Page 54 - ORTHOpress 3-2020 K
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                ORTHOpress l ANZEIGE
      1 Facettengelenksbehandlung
 1 MultiZYTE® Facet Endoskopische
  2 MultiZYTE® Sacroiliac Endoskopische Behandlung des Iliosakralgelenks (ISG)
Liebe Patientin, lieber Patient,
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   mit Ihren Rückenschmerzen sind Sie nicht alleine: Bis zu 85 Prozent der Bevölkerung leiden mindestens ein- mal in ihrem Leben darunter. Zum Glück verschwinden diese in den meisten Fällen unter einer konservativen Therapie (z. B. Physiotherapie) oder einer geeigneten Schmerzmedikation. Manchmal sind die Schmerzen al- lerdings andauernd (chronisch). Häufig sind die Facettengelenke oder das Iliosakralgelenk (ISG) die Auslö- ser. Abhilfe kann hier eine endoskopische Behandlung der betroffenen schmerzleitenden Nerven schaffen.
FRAGEN AN DEN EXPERTEN:
Wie muss man sich diesen Eingriff vorstellen?
Dr. Ostermann: Mithilfe der MultiZYTE® Methode können wir die rein schmerz- leitenden Nervenfasern präzise dar- stellen und kontrolliert behandeln. Darüber hinaus versorgen wir auch die Kapsel- und Bandstrukturen und die Ge- lenkschleimhaut. Insgesamt dauert der Eingriff etwa 30 Minuten. In 90 Prozent zeigt sich deutliche Besserung.
Welche Voraussetzungen müssen für eine solche Behandlung gegeben sein? Dr. Ostermann: Zur Vordiagnostik set- zen wir insgesamt verschiedene Test- verfahren ein, ergänzend auch radio- logische Verfahren wie Röntgen, Com- puter- und Kernspintomografie oder neurologische Messungen. Um sicher- zugehen, dass die Schmerzursache tat- sächlich im ISG oder im Facettengelenk liegt, überprüfen wir im Rahmen eines diagnostischen Blocks, ob sich der Schmerz durch Gelenkinfiltrationen ausschalten lässt.
Kann die OP vermieden werden?
Dr. Ostermann: Wir versuchen immer zuerst, die OP zu vermeiden. Es soll- te in jedem Fall mit Physiotherapie, Schmerzmedikation, eigenen Übungen und eventuell auch mit Elektrotherapie
und weiteren alternativen Methoden versucht werden, eine Verbesserung zu erzielen. Erst wenn diese Methoden scheitern, wird Ihr Arzt den Eingriff in Er- wägung ziehen.
Gibt es Risiken?
Dr. Ostermann: Jede OP hat ihre Risi- ken. Auftreten können Wundheilungs- störungen, Hämatome und in seltens- ten Fällen Schäden an Nerven, die Gefühl und Bewegung vermitteln. Nach aktuellster Studienlage ist die Kompli- kationsrate äußerst gering. Es handelt sich also um eine sehr schonende und risikoarme Methode.
Welche Vorteile bietet das MultiZYTE® Verfahren?
Dr. Ostermann: Bei der endoskopi- schen Methode wird über einen klei- nen Hautschnitt ein Endoskop an die Facettengelenke bzw. das Iliosakral- gelenk eingeführt („Schlüsselloch- Chirurgie“). Hierzu wird das Gewebe nur sanft aufdilatiert. Es werden keine Muskeln, Bänder oder Knochen durch- trennt. Eine frühere Rückkehr in den Alltag ist somit gewährleistet.
Ihr Arzt hat mithilfe des Endoskops die vollständige visuelle Kontrolle, es kön- nen gezielt überschüssige Knochenan- teile (sog. Osteophyten), entzündetes
Kapselgewebe und der schmerzleitende Nerv entfernt und somit dauerhaft aus- geschaltet werden. Die Nebenwirkun- gen der vorangegangenen Infiltrations- therapien mit Cortison, die in der Regel nur temporär hilfreich sind, können hiermit vermieden werden. Der Eingriff kann in Vollnarkose oder in Lokalanäs- thesie durchgeführt werden.
Welche anderen OP-Methoden gibt es?
Dr. Ostermann: In seltenen Fällen kön- nen die Beschwerden, möglicherweise nach einigen Jahren, wieder auftreten. In den meisten dieser Fälle ist es mög- lich, den Eingriff zu wiederholen. In seltenen Fällen kann die Durchführung einer Versteifungsoperation notwendig werden.
Anwender in Ihrer Nähe:
  Dr. med.
Guido Ostermann ONZ RECKLING- HAUSEN
Im Elisabeth Krankenhaus Röntgenstr. 10 45661 Reckling- hausen
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