Page 23 - ORTHOpress 1-20 Rhein-Main
P. 23

                 den Bindegewebssaum einwandern und dort verbleiben können. Da es praktisch keine Möglichkeit gibt, die- sen Zustand zu beseitigen, steht am Ende die Explantation – die Titanwur- zel muss entfernt und der Bereich sa- niert werden.
Mit den Temption-Hilfsimplantaten gehört das der Vergangenheit an. Wie funktioniert das?
Dr. Schneider: Das Temption-Hilfsim- plantat ist ein sehr dünnes Implantat,
welches an bestimmten definierten Stellen zusätzlich zu den eigentlichen Implantatwurzeln eingebracht wird. Das ist problemlos in derselben Sit- zung möglich. Die Primärstabilität des Temption ist ausreichend, um darauf einen festen, sofort belastbaren Zahn- ersatz verankern zu können, der für diegesamteEinheilphasevollfunkti- onsfähige Zähne bereitstellt. Die Ti- tanwurzeln der eigentlichen Implanta- te werden so nicht nur nicht belastet, sondern zusätzlich geschützt – ein Riesenvorteil gegenüber der herkömm- lichen Vorgehensweise. Die perfekte Einheilung kann man sogar sehen: Dort, wo die Wurzel aus dem Kiefer heraustritt, bildet sich bei einem gut eingeheilten Implantat ein Zahn- fleischsaum – ganz wie bei einem na- türlichen Zahn.
Wie viele Temption-Hilfsimplantate werden für eine Versorgung benötigt? Dr. Schneider: Mit diesem Verfah- ren können dabei sowohl vereinzelt fehlende Zähne ersetzt wie auch völ- lig zahnlose Kiefer versorgt werden. Wenn zwei Zähne nebeneinander fehlen, so kann ein Temption-Hilfsim- plantat ausreichend sein. Bei einer Komplettversorgung werden im Ober- kiefer vier bis sechs, im Unterkiefer fünf Temption benötigt.
Wann werden die Hilfsimplantate wie- der entfernt, und was passiert mit den Bohrlöchern?
Dr. Schneider: Die Temption-Hilfsim- plantate werden in der gleichen Sit- zung entfernt, in der auch die end- gültigen Implantatkronen auf die eingeheilten Wurzeln aufgesetzt wer- den. Da der Durchmesser des Temp- tion so gering ist, verschließt sich die Stelle, an der es gesessen hat, sofort wieder – meist tritt nicht einmal ein sichtbarer Blutstropfen aus. Der Pati- ent verspürt keinerlei Wunde im Kiefer.
Was ist in Ihren Augen der größte Vor- teil des Temption?
Dr. Schneider: Neben der deutlich ver- besserten Lebensqualität der Patien- ten während der Einheilphase ist der
ANZEIGE l ORTHOpress
  Die Erfahrung von Dr. Schneider kommt nicht nur den Patienten bei ZAHNKULTUR zugute: Der Implantologe leitet eine der profiliertesten Fortbildungsein- richtungen für Zahnärzte und Oralchirurgen überhaupt. Er selbst blickt dabei inzwischen auf über 15.000 eingesetzte Im- plantate mit einer Einheilquote nahe 100 Prozent zurück.
   BELASTUNGSFREIE EINHEILUNG MIT TEMPTION
DIE BESTE VORAUSSETZUNG
Sabrina Dabrenz (51), Kundendienst- leiterin eines großen Autohauses in Wiesbaden: „Ich hatte schon einmal Zahnimplantate, die aber nach kurzer Zeit wieder herausgenommen werden mussten. Wahrscheinlich sind sie zu früh belastet worden, noch bevor sie richtig eingeheilt waren. Für mich war das Thema Implantate daher erst ein- mal erledigt. Ich trug dann bis vor we- nigen Monaten ein Gebiss, war aber überhaupt nicht zufrieden. Dann hörte ich von Zahnkultur und den Temp- tion-Hilfsimplantaten, die während der Einheilphase eine völlig normale Nah- rungsaufnahme ohne die sonst übliche „Astronautenkost“ erlauben. Auch der notwendige Knochenaufbau im Ober- kiefer war nichts, wovor man sich fürch- ten müsste. Ich habe praktisch keine Schmerzen gehabt und konnte sofort ohne Einschränkungen im Berufs- und Privatleben allen Aktivitäten nachge- hen. Ich traute mich erstmals wieder, lauthals über den Witz eines Kollegen zu lachen, ohne an mein verrutschen- des Gebiss denken zu müssen – ein Ge- fühl wie in meiner Jugend!“
         größte Vorteil natürlich die Sicherheit für das eigentliche Implantat. Mit einer Einheilquote von 99,6Prozent über alle Patienten hinweg – dies schließt auch schwierige Fälle wie Patienten mit Vorerkrankungen ein – können wir einen Implantatverlust nahezu aus- schließen. Das ist ein großer Erfolg und die vielleicht schönste Bestäti- gung für unsere Arbeit.
u ZAHNKULTUR
Dr. Martin Schneider Dr. Vera Rasche
Dr. Markus Bechtold Christophstraße 7 50670 Köln
Tel.: 0221 / 99 03 00 Fax: 0221 / 912 95 28 info@zahnkultur.de www.zahnkultur.de
 BESUCHEN SIE UNS AUF UNSERER INTERNETSEITE: WWW.ZAHNKULTUR.DE
  23














































































   21   22   23   24   25