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 erlernen und wegen ihrer Anschaulich- keit besonders für Einsteiger in die Ent- spannungsmaterie geeignet.
MEDITATION
Bei der Meditation geht es um eine Art der Bewusstseinserweiterung. Dabei fokussiert der Meditierende seine Ge- danken auf sich selbst und blendet die Umgebung komplett aus. Bei einigen Meditationstechniken versetzen sich die Teilnehmer in eine Art Trance, bei anderen bleiben sie wach und konzen- triert. Es gibt Meditationsverfahren, bei denen man sich nicht oder nur we- nig bewegt (passive Meditation) und solche, die ganze Bewegungsabläufe beinhalten (aktive Meditation). Wäh- rend für viele Menschen–vor allem in Asien – die Meditation Teil des spiritu- ellen Alltags ist, werden hierzulande parallel auch Meditationskurse ange- boten, die frei von religiösen Inhalten sind. Vielfach sind jedoch die hiesigen an die fernöstlichen Verfahren ange- lehnt. Sie alle dienen dazu, das seeli- sche Gleichgewicht wieder herzustel- len beziehungsweise zu bewahren.
Bekannte Meditationstechniken sind unter anderem die Zazen-Meditation, die Transzendentale Meditation oder die aktive Meditation von Osho. Die Definition des Begriffs Meditation ist nicht immer einheitlich. So werden oft auch Trainingsmethoden wie Yoga und Qi Gong und Tai Chi zu den Meditati- onsverfahren gezählt. Auch der Über- gang zu Fantasiereisen ist mitunter fließend. Das sogenannte Achtsam- keitstraining wird ebenfalls teilweise zu den Meditationsverfahren gezählt.
ACHTSAMKEITSTRAINING
Beim sogenannten Achtsamkeitstrai- ning geht es darum, innezuhalten und Gefühle und Empfindungen bewusst zu- zulassen ohne sie zu verdrängen und Dinge wieder bewusst wahrzunehmen anstatt sie vorbeirauschen zu lassen:
Beim Essen bewusst langsam und gründ- lich kauen, schmecken und riechen, an- statt im Kopf die Termine für die kom- mende Woche durchzugehen. Weiterhin sollen negative Gefühle oder Schmerzen laut dieser Methode nicht verdrängt oder unterdrückt, sondern möglichst neutral von außen betrachtet werden, um sie an- schließend bewusst loslassen zu kön- nen. Das Achtsamkeitstraining beinhal- tet ein gewisses Maß an Meditation. Achtsam kann man jedoch auch im All- tag sein, indem man sich in der Bahn zum Beispiel auf das Bahnfahren kon- zentriert und nicht aufs Handy schaut oder sich bei starker Wut einmal kurz zu- rücknimmt, die Situation von außen be- trachtet und dann erst reagiert.
ATEMENTSPANNUNG
Die Atementspannung kann als alleinige Therapie angesehen werden, ist aber oft auch anteilig in anderen Entspannungs- verfahren zu finden. Abzugrenzen ist die Atemtherapie (Atemgymnastik) im Rah- men der Physiotherapie (bei Asthma oder COPD). In hektischen Zeiten und unter Stress atmen wir eher flach und in den Brustkorb hinein. Die Atementspan- nung zielt unter anderem darauf ab, sich der eigenen tiefen Atmung wieder be- wusst zu werden und wieder verstärkt in den Bauch zu atmen, um ruhiger zu wer- den, die Durchblutung zu verbessern und Stress entgegenzuwirken.
Ratgeber l ORTHOpress
     Neben diesen relativ bekannten Entspannungstechniken gibt es viele weitere Richtungen und Strö- mungen, dabei auch viele Über- schneidungen. Wichtig ist, dass je- der für sich den richtigen Weg beziehungsweise die richtige Tech- nik zur Entspannung findet. Denn nur wer voll und ganz hinter der Me- thode steht, wird Erfolge verspü- ren, das Gelernte im Alltag umset- zen und sein Leben tatsächlich entspannter angehen.
  von Ulrike Pickert
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