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 ARTHROSESCHMERZEN IN DEN FINGERN MÜSSEN NICHT SEIN
 Eine Fingerarthrose kann sehr schmerz- haft sein und das tägliche Leben sehr einschränken.
Dr. Jamitzky: „Der Verlust der Kraft oder der Sensibilität in den Fingern kann bei ganz normalen Tätigkeiten schnell zu Schwierigkeiten führen: So ist es Be- troffenen häufig nicht mehr möglich, ein Marmeladenglas ohne Hilfe zu öffnen; in späteren Stadien ist es häufig bereits schwer, eine Kaffeetasse sicher zu greifen und zum Mund zu führen. Die Orthovolt- therapie kann ganz ohne einen Eingriff die Schmerzen lindern und die entzündlichen Prozesse zurückdrängen.“
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  Schmerzende Hände im Alter
Eine Röntgenreizbestrahlung kann helfen
Ob wir am Computer sitzen, Kartoffeln schälen oder ein Buch lesen: Unsere Hände bilden die natürlichen Werkzeuge, auf die wir ein Leben lang angewiesen sind. Umso beschwerlicher ist es, wenn diese durch Verschleiß oder sonstige Erkrankungen unbeweglicher werden oder gar schmerzen. Die Gründe dafür können ganz unterschiedlich sein, erläutert Dr. Tomas Jamitzky, Leiter der Strahlentherapeutischen Abteilung des CDT in Köln. Er erklärt, wann Patienten mit einer Röntgenreizbestrahlung geholfen werden kann.
  Herr Dr. Jamitzky, warum beginnen bei vielen Menschen im Alter die Hände zu schmerzen?
Dr. Jamitzky: Meist ist eine Arthrose die Ursache. Der Mechanismus ist ganz ähn- lich wie bei den großen Gelenken. Ver- schleißerscheinungen führen z. B. dazu, dass der Knorpelüberzug der Gelenkflä- chen angegriffen wird. Das Gelenk funk- tioniert im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr reibungslos, sodass der Be- wegungsumfang stark eingeschränkt ist und das Beugen der Fingergelenke schmerzt. Ein gezieltes Training–zum Beispiel das „Kneten“ von Sand–kann hilfreich sein und die Beweglichkeit ver- bessern, bringt aber den meisten Patien- ten keine dauerhafte Linderung. Sie sind daher meist auf Schmerzmittel angewie- sen, die bei Dauereinnahme jedoch schwere Nebenwirkungen im Gastro- intestinaltrakt hervorrufen können.
Wer muss damit rechnen, an einer solchen Arthrose der Fingergelenke zu erkranken?
Dr. Jamitzky: Die Arthrosen an den Fin- germittel- oder Endgelenken sind die geläufigste Form des degenerativen Ge- lenkverschleißes überhaupt. Dabei sind Anzahl und Art der betroffenen Gelenke stark unterschiedlich. Die Gelenke kön- nen sowohl isoliert betroffen sein als auch im Rahmen einer Polyarthrose. Die häufigste Fingerarthrose ist die Heber- den-Arthrose, bei der die Fingerend- gelenke charakteristische knorpelig-knö- cherne Knoten ausbilden. Grundsätzlich gilt, dass Frauen rund zehnmal so häufig betroffen sind wie Männer. Warum das so ist, konnte bislang nicht abschlie- ßend geklärt werden. Man geht aber davon aus, dass hormonelle Prozesse daran beteiligt sind. Etwas seltener sind die Bouchard-Arthrose, die sich in den Fingermittelgelenken zeigt, und die Rhiz- arthrose des Daumensattelgelenks. Bei
den Fingerarthrosen treten die Schmer- zen außer im fortgeschrittenen Stadium hauptsächlich bei Bewegung auf – dabei ist diese aber sehr wichtig, damit die Fin- ger nicht einsteifen. Auch ein Druck auf die Gelenke wird meist als sehr schmerz- haft empfunden. Das unterscheidet von der Symptomatik her die Arthrose von der Arthritis – also Rheuma –, bei der die Schmerzen meist in Ruhe auftreten.
Wie kann jetzt eine Orthovolttherapie helfen?
Dr. Jamitzky: Bereits seit vielen Jahren werden niedrig dosierte Röntgenstrahlen punktgenau eingesetzt, um bestimmte zelluläre Prozesse zu beeinflussen. So ist es etwa möglich, die Aktivität von ent- zündlich aktivierten Zellen zu bremsen und auch Narbenbildung und Verknö- cherungen einzudämmen. Besonders die Entzündungshemmung ist es, die man sich bei der sogenannten aktivier- ten Arthrose zunutze macht, bei der es
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Die Strahlentherapeuten des Centrums für Diagnostik und Therapie (CDT).



















































































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