Page 12 - ORTHOpress 1-20 Rhein-Main
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                ORTHOpress l Ratgeber
Calcaneus
Sprungbein
Fersenbein
Würfelbein
DER FERSENBEINBRUCH
Unfall mit Folgen
Zwar kommt eine Fraktur des Fersenbeins mit einem Anteil von 1 bis 2 Prozent an allen Knochen- brüchen vergleichbar selten vor, doch dann ist dieser Verletzung hohe Aufmerksamkeit zu schenken. Der Grund dafür: Häufig kommt es bei unpassender Behandlung auch nach der Heilung zu Folge- schäden wie Instabilitäten, Fußfehlstellungen oder Arthrose.
 Das Fersenbein (Calcaneus) ist Teil des Rückfußes und stellt den größten Knochen des Fußes dar.
Am hinteren Ende setzt die Achillesseh- ne an, wodurch an dieser Stelle eine große Kraftübertragung stattfindet. In Kombination mit dem Sprungbein ist das Fersenbein wesentlich für die Fuß- bewegung. Zudem spielt dieser Kno-
chen eine wichtige Rolle als Gelenkpart- ner: Zusammen mit dem Sprungbein (Talus) bildet er das untere Sprungge- lenk, mit dem Würfelbein (Kuboid) ein Fußwurzelgelenk.
Da das Fersenbein normalerweise pro- blemlos auch größeren Belastungen standhalten kann, sind es meist Unfälle mit hoher Krafteinwirkung, die zu einer Fraktur führen. Dabei kommt es nicht selten vor, dass es an beiden Füßen zu einem Bruch kommt. Stürze aus großer Höhe, bei denen der Betroffene auf den Füßen landet, stellen besonders oft das Unfallgeschehen dafür dar. Außerdem sind es Verkehrs- oder Sportunfälle, aus denen Fersenbeinbrüche hervorgehen. Überwiegend gefährdet sind daher Men- schen mit einem beruflichen oder sport- bezogenen Sturzrisiko wie zum Beispiel Dachdecker oder Parcoursläufer.
Zu einem eher mittigen Bruch am Fer- senbein kommt es bei sogenannten Im- pressionsfrakturen, indem das Schien- bein beim Unfall auf das Fersenbein
gedrückt wird. Ansonsten kommen Randfrakturen vor. Selten handelt es sich bei einer Fraktur am Fersenbein um einen isolierten Bruch. Auch andere Strukturen wie beispielsweise Sehnen oder das Gelenk sind dann geschädigt. Bei einer Gelenkbeteiligung spricht man auch von einer intraartikulären Fraktur. Sehr schwere Verletzungsmus- ter bestehen, wenn Knochenteile nach außen getrieben werden, es sich also um einen offenen Bruch handelt. Die- ser hat ein hohes Infektionsrisiko. Eher vereinzelt bricht der Rückfußknochen an der Ferse in Form eines Ermüdungs- bruches. Dies passiert, wenn der Kno- chen bereits vorgeschädigt ist, bei- spielsweise bei einer Osteoporose.
Erst PECH,
dann Heilung anstreben
Akut geht die Fraktur des Fersenbeins meist mit starken Schmerzen und Schwellungen einher. Zusätzlich kön- nen sich Blutergüsse bilden. Je nach Schwere der Schäden kann es auch zu
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