERAPIE- FORMEN UMFASST DIE PHYSIOTHERAPIE?
Der Begriff Physiotherapie umfasst aktive und passive Therapieformen. Es gibt die klassische Krankengym- nastik – heute als Bewegungstherapie bezeichnet – sowie die physikalische Therapie. Letztere gliedert sich in Mas- sagen, Elektrotherapie, Hydro- und Thermotherapie. Bei der Bewegungs- therapie geht es darum, nach einer Erkrankung oder einem Unfall, die kör- perliche Funktion und Belastbarkeit wiederherzustellen. Durch spezielle Übungen (mit oder ohne Hilfsmittel wie Bälle, Bänder, Gewichte) und Be-
wegungsabläufe wird die Muskula- tur gekräftigt und Muskeln, Sehnen, Bänder und anderes Gewebe gezielt gedehnt oder anderweitig bearbei- tet. Auch das Herz-Kreislauf-System, dieAtmungundderKreislaufkönnen mithilfe der Bewegungstherapie ge- zielt trainiert werden. Bei der Elektro- therapie geht es darum, mithilfe von elektrischem Strom Stoffwechselpro- zesse in Gang zu setzen, Muskeln zu aktivieren und die Durchblutung zu fördern. Dadurch können Verspannun- gen und Schmerzen gelindert werden. TherapienmitWasser(Hydrotherapie), Wärme- oder Kälteanwendungen (Ther- motherapie), zum Beispiel in Form von Bädern, Moor, Fango- oder Eispackun- gen, haben das Ziel, Verspannungen zu lösen oder entzündliche Prozesse einzudämmen.
BEREICHE DER ERGOTHERAPIE
Die Ergotherapie umfasst ebenfalls verschiedene Therapieformen. Dazu zählen hauptsächlich verschiedene Konzentrations- und Gedächtnisübun- gen, das Trainieren von Koordination, Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit aber auch von alltäglichen Dingen wie dem Umgang mit Geld, Verhalten im öffentlichen Leben und vielem mehr. Es gibt verschiedene Therapieansätze,
die zum Beispiel auch den Umgang mit Ton, Knete, Farben und Formen, aber auch mit Klängen, Stoffen sowie an- derenArbeitsmaterialien,dieallefünf Sinneansprechen,beinhaltenkönnen.
OFT HAND IN HAND
Während es der Physiotherapie ob- liegt, die Funktionstüchtigkeit des Kör- pers so weit wie möglich wiederher- zustellen, geht es in der Ergotherapie eher darum, bestimmte Handlungsab- läufe zu erlernen oder zu verbessern. EinBeispiel:BrichtsicheinPatientdie Hand, so geht es in der Physiotherapie darum, nach dem Zusammenwachsen der Knochen die Funktionsfähigkeit der Hand wiederherzustellen. In der Ergotherapie wird anschließend bei- spielsweise das Anziehen, Waschen oder das Binden einer Schleife mit diesem Arm geübt. Überschneidungen beider Therapieformen sind jedoch nicht selten. Bei Patienten mit komple- xen Störungsbildern stimmen Physio- und Ergotherapeuten ihre Arbeit häu- fig aufeinander ab und arbeiten Hand in Hand, um ihnen die Teilnahme am Leben und/oder Arbeitsleben soweit es geht zu ermöglichen.
von Ulrike Pickert
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