Page 46 - ORTHOpress 1-20 Rhein-Main
P. 46

                 Zunehmende Schmerzen im Rücken oder Nacken erschweren den Alltag. Stehen und Gehen sind kaum auszuhalten, der Wunsch nach uneingeschränkten Bewegungsabläufen dominiert.
Bandscheibenvorfälle können in den Wir­ belkanal eindringen und auf das Rücken­ mark sowie die Nerven drücken. Dieser Druck verursacht Schmerzen, Mus­ kelverspannungen sowie Lähmungs­ erscheinungen in Armen oder Beinen, Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang. Nicht immer muss operiert werden. Viele Bandscheibenvorfälle können mit nicht operativen Therapien (Physiotherapie, etc.) behandelt wer­ den. Bleiben konservative Heilmetho­ den erfolglos, ist weiterführende Dia­ gnostikerforderlichundeineOperation oft unumgänglich. Der schmerzgequälte Patient selbst sieht dann im chirurgi­ schen Eingriff den einzigen Ausweg.
Im Interesse des Patienten soll immer die schonendste Operationsmethode gewählt werden mit weitestgehendem Ausschluss von Risiken und Komplika­ tionen. Ziele sind geringe Patientenbe­ lastung und schnellere Rehabilitation.
Literatur
1. Outcomes of endoscopic discectomy compared with open microdiscectomy and tubular micro- discectomy for lumbar disc herniations:
a meta-analysis. Barber SM et al. Journal of Neurosurgery: Spine 1.aop (2019): 1-14.
2. A randomised controlled trial of transforaminal endoscopic discectomy vs microdiscectomy. Gibson JN Alastair et al. Eur Spine J (2017): 26:847-856.
Die Schlüssellochchirurgie gewinnt
Die endoskopische Schlüssellochchirur­ gie ermöglicht eine rasche Genesung und nahezu völlige Narbenfreiheit. Durch einen Hautschnitt von nur weni­ gen Millimetern wird ein Endoskop di­ rekt bis zum Vorfall vorgeschoben. Un­ ter ständiger Sichtkontrolle kann die Schmerzursache (Bandscheibenmateri­ al, einengendes Knochengewebe) unter Schonung aller umliegenden Struktu­ ren beseitigt werden.
Die im Vergleich zu anderen Operati­ onsverfahren vielseitigen Vorteile bele­ gen aktuelle Studien. Die meisten Pati­ enten können nach wenigen Tagen wieder nach Hause und in Ihren Alltag zurück.1,2 Die klinischen Ergebnisse, auch in Bezug auf wiedergewonnene Lebensqualität, sprechen für sich.
Die Endoskopie ist eine zukunftsträchti­ ge Methode, die sich rasant weiterent­ wickelt.AuchfürdieeherseltenenBand­ scheibenvorfälle an der Brust­ wirbelsäule gibt es nun ein
eigens dafür entwickeltes Endoskop und Zugangssys­ tem (TESSYS® Thx). Die neue Navigation Intracs® em wurde speziell für den einfachen, si­ cheren und präzisen endos­ kopischen Zugang zu jedem Punkt an der Wirbelsäule ent­ wickelt. Eingriffsdauer und Strahlenbelastung werden damit auf ein Minimum redu­ ziert. Die gewebeschonende
endoskopische Schlüssellochchirurgie hat einen Quantensprung in der Be­ handlung fast aller Wirbelsäulenerkran­ kungen gemacht und wird zunehmend zum neuen Standard. In den nächsten ORTHOpress­Ausgaben stellen wir Ih­ nen Chirurgen aus Ihrer Region vor, die vollendoskopische Operationen bereits erfolgreich durchführen.
CESSYS®, TESSYS® und iLESSYS® sind markenrecht- lich geschützte OP-Systeme der joimax® GmbH. Sie gewährleisten eine schonende Operation bei Bandscheibenvorfällen und Stenosen. Intracs® em ist das Navigationssystem der joimax® GmbH.
Intracs® em-Navigation
Eins, zwei, drei und nach Hause
ANZEIGE l ORTHOpress
  46

















































































   44   45   46   47   48