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   Schmerzlinderung! Das ist der sehnlichste Wunsch vieler Patienten, die von chronischem Schmerz geplagt sind. Ob Wanderausflüge, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren oder einfach mit den Kindern ins Schwimmbad zu gehen – alle Betroffenen können Aktivitäten nennen, denen sie nach dem schmerzbedingten Verzicht wieder nachgehen würden. Der Schmerzexperte Dr. Dr. Weigl hat dafür vor einigen Jahren in Kooperation mit der Uniklinik Bonn eine Technologie entwickelt, die eine Schmerztherapie bequem von zu Hause ermöglicht.
  Dr. Dr. Tobias Weigl, Ratgeberautor, Wissenschaftler, Arzt und Mitentwickler der Small Fiber Matrix Stimulation® (SFMS), die 2016 eingeführt wurde
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Die Bomedus-Schmerztherapie
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Herr Dr. Dr. Weigl, Schmerzpatienten leiden unter essenziellen Einschränkun- gen, wie sie sich gesunde Menschen kaum vorstellen können. Wie kommt es dazu, und worin sehen Sie eine Gefahr? Dr.Dr.Weigl: Egal, ob das Leiden vom Rücken, dem Nacken oder den Knien ausgeht – ständige Schmerzen schrän- ken in allen Lebenslagen ein. Bei Pati- enten, die für eine längere Zeit dauer- haft unter Schmerzen leiden, hat sich ein sogenanntes Schmerzgedächtnis ausgebildet. Die Beeinträchtigungen bestehen dann auch ohne die Ursache. Gefährlich ist diese Schmerzchronifi- zierung, da sie oft zur Einnahme hoher Dosen an Schmerzmedikamenten mit all den unangenehmen Nebenwirkun- gen führt. Zudem nehmen die Betroffe- nen oft ungesunde Schonhaltungen ein und ziehen sich aus ihrem sozialen Umfeld zurück.
Sie sind Autor eines Schmerzratge- bers, forschen zu diesem Thema, ha- ben aber auch als Arzt ständig Kontakt mit Betroffenen. Daher die Frage an Sie als Experten: Wie sieht der typi- sche Schmerzpatient aus? Können Sie ein Beispiel nennen?
Dr. Dr. Weigl: Den gibt es so nicht, je- der empfindet Schmerzen anders. Ernst genommen werden müssen aber alle Betroffenen mit ihren individuel- len Problemen. Viele Schmerzpatien-
ten sind durchaus sportlich oder wa- ren es zumindest vor ihrer Erkrankung. Und viele von ihnen durchlaufen meh- rere Therapien, ohne eine wirkliche Linderung zu erfahren, was mitunter sehr frustrierend ist. Exemplarisch kann ich von einer Patientin berichten, die nach einem Bandscheibenvorfall im unteren Rücken einen chronischen Schmerz entwickelte. Die sportbegeis- terte Mutter von zwei Töchtern setzte alles daran, wieder gesund zu werden. Aber auch ein minimalinvasiver Ein- griff, Osteopathie und Physiotherapie brachten, wenn überhaupt, dann nur kurzfristige Linderung, langfristig aber nicht die gewünschten Erfolge. Ein weiterer Bandscheibenvorfall brachte sie dann zur Verzweiflung, und sie war kurz davor, die ihr angeratene Verstei- fungsoperation durchführen zu las- sen. Bei ihrer Recherche nach Alterna- tiven stieß sie auf das von mir mitentwickelte Bomedus-Schmerz- band und wollte es ausprobieren. Sie sprach sehr gut auf diese Stimulations- therapie an und kommt mittlerweile ganz ohne Schmerzmittel aus. Auch Sport kann sie wieder treiben.
Die Erfolgsrate der Bomedus-Therapie, die mit der innovativen SMALL FIBER MATRIX STIMULATION® (SFMS) arbei- tet, ist hoch. Wie ist die Wirkung der Technologie und wie die Anwendung?
Dr. Dr. Weigl: Es befinden sich kleine Elektroden auf der Innenseite des Rü- ckenbandes, das bequem am Körper getragen werden kann. Über ein indivi- duell einstellbares Steuergerät werden feine Stromimpulse an die Nervenfa- sern geleitet. Durch die gleichförmige Stimulation beruhigen sich die dauer- strapazierten Nerven und verändern das Schmerzgedächtnis. Viele Patien- ten nutzen das System privat zu Hause, es wird aber auch erfolgreich in Schmerzkliniken im Rahmen einer mehrgliedrigen Therapie genutzt. Über 2.500 Anwender nutzen die Bomedus- Bänder bereits.
Bomedus GmbH
Jagdweg 4 | 53115 Bonn Tel.:0228/29972893 Fax:0228/29972899 kontakt@bomedus.com www.bomedus.com www.facebook.com/bomedus/
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