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  • Achsfehlstellungen an den Beinen

    Fangen Kinder an zu laufen, sind die Eltern hingerissen. Zu niedlich sieht es aus, wenn die Kleinen herumwatscheln. Häufig aber mischt sich in die Begeisterung auch Sorge. Nämlich immer dann, wenn die Beine des Kindes so aussehen, als hätte es bereits jahrelang Fußball gespielt. Die oft deutlich erkennbaren O-Beine sind in diesem Alter jedoch völlig normal und bedürfen in der Regel keiner Behandlung. Im Alter von zwei bis fünf Jahren weisen Kinderbeine dann eher eine X-Stellung auf. Häufig gehen diese mit leichten Knick-Senkfüßen einher. Auch das ist – bis zu einem gewissen Maß – völlig normal und gehört zur kindlichen Entwicklung. Weichen…



  • Virtuosität mit Folgen – Orthopädische Erkrankungen bei Musikern

    Sie vermögen ihre Zuhörer in andere Welten zu versetzen, ihnen Botschaften zu überbringen oder mit ihrem Spiel gar medizinische Therapien zu unterstützen: Musiker! Leider hat ihre Tätigkeit mitunter aber für ihre eigene Gesundheit unschöne Folgen, sodass sie selbst Ärzte konsultieren müssen. Körperliche Höchstanstrengungen und Belastungen durch immer wieder durchgeführte Bewegungen in oft unphysiologischen Körperhaltungen verlangen Musikern viel ab. Das bedeutet, ähnlich wie Leistungssportler, können sie durch das krank werden, was für sie Leidenschaft und bei Berufsmusikern außerdem ihre Lebensgrundlage darstellt. Neben Erkrankungen wie z. B. Gehörschäden, Augenproblemen, Nervenleiden, Hautirritationen (z. B. Geigerfleck) oder Speicheldrüsenentzündungen kommt es bei Musikern häufig auch zu orthopädischen…



  • Schwachstelle HWS

    Eine Eule kann ihren Kopf bis zu 270 Grad weit drehen, das sind drei Viertel eines Kreises. Damit hat sie bei der Jagd nahezu einen Rundum-Blick. Würden wir unseren Kopf so weit verdrehen, müssten wir mit schwersten Schäden wie einem Schlaganfall rechnen. Doch die Eule klemmt sich weder Blutgefäße noch Nerven ein. Woran liegt das? Die Eule hat 14 Halswirbel, die zur Beweglichkeit ihrer Halswirbelsäule (HWS) beitragen, der Mensch nur sieben. Eine der Hauptschlagadern der Eule verläuft in einem knöchernen Kanal innerhalb ihrer Halswirbelsäule. Dieser Kanal ist extrem weit, sodass die Ader auch bei extremer Drehung nicht eingeengt wird. Im…



  • Gelenkschmerzen und ihre Ursachen

    Was ist Dichtung – was ist Wahrheit? Es gibt zahlreiche Theorien und Meinungen zum Thema Gelenkschmerzen. Nicht alle halten einer näheren Überprüfung stand. Einige davon sollen hier etwas genauer unter die Lupe genommen werden. Annahme 1: Das Ausmaß des Gelenkschadens steht immer in unmittelbarem Zusammenhang mit der Intensität der Schmerzen.  Auch wenn dieser Zusammenhang in der Regel bei sehr starken Gelenkverletzungen nachweisbar ist, lässt er sich grundsätzlich nicht verallgemeinern. So geht man heute davon aus, dass etwa die Hälfte aller Frauen und Männer mit radiologisch nachweisbaren Gelenkschädigungen keine Schmerzen haben. Umgekehrt besitzt z. B. jeder zweite Patient, der unter Knieschmerzen leidet,…



  • Heterotope Ossifikation nach Hüftgelenks-OP

    Der Einsatz eines künstlichen Gelenkes gehört heute zu den Standardeingriffen und gibt in der Regel schmerzgeplagten Arthrosepatienten ein großes Stück Lebensqualität zurück. In wenigen Fällen kann es aber auch bei einem so routinierten Eingriff zu unerwünschten Folgen kommen. Wenn es bereits einige Wochen nach dem Eingriff wieder zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen kommt, kann eine sogenannte heterotope Ossifikation, eine Knochenneubildung innerhalb des Weichteilgewebes, ursächlich sein. Der Körper hat einige besondere Regenerationsfähigkeiten. Dazu gehört unter anderem die Neubildung von Knochen im Rahmen der Bruchheilung. Nach einer Fraktur besteht dadurch die Möglichkeit – gegebenenfalls mit entsprechender Stützung der Bruchenden – den betroffenen Körperteil…



