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                       Einengung an der HWS im MRT-Bild
Untersuchung erfolgt bei einer vermute- ten Spinalkanalstenose natürlich eine Diagnostik mit bildgebenden Verfahren. Standard ist dabei heute die Magnetre- sonanztomographie (MRT), mit welcher der Spinalkanal, das darin verlaufende Rückenmark und die davon abgehen- den Nervenwurzeln optimal dargestellt werden können. Auch können eine Computertomographie (CT) oder bei sehr seltenen Fragestellungen eine My- elographie durchgeführt werden.
Muss eine Spinalkanalstenose an der HWS immer operiert werden?
Prof. Zausinger: Wenn noch keine Schwä- che besteht, steht die konservative Be-
handlung mit Schmerzmedikamenten und Krankengymnastik im Vordergrund. Ein Training der Nackenmuskulatur kann stabilisierend wirken, sodass keine wei- teren Maßnahmen notwendig sind. Wenn die Beschwerden jedoch unter der kon- servativen Therapie weiter bestehen oder gar fortschreiten, sollte eine Operation zur Befreiung der Nerven und des Rü- ckenmarks mit einem spezialisierten Neurochirurgen oder Orthopäden be- sprochen werden. Die Operation erfolgt dabei in Abhängigkeit von der Art der Ste- nose von vorne oder vom Nacken aus. Beim weit überwiegenden Teil der Patien- ten kommt es nach der Operation zu ei- ner deutlichen Besserung der Schmerzen und der neurologischen Beeinträchti- gung. Dabei gilt: Je länger der Nerv einer Kompression ausgesetzt war, desto län- ger dauert es, bis eine Verbesserung ein- tritt. Untergegangenes Nervengewebe er- holt sich jedoch nicht mehr. Dennoch kann in vielen Fällen auch bei Patienten, diebereitsvorderOperationstarkbeein- trächtigt waren, eine Verschlimmerung der Beschwerden verhindert werden.
Bis zu welchem Alter kann eine Spinal- kanalstenose operiert werden?
Prof. Zausinger: Die Operation wird im Regelfall minimalinvasiv unter dem Ope- rationsmikroskop durchgeführt und wird
auch von älteren Patienten meist gut tole- riert. Die Mehrzahl der Patienten kann am Tag nach der Operation aufstehen und das Krankenhaus bereits nach weni- gen Tagen wieder verlassen. Das Team von Neurochirurgen, Orthopäden und Ra- diologen vom Wirbelsäulenzentrum am Stiglmaierplatz verbindet seit Jahren prä- zise Diagnostik, individuelle Beratung und schonende operative Verfahren zur Erweiterung der Spinalkanals der HWS auf neuestem und höchstem Niveau.
Sie leiden unter den genannten Be- schwerden? Die Experten vom Wirbel- säulenzentrum am Stiglmaierplatz um Dr. Medele und Dr. Ständer stehen Ihnen gerne zur Abklärung, Beratung und Therapie zur Verfügung.
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  ➝Das medizinische Versor- gungszentrum am Stiglmaierplatz wurde 2006 von Dr. Ralph Medele und Dr. Marko Ständer gegründet. Seither wurde das Team um viele kompetente und sympathische Mitarbeiter bereichert, deren zen- trale Aufgabe es ist, Ihre Rücken- schmerzen mit neuesten Metho- den umfassend zu behandeln. Gemeinsames Ziel ist Ihr Wohlbe- finden. Damit Sie alles auf kurzem Weg erreichen, verfügt das Wirbel- säulenzentrum in der Nymphen- burgerstr.1 über verschiedene Fachrichtungen unter einem Dach: Neurochirurgie, Orthopädie/Un- fallchirurgie, Radiologie, Neurora- diologie und Physiotherapie. Eine medizinische Trainingstherapie und eine Rückenschule runden das breite Spektrum ab.
 Prof. Dr.Stefan Zausinger absolvier- te sein Medizinstudium an der Fried- rich-Alexander-Universität Erlangen und an der Ludwig-Maximilians-Uni- versität. Die Promotion erfolgte bei Fr. Prof. M. Albus, Psychiatrische Klinik, Isar-Amper-Klinikum München-Ost. 1993 begann die Tätigkeit als Arzt im Praktikum, später Assistenz- und
Oberarzt in der Neurochirurgischen Klinik der Universität München (LMU), unterbrochen von einer DFG-geförderten Forschungstätigkeit von 1994 bis 1996 im Institut für Chirurgische Forschung der LMU. 2005 erfolgte die Ha- bilitation und Ernennung zum Leiter des Bereichs Spinale Neurochirurgie, 2011 die Bestellung zum Professor an der LMU, von deren Lehrkörper er ein Teil verbleibt. Seine Forschungsschwerpunkte waren Neuroprotektion bei zerebraler Ischämie, im Wirbelsäulenbereich intraoperative Bildgebung und Monitoring, Tumorerkrankungen innerhalb des Spinalkanals und Dekom- pressions- und Stabilisierungsverfahren bei Stenosen und Tumorerkran- kungen der Halswirbelsäule. Seit Oktober 2019 verstärkt Prof. Zausinger das Spezialistenteam im Wirbelsäulenzentrum am Stiglmeierplatz (WZAS).
   Wirbelsäulenzentrum
am Stiglmaierplatz
Prof. Dr. med. Stefan Zausinger Nymphenburger Str. 1
80335 München
Tel.: 089 / 54 34 30-30
Fax: 089 / 54 34 30-330 info@wzas.de
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