Page 57 - ORTHOpress 1-20 Rhein-Main
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                patienten. Der größte Faktor für eine mögliche Unzufriedenheit ist dabei nicht funktioneller Natur, sondern in an- haltenden Schmerzen begründet. Gut 5–10 Prozent der Betroffenen leiden auch 12 – 18 Monate nach der Operation unter Schmerzen, bei einigen davon werden diese chronisch. Aber woran liegt das? Anders als beim Zugang zum Hüftgelenk lässt es sich praktisch nicht vermeiden, viele kleine Nervenäste zu beschädigen oder zu durchtrennen. Meist ist dabei der Ramus infrapatella- ris betroffen, ein sensibler Seitenast des Nervus saphenus. Auch die feinen Hautäste des Nervs können verletzt werden. Die Folge sind schneidende oder brennende Schmerzen, die sich besonders bei Belastung stark bemerk- bar machen. Viele Patienten entwickeln eine Allodynie, sodass beispielsweise das Tragen langer Hosen als unange- nehm empfunden wird. Klingen solche
Kniegelenkdenervierung
Beschwerden nicht innerhalb von Mo- naten ab, sollte umgehend mit einer Schmerztherapie begonnen werden, um eine Chronifizierung zu vermeiden. Ein bestehender chronischer Schmerz ist in jedem Fall mit sehr viel geringeren Aussichten auf eine vollständige Gene- sung verbunden.
Ultraschall zeigt die verletzten Nerven
Trotz umfangreicher Diagnostik lassen sich bislang die geschädigten Nerven jedoch nicht sicher identifizieren. Die Behandlung eines vermuteten Nerven- schmerzes am Knie gleicht daher viel- fach noch einem Blindflug. Ist der als beschädigt geltende Nerv jedoch wider Erwarten gesund, schadet eine Schmerz- behandlung eher, als dass sie nützt.
Doch in Zukunft kann die Behandlung solcher fälschlicherweise als Schmerz- auslöser identifizierten Nerven vermie- den werden: Einem interdisziplinären Forschungsteam um den Radiologen Georg Riegler von der Universitäts- klinik für Radiologie und Nuklearme- dizin der MedUni Wien gelang es Ende letzten Jahres, die feinen sensiblen Hautnerven am vorderen und inne- ren Oberschenkel und im Kniebereich mittels hochauflösender Ultraschall- Bildgebung darzustellen. Dies eröffnet völlig neue Möglichkeiten der Behand- lung – bislang gab es praktisch keine Möglichkeit, die nur weniger als einen Millimeter im Querschnitt messenden Hautnerven in bildgebenden Verfahren darzustellen.
von Arne Wondracek
Titel l ORTHOpress
   Diese Diagnosemöglichkeiten stehen zur
Bestimmung eines neuropathischen Schmerzes
zur Verfügung:
QST = quantitative sensorische Testung zur Prüfung der Hautempfindlichkeit Neurografie = Bestimmung der Nervenleitgeschwindigkeit
SEP = Erhebung somatosensibel evozierter Potenziale zur Prüfung der Ner- venleitbahn bis ins Gehirn
Auch bildgebende Verfahren wie Ultraschall, CT oder MRT können eingesetzt werden, um eine Nervenschädigung und möglicherweise ihre Ursache dar- zustellen; so kann etwa im MRT nachgewiesen werden, wenn nach einer Rückenoperation überschießendes Narbengewebe einen Nerv bedrängt.
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