Page 31 - ORTHOpress 1-20 Rhein-Main
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                rechnet werden. Dass ein begnadeter Operateur dieselbe Präzision mit den bloßen Händen erreichen kann, ist si- cher möglich, aber vielleicht nicht an je- dem Tag und nicht immer wieder gleich.
Eine aktuelle US-amerikanische Studie fand, dass 85Prozent aller Knieprothe- sen über 25 Jahre halten. Hätten Sie es selbst so gut eingeschätzt?
Dieses fantastische Ergebnis hätten wir tatsächlich so nicht erwartet. Aber es zeigt doch umso mehr, dass es bei dem Zeithorizont von 25Jahren nicht auf 10 OP-Minuten ankommen kann.
Sondern?
In meinen Augen ist die exakte Anpas- sung an die individuelle Bandführung des Patienten entscheidend. Wir richten mittlerweile die Stellung des Gelenkes noch genauer an der ursprünglichen Stellung des natürlichen Gelenkes aus. Das können wir uns allerdings nur leis- ten, weil wir mit dem Roboter die Ge- lenkstellung auf 0,5° kontrollieren kön- nen. Mit normalen Instrumenten wäre dies nicht ohne Weiteres möglich.
Bei so viel Licht muss es auch Schatten geben. Gibt es bei der MAKOplasty® auch Risiken? NebendererwähntenlängerenOP-Zeit die Strahlenbelastung durch die Computertomografie, die für die exak- te Planung jedoch unerlässlich ist. An- sonsten sind es dieselben Risiken wie bei einer normalen Knieprothese. Auf der Habenseite ist die Möglichkeit der Fehlpositionierung erheblich vermin- dert bis nahezu ausgeschlossen.
Sie begleiten Ihre Patienten mittler- weile mit SchnellFit, einem speziellen Nachbehandlungsschema?
Mit der Sicherheit der roboterunter- stützten Operation erlauben wir unse- ren Patienten auch deutlich mehr. Flan- kiert wird dies durch eine spezielle Schulung schon vor der OP, eine beson- dere Form der Schmerztherapie und den Verzicht auf die früher üblichen Wunddrainagen.
Und das Ergebnis?
Tatsächlich schaffen es 93Prozent un- serer Patienten etwa 2Stunden nach der Operation aufzustehen und die ers- ten Schritte–natürlich noch in Beglei- tung–zu gehen. Die früher 3 bis 4Tage dauernde Schmerzphase ist meistens auf einen Tag reduziert, an dem wir die Schmerztabletten bewusst höher dosie- ren. Die Patienten, die SchnellFit mit einer früheren Operation vergleichen, können diesen Fortschritt meistens kaum glauben.
Was sind Ihre Pläne für 2020?
Da haben wir richtig viel vor. Sicher müssen wir auch unsere Kapazitäten an die Erfordernisse unserer Patienten an- passen, zumal es verbesserte Werkzeu- ge für Schlittenprothesen und Hüften
geben wird. Im Bereich der High-End- Bildgebung bekommen wir möglicher- weise eine ganz neue Option. Und viel- leicht kann ich Ihnen schon im nächsten Heft eine neue Behandlung präsen- tieren, auf die viele Patienten sehn- süchtig warten ...
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Achtung OP!
Was Sie Ihren Orthopäden fragen sollten ...
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2. Auflage, 220 Seiten, Hardcover
ISBN 978-3-92523232-9, 25,- Euro
Auch erhältlich unter:
www.health365.de Tel.: 0221 / 94 08 20
Der medizinische Ratgeber von Prof. Dr.med. Christian Hendrich ist nun in der zweiten Auflage erschienen. Der Ärztliche Direktor der renommierten Orthopädischen Klinik Schloss Werneck geht darin auf alle Fragen im Zu- sammenhang mit den wichtigsten Behandlungsmethoden der modernen Orthopädie ein. Er beschreibt klar und verständlich, was bei den Behand- lungen genau passiert, wie lange ein stationärer Aufenthalt notwendig ist und welche eventuellen Risiken bestehen. Thematisiert wird unter anderem der Einsatz eines künstlichen Knie- und Hüftgelenkes sowie Operationen an der Wirbelsäule.
                              Erste Schritte 2 Std. nach MAKOplasty®-Knie-OP mit dem ltd. Physiotherapeuten M. Stubenrauch.
  u Orthopädisches Krankenhaus Schloss Werneck
Spezialklinik für Endoprothetik, Orthopädie und Unfallchirurgie EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung
Tel.: 09722 / 21 14 03 www.orthopaedie-werneck.de
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