Page 13 - ORTHOpress 3-2020 K
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                 heute mit einem Kollagenvlies kombi- niert werden, welches in den Defekt ein- gelegt wird und den Knorpelzellen damit ein Gerüst zur Verfügung stellt, in wel- ches sie einwandern können. Wichtig ist in jedem Fall, dass das unterliegende Knochenbett nicht bereits kompromit- tiert ist, sondern noch eine intakte Basis zur Versorgung des sich neu bildenden Gewebes bieten kann. Ist dies nicht mehr der Fall, so muss zunächst eine Transplantation von gesundem Knochen erfolgen, den man aus Schienbein oder Hüfte entnimmt. In einem zweiten Schritt kann dann eine Knorpelzellmembran auf den neu aufgebauten Knochen aufge- bracht werden, um den Defekt durch ein- wachsende Knorpelzellen zu schließen. Ob dieser Eingriff noch arthroskopisch erfolgen kann oder offen durchgeführt werden muss, kann natürlich nur im Einzelfall entschieden werden.
Oft entsteht ein Knorpelschaden ja erst im weiteren Verlauf einer Verletzung oder Überlastung. Was kann man tun, bevor es dazu kommt?
Dr. Morawe: Häufig ist es eine bestehen- de Instabilität, die auf Dauer zu einer im- mer weiter fortschreitenden Überlastung und damit zum Verschleiß bestimmter Gelenkanteile führt. Bei einer solchen chronischen Außen-, Innen- oder Syndes- mosenbandinstabilität kann man durch die moderne Bandchirurgie wieder ein festes, sicher geführtes Gelenk erreichen und so einen Knorpelschaden vermeiden. Wenn jemand also merkt, dass er nach einem früheren Bänderriss, einem schwe- ren Umknicken in der Vergangenheit im- mer wieder dazu neigt oder auch einfach ein instabiles Gefühl behält, dann sollte dieser Zustand dringend beseitigt wer- den, bevor ein irreparabler Schaden ein- getreten ist. Dies gilt im Übrigen auch für Fehlstellungen, die das Gelenk zu über- lasten drohen. Auch in solchen Fällen kön- nen wir heute durch eine operative Kor- rektur – eine sog. Umstellungsosteo- tomie – wieder eine ausbalancierte und schmerzfreie Gelenkfunktion erreichen.
Herr Dr. Morawe, haben Sie herzlichen Dank für das Gespräch!
Dr. André Morawe, Chefarzt der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie
 ATOS Orthoparc Klinik GmbH Aachener Straße 1021B 50858 Köln
Tel.: 0221/484905-0 service-opk@atos.de www.atos-kliniken.com
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