Page 16 - ORTHOpress 1-20 Rhein-Main
P. 16

                ORTHOpress l ANZEIGE
 Hüftarthrose
Schnell wieder fit mit neuem Gelenk
Für viele Patienten mit fortgeschrittener Arthrose ist ein Kunstgelenk nach Ausschöp- fung nicht-operativer Therapien eine Möglichkeit, Schmerzen loszuwerden und Akti- vität zurückzuerlangen. Moderne Implantate, optimale präoperative Planungen und gewebeschonendes Operieren spielen dabei eine große Rolle, wie die Orthopäden Dr. Manfred Krieger und Ralf Dörrhöfer vom Netzwerk Fachärzte Rhein-Main, die in der Emma Klinik und im GPR Rüsselsheim operieren, berichten. Dort profitieren die Patien- ten zudem mit dem Rapid Recovery-Programm von einer schnellen Rehabilitation.
 Erfahrung, die verbindet
 Die Fachärzte Rhein-Main operieren in der Emma Klinik in Seligenstadt und im GPR Rüsselsheim. Dr. Krieger blickt auf eine lange, erfolgreiche Zusammen- arbeit zurück: „Bereits vor 20 Jahren haben wir in Rüsselsheim Hüft-OPs durchgeführt, die mit fünf Tagen einen damals revolutionär kurzen Kranken- hausaufenthalt nach sich zogen. Die Fast-Track-Rehabilitation konnte immer mehr verfeinert und interdisziplinär ausgerichtet werden. Die heutige Rapid Recovery bietet durch die enge Verzahnung von Anästhesie, Operation und Re- habilitation ein optimales Führen des Patienten zu seiner Genesung.“
Zur Planung einer Hüftendoprothesen- Implantation nutzen Sie unter anderem ein 3-D-Knochenmodell. Was lässt sich damit erreichen?
Dr. Krieger: Dieses Planungsinstrument erhöht die Operationssicherheit auf der einen und die Patientenzufriedenheit auf der anderen Seite, weil wir damit noch präziser und anatomiegerechter implantieren können. Je genauer der Er- satz ist, umso mehr verringern wir die Risiken, die eine Lockerung der Endo- prothese fördern könnte. Für die Pla- nung werden die Daten einer CT-Unter- suchung in eine spezielle Software eingespeist. Das virtuelle 3-D-Knochen- modell kann am Bildschirm beurteilt werden und lässt eine sehr gute Analyse von wichtigen Faktoren wie Anatomie und Knochenstruktur zu. Zudem bekom- men wir genaue Angaben zur Art und Größe der potenziellen Endoprothese. Wichtige Parameter für die Implantation einer künstlichen Hüfte, die bei uns mit der AMIS-Methode erfolgt, sind unter anderem die Pfannen- und Kopfgröße sowie die Schaftstärke.
Die erwähnte AMIS-Methode steht für ein besonders muskelschonendes Operieren. Wie ist das möglich?
Ralf Dörrhöfer: Dass die Weichteile mit dieser minimalinvasiven Vorgehenswei- se kaum traumatisiert werden, ist vor allem dem Zugang zum Gelenk geschul- det. Die Abkürzung AMIS steht für „an- terior minimal invasive surgery“ und be- sagt, dass der Weg zum Gelenk von seitlich vorne erfolgt. Dort ist es mög- lich, durch sogenannte Muskellogen hindurch zu operieren. Anstatt wie bei herkömmlichen Verfahren Teile der Ge- säßmuskulatur zu durchtrennen, was eine erheblich längere Heilung bedeu- tet, werden die Muskeln nur zur Seite gehalten. Es kommt so kaum zu Kraft- verlust. Auch der Blutverlust ist beim
AMIS-Verfahren geringer und die späte- ren Narben sind kleiner. Die Endopro- these wird zementfrei eingesetzt.
Der Patient kann schneller wieder auf- stehen. Was bedeutet das konkret und wie verläuft die postoperative Zeit?
Dr. Krieger: Eine schnelle Mobilisierung ist wichtig, damit es nicht zu Muskel- abbau kommt. Die meisten Patienten können und sollen bereits am Tag der OP aufstehen. Neben der schonenden Operationsmethode trägt ein gutes Schmerzmanagement dazu bei: Wäh- rend des Eingriffs werden Lokalanäs- thetika in das OP-Gebiet gespritzt und später steht eine bedarfsgerechte Medikation zur Verfügung. Das neue Gelenk kann sofort belastet werden. Haben die Patienten früher oftmals mehrere Wochen im Krankenhaus ver- bracht, sind es heute nur noch fünf Tage. Für den einen oder anderen sehr fitten Patienten ist sogar eine Entlas- sung am gleichen Tag möglich. Dafür müssen der Kreislauf stabil, die Wunde reizlos, eine Betreuung zu Hause ge- währleistet sowie Treppensteigen und etwa 200 Meter ohne Hilfe gehen mög- lich sein. Nach dem Klinikaufenthalt empfehlen wir eine zweiwöchige Reha.
                    „Mein neues Gelenk“ – überarbeitete Neuauflage. Der Ratgeber gibt Patienten wertvolle Informatio- nen zumThema Hüft- und Knieendoprothetik.
 Bestellung unter: www.health365.de per Fax: 0221/9 40 82 11
per Mail: bestellungen@orthopress.de ISBN - 978-3-943587-22-7
 2. AUFLAGE
Mein neues Gelenk | Ein Ratgeber für die Empfänger von Hüft- und Knieendoprothesen
Mein neues Gelenk
Ein Ratgeber für die Empfänger von Hüft- und Knieendoprothesen MANFRED KRIEGER, RALF DÖRRHÖFER 2. überarbeitete Auflage















































































   14   15   16   17   18