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                  ORTHOpress l Ratgeber
Man muss nicht über einen Regenbogen gehen, um zu entspannen
Entspannungsverfahren für jedermann
„Stellen Sie sich vor, Sie gehen über einen Regenbogen und es riecht nach Frühling!“ Solche Anweisungen führen bei dem Ein oder Anderen eher zu Heiterkeit als zur Ent- spannung. Doch man muss nicht zwangsläufig über einen Regenbogen gehen, um zu entspannen, denn neben den sogenannten Fantasiereisen gibt es zahlreiche weitere Techniken, von denen die meisten weit weniger blumig sind. Ein Überblick:
  FANTASIEREISEN
Fantasiereisen sind nicht für jeden et- was. Allerdings gibt es viele Menschen, die darin ihren Weg zur echten Entspan- nung finden. Bei Kindern zum Beispiel funktionieren solche Reisen oft richtig gut und sie können oft wesentlich bes- ser in fantastische Welten abtauchen als Erwachsene. Fantasiereisen gibt es in den verschiedensten Ausführungen, von einem Tag am Strand über einen Wald- spaziergang bis hin zum Vogelflug. Wichtig ist, dass sich die Teilnehmer da- rauf einlassen können, eine bequeme Position einnehmen und Umgebungsge- räusche möglichst ausgeschaltet wer- den. Die Reise sollte von einem erfahre- nen Trainer vorgelesen oder vom Band abgespielt werden. Fantasiereisen sind zwar geführt, lassen aber dennoch ge- nügend Raum für eigene Vorstellungen. Für Menschen mit psychischen Erkran- kungen ist diese Form von Entspannung unter Umständen nicht geeignet.
AUTOGENES TRAINING
Das Autogene Training stellt eine Art Autosuggestion dar. Dabei versetzt man sich selbst in einen hypnoseähnlichen Zustand. Dies erfordert zunächst ein we-
nig Training. Auch bei dieser Entspan- nungstechnik ist es für den Erfolg wich- tig, dass sich die Anwender auf das Ver- fahren einlassen. Durch Selbstanweisun- gen wie „mein Arm wird ganz schwer“ oder „mein Arm wird ganz warm“, wel- che mehrfach wiederholt werden, bringt man den Körper mit ein wenig Übung in einen Ruhemodus, aus dem man Kraft und Erholung schöpfen kann. Wer das Autogene Training beherrscht, dem ge- lingt es besser, sich von stressigen Situationen zu erholen und schwierige Situationen zu bewältigen.
PROGRESSIVE MUSKEL- RELAXATION NACH JACOBSON
Dieses Entspannungsverfahren, welches in den 1920er-Jahren von Dr. Edmund Ja- cobson in den USA entwickelt wurde, be- ruht auf dem Grundsatz der Wechselbe- ziehung zwischen Körper und Psyche. Durch psychischen Stress verkrampfen automatisch die Muskeln, was zu Ver- spannungen führen kann. Bei der Pro-
gressiven Muskelrelaxation spannen die Teilnehmer zunächst eine bestimmte Muskelgruppe ein paar Sekunden lang an, um sie anschließend bewusst locker- zulassen und den Unterschied nachzu- spüren. In der Regel werden pro Sitzung verschiedene Muskelgruppen angespro- chen. So kommt es nach und nach zu ei- ner körperlichen Entspannung, die eine psychische Entspannung nach sich zie- hen soll. Die Technik ist relativ einfach zu
 Ziele der verschiedenen Ent- spannungsverfahren sind ...
...vor allem Stressabbau, Verringe- rung von Schmerzen, Wiedererlan- gen des seelischen Gleichgewichts, Verbesserung der Konzentration, Wiederherstellen des natürlichen Gleichgewichts zwischen Anspan- nung und Entspannung sowie eine bessere Alltagsbewältigung.
Merke: Für Menschen, die unter psy- chischen Erkrankungen leiden, Medi- kamente einnehmen oder sich in Krisensituationen befinden, emp- fiehlt es sich, von einem Arzt abklä- ren zu lassen, ob das gewählte Ent- spannungsverfahren bedenkenlos durchgeführt werden kann.
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