  • Traumatische Frakturen der Brust- und Lendenwirbelsäule

    Es bedarf einer stärkeren Kraft, damit es zu Brüchen im Brust- und Lendenwirbelbereich kommt, sofern keine Vorschädigungen bestehen. Daher sind solche Verletzungen in der Regel auch einem Unfallgeschehen, wie beispielsweise einem Sturz aus größerer Höhe, geschuldet. Zu Brüchen der knöchernen Wirbelsäulenanteile kommt es insbesondere bei Personen, die an Osteoporose erkrankt sind, weil dabei die Knochenqualität vermindert ist. Vergleichbar geringe Kräfte genügen dann, damit es zu einer Fraktur kommt. Auch bei Wirbelkörpern, die aufgrund von Tumoren in ihrer Stabilität beeinträchtigt sind, besteht das Risiko, dass sie schneller brechen. Bei gesunden Knochenverhältnissen sind es sogenannte Stauchungs-, Hyperextensions- oder Hyperflexionstraumata, also unfallbedingte, extreme…



  • Funktionelle Reha nach Verletzungen der Kreuzbänder und Menisken

    Das Kniegelenk ist das am stärksten beanspruchte Gelenk unseres Körpers und aufgrund seines komplizierten Aufbaus äußerst verletzlich. Zu den Schwachstellen gehören das hintere und das vordere Kreuzband sowie der Innen- und Außenmeniskus. Vor allem Sportler sind einem hohen Verletzungsrisiko ausgesetzt. Wird ein Kreuzbandriss oder ein Meniskusschaden operativ versorgt, bedarf es umfangreicher Reha-Maßnahmen, um die Funktion des Kniegelenks wiederherzustellen.  Auch wenn die Kreuzbänder, welche Oberschenkel und Schienbein miteinander verbinden, eigentlich recht robust sind, können hohe Krafteinwirkungen dazu führen, dass sie reißen. Dies geschieht beispielsweise bei Stürzen oder unkontrollierten Landungen. Eine häufige Ursache sind übermäßige Drehbewegungen, wie sie typischerweise beim Fußball, Handball…



  • Steißbein- und Iliosakralgelenkserkrankungen

    Nicht nur Lenden-, Brust- und Halswirbelsäule können für Rückenschmerzen verantwortlich sein: Besonders am untersten Rücken sind oft hartnäckige Beschwerden lokalisiert, die sich nur schwer behandeln lassen und die für Betroffene zur Qual werden können. Insbesondere das Iliosakralgelenk ist „Hauptverursacher“ vieler Krankheitstage – gut ein Drittel aller Rückenleiden gehen auf sein Konto. Und das kommt nicht von ungefähr: Die gelenkige Verbindung zwischen Kreuzbein und den Darmbeinschaufeln ist aufgrund unseres aufrechten Ganges und der starken Flexionsmöglichkeit der darüberliegenden Wirbelgelenke das am meisten belastete Gelenk überhaupt, auch wenn es selbst eigentlich kaum beweglich ist und durch starke Bänder gehalten wird. Schmerzen im Iliosakralgelenk…



  • Hüftprothese – Die wichtigsten OP-Methoden auf einen Blick

    Gut alle zwei Minuten wird in Deutschland ein neues Hüftgelenk eingesetzt. Doch die Patienten werden immer jünger und immer fitter – mittlerweile sind etwa 10 Prozent der Empfänger eines Kunstgelenks zum Zeitpunkt der Operation unter 60 Jahre alt, Tendenz steigend. Sie erwarten, nach der Operation möglichst schnell wieder ihre gewohnten Tätigkeiten aufnehmen und auch ihren Sport möglichst wieder betreiben zu können. Möglich wird dies durch immer kleinere und schonendere Operationszugänge. Bessere Instrumente, genauere bildgebende Verfahren, Computernavigation und eine größere Routine im Umgang mit miniaturisierter Technik in der Chirurgie haben dafür gesorgt, dass die benötigten Zugänge immer kleinere Operationswunden hinterlassen. So…



  • Die Rotatorenmanschette

    Bewegung ermöglichen und Halt geben – das sind die zwei Hauptaufgaben der Rotatorenmanschette. Die Muskel- und Sehnengruppe umklammert förmlich das Schultergelenk, das als Kugelgelenk nur bedingt durch eine knöcherne Führung gehalten wird. Dass die Arme in so viele Richtungen bewegt werden können – und zwar ohne ein ständiges Auskugeln des Oberarmkopfes –, ist unter anderem dieser anatomischen Einheit zu verdanken. Da war sie, unverändert und -exakt an derselben Stelle: die verschnörkelte Emaille-Dose der Großmutter, ganz oben rechts im Hängeschrank der Einbauküche, direkt über den Kaffeetassen. Was als Kind unerreichbar erschien und freudige Erwartungen auslöste, wenn die Erwachsenen die Dose herunterholten,…