Page 56 - ORTHOpress 3-2020 K
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Embolisation bei chronischen Gelenkschmerzen
Das Helios Klinikum Krefeld bietet als erste und bislang einzige Klinik bundesweit ein innovatives Therapieverfahren an, mit dem interventionelle Radiologen in Japan chroni- sche Gelenkschmerzen bereits seit einigen Jahren erfolgreich ausbremsen.
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Bei chronischen Gelenkschmerzen und Beschwerden des Sehnenap- parates erzielen konservative und
operative Therapien nicht immer eine zufriedenstellende Wirkung. „Mit der transarteriellen periartikulären Emboli- sation, kurz TAPE, steht für die Behand- lung nun eine zusätzliche Therapieop- tion zur Verfügung“, erklärt Prof. Marcus Katoh, Chefarzt der diagnostischen und interventionellen Radiologie am Helios Klinikum Krefeld. Die genaue Ursache für chronische Gelenkschmerzen hat der
Medizin lange Rätsel aufgegeben. Jetzt gibt es zunehmend Hinweise darauf, dass chronische Fehlbelastungen und Entzündungsreize dazu führen, dass sich krankhafte Gefäße auf der Ebene der Kapillaren entwickeln. Mit diesen bilden sich neue, ebenfalls krankhaf- te Nervenenden, die den Schmerzreiz übermitteln und die Beschwerden ver- ursachen. Auf Schmerzmedikamente reagieren sie deutlich schlechter oder gar nicht, weshalb oft nur bedingt eine Linderung zu erreichen ist.
Schmerzlinderung durch Minderdurchblutung
„Das Verfahren der therapeutischen Gelenk-Embolisation stammt aus Ja- pan, wo es bereits erfolgreich zum Ein- satz kommt“, berichtet der Spezialist mit japanischen Wurzeln, der diese in- novative Therapie mit nach Krefeld ge- bracht hat. „Unter örtlicher Betäubung wird ein dünner Katheter mit einem Durchmesser von unter einem Millime- ter über die Leisten- oder Handgelenks-
Titelfoto: Simon Erath

























































































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