VonKlaus Bingler

Schnittstelle zwischen Gehirn und Elektronik

Die Möglichkeiten des Brain-Computer-Interface

Um mit einer Maschine zu kommunizieren, ist üblicherweise Muskelkraft erforderlich. Doch die Vorstellung, allein durch die Kraft der Gedanken eine Maschine steuern zu können, gehört längst nicht mehr ausschließlich ins Reich der Science-Fiction oder Magie. Denn bereits seit einigen Jahren ist es möglich, mithilfe einer direkten Schnittstelle zwischen Gehirn und Computer, einem sogenannten Brain-Computer-Interface (BCI), Befehle unmittelbar vom Kopf eines Menschen auf ein Gerät zu übertragen. Vor allem für Menschen, die aufgrund von neuronalen Schädigungen in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, eröffnen sich dadurch neue Perspektiven, um ihre Lebensqualität zu verbessern. weiterlesen

- Anzeige -
VonKlaus Bingler

Schmerztherapie mit Rückenmarkstimulation

Behandlung auf dem neusten Entwicklungsstand

Mit der Rückenmarkstimulation steht eine minimalinvasive Schmerztherapie zur Verfügung, die auch den Kreislauf chronischer Schmerzen durchbrechen kann. Über das Verfahren berichtet der Facharzt für Neurochirurgie mit Spezialisierung auf Neuromodulation und Interventionelle Schmerztherapie
Dr. Thorsten Riethmann. Er leitet das im letzten Jahr gegründete Institut für Neuromodulation (INM) am Petrus-Krankenhaus Wuppertal.
weiterlesen

VonKlaus Bingler

Marathon – was im Körper bei extremer Belastung passiert

Marathonläufe sind zu einem wahren Massenphänomen geworden. Allein im deutschsprachigen Raum finden jedes Jahr mehr als 200 organisierte Marathon-Wettkämpfe statt. Während Teilnehmer auf den besonderen Kick schwören, den sie dabei erleben, weisen Mediziner sowohl auf die positiven Seiten als auch die Risiken dieses Sports hin. weiterlesen

VonKlaus Bingler

Bandverletzungen – Schulter, Knie, Sprunggelenk

Starke Bindegewebsstränge verbinden an den Gelenken einzelne Knochen miteinander. Diese Bänder stützen und verhindern, dass zu viel Bewegungsspielraum die Gelenkpartner aufeinanderstoßen und einander schaden lässt. Verletzungen der Bänder werden heute überwiegend konservativ behandelt, in schwereren Fällen auch operativ. Nach jeder therapeutischen Maßnahme kommt der Rehabilitationszeit eine wichtige Rolle zu, um die Gelenkfunktionalität wiederherzustellen und Instabilitäten mit entsprechenden Folgeschäden zu vermeiden. weiterlesen

VonKlaus Bingler

Diabetes und Depression – eine verhängnisvolle Doppelbelastung

Diabetiker leiden doppelt so oft an Depressionen wie Menschen mit gesundem Stoffwechsel. Von den etwa 6,5 Millionen Diabetes-Patienten in Deutschland betrifft dies schätzungsweise 800 000 Frauen und Männer. Der Grund könnte in den starken Belastungen liegen, welche die  verschiedenen mit der Zuckerkrankheit verbundenen Herausforderungen liegen. So kann es für manchen als lästig und bedrückend empfunden werden, regelmäßig seine Blutzuckerwerte zu messen und Insulin zu spritzen, andere haben Furcht vor Unterzuckerungen oder sehen möglichen Diabetes-Spätfolgen mit Bangen entgegen.

 

Aber auch umgekehrt besteht ein Zusammenhang. Immerhin belegen Studien, dass depressive Menschen öfter an Typ-2-Diabetes leiden als Personen, die nicht psychisch erkrankt sind. Als Ursache wird vermutet, dass psychisch Belastete in geringerem Maße auf ihren körperlichen Zustand achten. Es fehle z. B. der Antrieb, Sport zu treiben oder sich gesund zu ernähren – eine wichtige Voraussetzung für den Schutz vor Diabetes. Ein weiterer Grund sei, dass bei vielen Depressiven die sogenannte Hypothalamus-Hypophysen-Nebenrinden-Achse aktiviert wird. Dies führt zur Ausschüttung des Stresshormon Cortisol und damit zu einer Erhöhung es Blutzuckerspiegels. Außerdem wird die Entstehung entzündlicher Prozesse an den großen und kleinen Blutgefäßen begünstigt, was wiederum zahlreiche Folgeerkrankungen wie z. B. Herzinfarkt oder Schlaganfall begünstigen kann.

 

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) weist auf eine aktuelle Studie hin, derzufolge die Suizidgefahr bei Diabetes im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung um 50 Prozent steigt. So nähmen sich statistisch gesehen in Deutschland täglich mehr als zwei Personen mit Depression und Diabetes das Leben  – jährlich über 800 Menschen. Insgesamt seien depressive Diabetespatienten kränker und stürben früher. Dennoch werde die Hälfte aller Depressionen bei Diabetes nicht erkannt.

 

Die DGD fordert eine kompetente Betreuung für betroffene Personen. Sie führt eine Liste aller „Fachpsychologen Diabetes DDG“, die eine spezielle diabetologische Weiterbildung erhalten haben. Diese kann unter http://diabetes-psychologie.de eingesehen werden.