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Oberste Priorität: Gelenkerhalt
Arthroskopische Verfahren bei Arthrose
Vorzeitiger Gelenkabrieb wird in der Klinik Dr. Witwity immer stadiengerecht behandelt. Ein Gelenkersatz wird – schonend und minimalinvasiv – nur dann implantiert, wenn alle anderen Mög- lichkeiten nicht mehr erfolgversprechend sind. Zu den gelenkerhaltenden Therapien
  Arthrose-Patienten haben oft ei- nen langen Leidensweg hinter sich. Wenn alle konservativen Maßnahmen wie Gewichtsreduktion oder intraartikuläre Hyaluronsäure-In- jektionen ausgeschöpft sind, der Lei- densdruck aber weiterhin hoch ist, kön- nen operative Verfahren herangezogen werden. Hierbei stehen zunächst ar- throskopische Verfahren im Vorder- grund, weil viele Patienten primär keine prothetische Versorgung wünschen. Und dies ist oftmals auch nicht gleich notwendig, wie der Chefarzt der Klinik Dr. Witwity, Jörg Witwity, weiß. Dort werden verschiedene Behandlungs- methoden passend zum jeweiligen Er- krankungsstadium angewendet. „Wel- ches Verfahren das passende ist, hängt immer stark vom individuellen Fall ab und in welchem Stadium sich die de- generative Erkrankung befindet“, so Jörg Witwity.
Bei jungen Patienten bis zu 50 Jahren kann die arthroskopische Chondrozy- tentransplantation durchgeführt wer- den. Es wird hierbei arthroskopisch in einer ersten Sitzung Knorpel entnom- men und mit Wachstumsfaktoren aus dem eigenen Blut angezüchtet und in einem zweiten Schritt sechs Wochen später auf den Knorpeldefekt, auf die Knochenglatze eingesetzt. Mit einer sechs- bis achtwöchigen Entlastung, unter unter Zuhilfenahme einer Bewe- gungsmaschine, ist zu rechnen.
„Bei älteren Patienten kann auch die sogenannte Abrasions-Chondroplastik durchgeführt werden. Hierbei nehmen wir die eigenen, erwachsenen mesen- chymalen Stammzellen zur Hilfe. Die
gehört auch die sogenannte Bioprothese, die an der Stadener Klinik mitentwickelt wurde.
Knochenglatze wird hierbei 0,1 mm an- gefräst. Bei dieser Methode wird näm- lich die Bildung von körpereigenem Er- satzknorpel aus eigenen adulten mesenchymalen Stammzellen ange- regt. Fremdmaterial muss nicht implan- tiert werden.“ Die Anwendung der Bio- prothese erfolgt arthroskopisch und erfordert ein Höchstmaß an Präzision. Jörg Witwity beschreibt: „Im ersten Schritt werden beschädigter Knorpel und eventuelle Knochenabbauten ent- fernt. Dann wird der Knochen so ange- fräst, dass eine punktförmige Blutung entsteht.UmdasgewünschteErgebnis zu erzielen, ist es wichtig, dass der Kno- chen in einer ganz bestimmten Tiefe an- gefräst wird. Denn dann treten multi- potente Stammzellen, Zytokine und Wachstumsfaktoren aus und ein Blut- kuchen bildet sich. Nach einer gewissen Zeit, während der das Gelenk entlastet und mit einer CPM-Trainingsschiene passiv bewegt werden muss, bildet sich Faserknorpelersatz-Gewebe.“
WeilbeidiesemVerfahrenkeinKnochen entfernt werden muss, kann später im- mer noch eine Endoprothese eingesetzt werden, sofern dies notwendig ist. Ein weiterer Vorteil der Abrasions- arthroplastik ist das arthroskopische Vor- gehen. Damit profitiert der Patient von der Weichteilschonung, die sich positiv auf Wundheilung und Rehabilitation aus- wirkt. Außerdem können im gleichen Ein- griff Begleiterkrankungen direkt mit- behandelt werden. So etwa bei Beinfehlstellungen wie X- oder O-Beinen: Korrekturen der Beinachse können im Rahmen einer Umstellungsosteotomie des Schienbeinkopfes durchgeführt wer- den. Auch eine Hüftdysplasie, also eine
nicht ausreichende Überdachung des Hüftkopfes, kann bei einer Arthroskopie behandelt werden, indem der Raum für die Pfanne erweitert wird.
Hüftendoprothetik nach der AMIS-Methode
Sollte doch ein Kunstgelenk implantiert werden müssen, weil die Arthrose zu weit fortgeschritten ist, kommen in der Klinik Dr.WitwitymodernsteVerfahrenundMa- terialien zum Einsatz. So wird bei einer Hüftarthrose beispielsweise die AMIS-Methode angewendet. „Hierbei verwenden wir 2.000-fach gehärtete Ke- ramik-Hüftköpfe (Oxinium), die keinen Schwermetall-Abrieb wie Kadmium, Blei, usw. haben. Bereits am Tag nach der Operation können die Patienten unter Vollbelastung wieder anfangen zu ge- hen“, so Jörg Witwity.
Jörg Witwity, Chefarzt der Klink Dr. Witwity
 Klinik Dr. med. T. Witwity GmbH Neubourgstr. 4
21682 Stade
Tel.: 04141 / 959 - 101 info@arthroclinic-witwity.de www.arthroclinic-witwity.de
In der Klinik Dr.Witwity werden folgende Gelenke arthroskopisch behandelt:
 Schulter- gelenk
 Hüftgelenk
 Sprunggelenk
 Kniegelenk
 Ellenbogen- gelenk
  











































































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