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     Prof. Dr.med. Wolfgang Bauermeister (Univ. Charkiw, Ukraine)
FIBROMYALGIE – WENN DER GANZE KÖRPER SCHMERZT
Ganzkörperschmerzen – Fibromyalgie – gelten als unheil- bar. Sie bringen Patienten, Ärzte und Therapeuten zur Ver- zweiflung, denn keiner scheint die Ursache zu kennen. Ärz- te nutzen für die Ursachenerkennung statt der richtigen Methode – der Ultraschall Elastografie – die falsche, näm- lich die Kernspintomografie. Im Kernspin sieht alles nor- mal aus – in der Elastografie hingegen nicht. Dort sieht man die Ursache der Fibromyalgie – die Triggerpunkte – in den Faszien und Muskeln. Triggerpunkte können behan- delt werden, also auch die Fibromyalgie.
Triggerpunkte der rechten Wade
Triggerpunkte der linken Wade
TRIGGERPUNKTE IM SEITENVERGLEICH:
Die linke Wade hat viel mehr Triggerpunkte (rot-braun) als die rechte Wade. Durch sie ist die Beweglichkeit des linken Fußes deutlich eingeschränkt und die Schmerzen auf der linken Körper- seite sind deutlich größer als auf der rechten. Im normalen Ultra- schallbild waren keine Unterschiede zu erkennen.
WISSENSCHAFTLICHE DIAGNOSTIK
Schon vor 20 Jahren beforschte Prof. Bauermeister die Ultraschall Elastografie und fand heraus, dass Triggerpunkte damit sichtbar werden. Viele Ärzte haben inzwischen Ultraschallgeräte, die für die Elastografie geeignet sind, nur werden sie kaum eingesetzt. In der Triggermedizin werden unter der Haut liegende Triggerpunkte mit den Fingern ertastet. Das funktioniert bei tief liegenden Triggern hingegen nicht, aber die sind wichtig, denn viele Problemtrigger liegen in der Tiefe. Mit der Elastografie werden Trigger überall er- kannt, ob groß, ob klein, ob oberflächlich oder tief.
TRIGGERPUNKTE HIER – SCHMERZEN DORT
Die Therapie der Trigger wäre einfach, wenn sie sich dort befän- den wo der Schmerz ist, so ist es aber nicht. Im Nacken-Schulter- Bereich liegen die Trigger und der Schmerz nahe beieinander. Für den Rest des Körpers ist das aber anders, so können Trigger auch über einen Meter von ihrem Schmerzort entfernt sein. Kopf- schmerzen können auch durch Trigger in den Wadenmuskeln entstehen, in einer Entfernung von ca. eineinhalb Metern. Ei- gentlich sollte das Gehirn melden woher der Schmerz kommt, also wo sich der Trigger befindet. Nur leider tut es das nicht, stattdessen überträgt es die Schmerzen irgendwo hin, ohne eine erkennbare Gesetzmäßigkeit.
TRIGGERPUNKTE SIND INDIVIDUELL
Trigger können Schmerzen in alle Richtungen und über alle Entfer- nungen übertragen, von rechts nach links, von oben nach unten und umgekehrt. Triggerkarten, wie man sie in manchen Lehrbü- chern findet, zeigen nur eine von vielen Möglichkeiten und helfen nicht bei der Therapie. Diese Erfahrung musste Prof. Bauermeister machen als er in den 80-er Jahren in den USA lebte und die „ame- rikanische“ Triggermedizin testete. Die Erfolgsraten mit Injektio- nen lagen bei lediglich 25 Prozent, wenn er sich an den Triggerkar- ten orientierte. Mit der neuen Ultraschall-Elastografie finden Bauermeister und seine Mitstreiter die Trigger so zuverlässig, dass er so fast jedem Patienten helfen kann.
TRIGGERPUNKT-THERAPIE
In den Jahrzehnten seiner Tätigkeit hat Bauermeister Triggerpunkte mit Injektionen, Triggerpunkt-Akupunktur (Dry Needling), Kälte- spray mit Dehnungen, manuelle Druckbehandlung, Mikroströmen, Laser, Stoßwellen und jetzt auch mit repetitiver peripherer fokus- sierter Magnetstimulation behandelt. Die besten Behandlungser- gebnisse bei Ganzkörperschmerzen erzielt er mit fokussierten Stoßwellen und der fokussierten Magnetstimulation.
BEHANDLUNGSERGEBNISSE:
In einer Studie an 41 Patienten mit Schmerzen am gesamten Körper oder der unteren Körperhälfte gab es nur einen Therapieversager.
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