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 Bildquelle: www.nevro.com
Schmerz ausschalten
mit Hochfrequenz-Stimulation
Neue Lebensqualität mit dem HF-10-Schmerzschrittmacher
Therapieresistente chronische Schmerzen gehören zu den großen Herausforder­ ungen der Medizin: Die eigentlichen Ursachen, die irgendwann einmal zu den Beschwerden geführt haben, lassen sich entweder nicht wirksam bekämpfen oder spielen gar keine Rolle mehr – der Schmerz hat sich verselbstständigt. Oft unfähig, ihren Beruf auszuüben, haben sich die meisten Schmerzpatienten damit abge­ funden, nie wieder ein normales Leben ohne starke Schmerzmittel zu führen. Eine Alternative für solche Patienten kann jetzt die HF­10­Therapie sein, eine Weiterentwicklung der Rückenmarkstimulation. In diesem Artikel gibt der Experte Dr. Kasapovic einen Überblick über diese Art der Schmerztherapie.
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 www.hf10.com/de/arztsuche
Für welche Patienten ist die HF-10-Therapie geeignet?
Grundsätzlich kommen alle Formen von neuropathischen Schmerzen in Betracht. Das sind Nervenschmerzen, die ihre Bedeutung als Warnfunktion verloren haben. Dazu zählen etwa fort- bestehende Rückenschmerzen nach Voroperationen, aber auch Bein- schmerzen und Schmerzen der oberen Extremitäten und des Nackens lassen sich gut behandeln. Ebenso wie das früher „Morbus Sudeck“ genannte Chronische Regionale Schmerzsyn- drom (CRPS) nach Hand- oder Knö- chelfrakturen. Wichtig ist, dass zu- nächst alle zur Verfügung stehenden konservativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft werden.
Wie funktioniert der Einsatz des Schmerzschrittmachers?
Zum Einsatz des HF-10-Systems ist nur ein kleiner, minimalinvasiver Eingriff notwendig, bei dem die Stimulations- elektrode zwischen dem 9. und 10. Brustwirbel platziert wird. Die Implan- tation kann unter Vollnarkose erfol- gen, was ein großer Vorteil ist. Im Ge- gensatz zu früher muss der Patient nicht mehr während des Eingriffs an- sprechbar sein, um die richtige Posi- tion der Elektroden zu finden. Vor der
endgültigen Implantation wird eine ein- bis zweiwöchige Testung durch- geführt. Währenddessen wird der Im- pulsgeber an einem Gürtel getragen. Stellt sich eine deutliche Schmerz- linderung auch unter Alltagsbedin- gungen ein, kann der Impulsgeber dauerhaft im Gesäßbereich unter die Haut eingesetzt werden.
Was ist der Vorteil der HF-10-Therapie gegenüber früheren Stimulationsverfahren?
Die wichtigste Neuerung ist, dass an- ders als bei der früheren niederfre- quenten Rückenmarkstimulation der Schmerz nicht durch ein Kribbeln überlagert wird, was in manchen Situ- ationen als störend empfunden wur- de. Die HF-10-Stimulation selbst er- zeugt kein wahrnehmbares Gefühl – es wird einfach nur der Schmerz redu- ziert. Gegenüber früheren Systemen ist es daher auch kein Problem, Auto zu fahren. Die 16 Kontakte des HF- 10-Systems können individuell be- schaltet werden und erlauben ein brei- tes Anwendungsspektrum, falls der Schmerz „wandern“ sollte. Darüber hinaus sind die Geräte Ganzkörper- MRT-fähig und behindern so eine wei- tere bildgebende Diagnostik nicht.
u Klinik und Poliklinik
für Orthopädie und Unfallchirurgie Universitäts- klinikum Bonn Sigmund-Freud-Str. 25 53105 Bonn
Tel.: 0228/7287-0 info@ortho-unfall-bonn.de www.ortho-unfall-bonn.de
   Dr. Adnan Kasapovic
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