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         ISG-SYNDROM
Ein kleines dreieckiges Implantat nimmt den Schmerz
Schmerzt es im unteren Rücken, denken Betroffene und Ärzte oft zuerst an einen Bandscheiben- vorfall oder eine Spinalkanalstenose, bei welcher die Nerven eingeengt sind. Doch häufig sitzt das Problem im wahrsten Sinne des Wortes tiefer und zwar im Iliosakralgelenk (ISG). Für Betroffene eines ISG-Syndroms sind die Mikrobewegungen sehr schmerzhaft. Abhilfe können die iFuse Implantate von SI-BONE schaffen. Seit 2010 konnten weltweit bereits über 40.000 Patienten mit dieser Problematik erfolgreich durch das iFuse Implant System® versorgt werden.
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Schätzungsweise bis zu 25 Pro- zent aller Rückenschmerzpati- enten leiden in Wirklichkeit un- ter einem ISG-Syndrom. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Fehlhaltungen, Stürze und Unfälle, Schwangerschaf- ten oder auch altersbedingte Ver- schleißerscheinungen können für die Beschwerden verantwortlich sein, ge- nauso wie frühere Versteifungsoperati- onen an der Wirbelsäule.
Das ISG ist ein „Schmerz-Chamäleon“
Das Tückische daran ist, dass die Schmerzen nur selten im Iliosakralge- lenk selbst lokalisiert sind. Die ziehen- den Schmerzen können in den Rücken, die Hüfte oder die Beine ausstrahlen, Taubheitsgefühle verursachen und zahl- reiche andere Beschwerden hervorru- fen, die man zuerst mit einer Beeinträch- tigung des Ischiasnervs in Verbindung bringen würde. Typischerweise nehmen
die Schmerzen dabei im Tagesverlauf zu. Als besonders schmerzhaft wird das Aufrichten aus einer vornübergebeugten oder hockenden Tätigkeit, sowie länge- res Stehen und das Anheben schwerer Gegenstände wie zum Beispiel eines Getränkekastens empfunden.
iFuse – eine minimalinvasive Lösung
Leider führt eine konservative Behand- lung mit Schmerzmitteln, Spritzen und angepasster Physiotherapie bei vielen Patienten nicht dauerhaft zum Erfolg. Bis vor Kurzem galt daher die operative Versteifung des Gelenks durch offene Beckenchirurgie als ultima ratio. Der Eingriff soll die schmerzauslösenden Torsionsbewegungen verhindern, ist je- doch mit einer verhältnismäßig großen Verletzung von Weichteilgewebe und einer langen Rehabilitationszeit ver- bunden. Mit den iFuse Implantaten von SI-BONE gehört das jetzt der Vergan-
genheit an: Die dreieckigen Titan-Im- plantate werden minimalinvasiv nach einem kleinen Hautschnitt in einer 30-40minütigen OP passgenau und si- cher eingebracht und stabilisieren mit ihrem besonderen Profil sofort das be- lastete Iliosakralgelenk. Durch die po- röse Oberfläche wachsen sie innerhalb nur weniger Wochen schonend in den umliegenden Knochen ein. Schon nach kurzer Zeit können die Patienten wieder schmerzfrei ihrem gewohnten Tagwerk nachgehen, und das praktisch ohne Einschränkungen im Alltag. Die ausge- zeichnete Studienlage zum iFuse Im- plantat mit über 75 Publikationen und zwei Langzeitstudien ergab zudem eine sehr hohe Patientenzufriedenheit von circa 95 Prozent und eine geringe Revi- sionsrate von 2,64 Prozent (dem pro- zentualen Durchschnitt von Patienten, die aufgrund erneuter Schmerzen in die Klinik zurückkehren müssen). Die Kos- ten für den Eingriff werden dabei von allen Krankenkassen übernommen.























































































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